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Panikattacken Symptome Den Ganzen Tag


Panikattacken Symptome Den Ganzen Tag

Hast du schon mal das Gefühl gehabt, von einer Welle der Angst überrollt zu werden, die scheinbar aus dem Nichts kommt? Herzrasen, Schwindel, das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – das sind nur einige der Symptome, die bei einer Panikattacke auftreten können. Aber was, wenn diese Symptome den ganzen Tag anhalten oder immer wiederkehren? Das kann unglaublich beängstigend sein und dein Leben stark beeinträchtigen. In diesem Artikel schauen wir uns genauer an, was Panikattacken sind, wie sich die Symptome über den Tag verteilen können und was du dagegen tun kannst.

Was ist eine Panikattacke überhaupt?

Eine Panikattacke ist eine plötzliche, intensive Angstattacke, die mit körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht. Es ist wichtig zu betonen, dass Panikattacken eine normale Reaktion auf extreme Angst oder Stress sein können. Sie sind nicht unbedingt ein Zeichen für eine psychische Erkrankung, aber wenn sie häufig auftreten oder dein Leben stark beeinträchtigen, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Typische Symptome einer Panikattacke sind:

  • Herzrasen oder Herzklopfen
  • Schwitzen
  • Zittern oder Beben
  • Atemnot oder das Gefühl zu ersticken
  • Schmerzen oder Beklemmungsgefühl in der Brust
  • Übelkeit oder Bauchbeschwerden
  • Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsgefühl
  • Derealisierung (das Gefühl, dass die Umgebung unwirklich ist)
  • Depersonalisierung (das Gefühl, von sich selbst entfremdet zu sein)
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
  • Todesangst
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Hitzewallungen oder Frösteln

Diese Symptome erreichen in der Regel innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt und klingen dann langsam wieder ab. Eine Panikattacke dauert meist nur wenige Minuten, kann sich aber für Betroffene wie eine Ewigkeit anfühlen.

Panikattacken Symptome den ganzen Tag: Was bedeutet das?

Wenn du das Gefühl hast, dass die Symptome einer Panikattacke den ganzen Tag anhalten, ist es wichtig zu differenzieren. Es ist unwahrscheinlich, dass eine einzelne Panikattacke stundenlang oder den ganzen Tag andauert. Was wahrscheinlich passiert, ist, dass du entweder:

Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen
Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen
  1. Mehrere Panikattacken hintereinander erlebst, mit kurzen Pausen dazwischen.
  2. Eine anhaltende Grundanspannung oder generalisierte Angst verspürst, die sich in körperlichen Symptomen äußert und von gelegentlichen "richtigen" Panikattacken unterbrochen wird.
  3. Körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schwindel hast, die durch andere Ursachen (z.B. Schilddrüsenprobleme, Herzprobleme, Nebenwirkungen von Medikamenten) verursacht werden und fälschlicherweise als Panikattacken interpretiert werden.

Mehrere Panikattacken hintereinander

Stell dir vor, du hast eine Panikattacke im Bus. Nachdem sie abgeklungen ist, fühlst du dich zwar etwas besser, aber die Angst bleibt. Schon beim Gedanken daran, wieder Bus zu fahren, bekommst du erneut Herzrasen und Schweißausbrüche. Das kann zu einer weiteren Panikattacke führen. Diese Kaskade von Panikattacken kann sich über Stunden hinziehen und den Eindruck erwecken, die Symptome würden den ganzen Tag andauern.

Anhaltende Grundanspannung und generalisierte Angst

Manchmal ist es nicht eine akute Panikattacke, die uns quält, sondern eine diffuse, anhaltende Angst, die uns den ganzen Tag begleitet. Diese Angst kann sich in körperlichen Symptomen wie Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten äußern. Zusätzlich können immer wieder kurze, intensivere Panikattacken auftreten, die diese Grundanspannung noch verstärken.

Diese Art von Angst wird oft als generalisierte Angststörung bezeichnet. Menschen mit einer generalisierten Angststörung machen sich übermäßig Sorgen um alltägliche Dinge wie Arbeit, Finanzen, Gesundheit oder Beziehungen. Diese ständigen Sorgen können zu chronischem Stress und körperlichen Symptomen führen, die den Eindruck erwecken, man habe ständig mit Panikattacken zu kämpfen.

Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen
Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen

Körperliche Ursachen

Es ist wichtig, körperliche Ursachen für panikartige Symptome auszuschließen. Bestimmte Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Herzrhythmusstörungen oder Asthma können Symptome verursachen, die denen einer Panikattacke ähneln. Auch bestimmte Medikamente oder der Konsum von Stimulanzien wie Koffein oder Alkohol können Panikattacken auslösen oder verstärken.

Bevor du dich selbst diagnostizierst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um organische Ursachen auszuschließen.

Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen
Panikattacken: Symptome den ganzen Tag? Daran kann’s liegen

Was tun, wenn du den ganzen Tag mit Panikattacken Symptomen zu kämpfen hast?

Wenn du unter anhaltenden Panikattacken Symptomen leidest, gibt es verschiedene Strategien, die dir helfen können. Der wichtigste Schritt ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Arzt oder Psychotherapeut kann dir helfen, die Ursachen deiner Angst zu identifizieren und eine geeignete Behandlung zu entwickeln.

Professionelle Hilfe

Psychotherapie: Eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine sehr effektive Behandlung für Panikattacken und Angststörungen. In der KVT lernst du, deine negativen Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern. Du wirst auch mit angstauslösenden Situationen konfrontiert (Expositionstherapie), um deine Angst allmählich abzubauen. Durch die KVT kannst du lernen, deine Panikattacken besser zu kontrollieren und deine Angst langfristig zu reduzieren.

Medikamente: Antidepressiva (z.B. SSRIs oder SNRIs) und angstlösende Medikamente können helfen, die Symptome von Panikattacken und Angststörungen zu lindern. Medikamente sind jedoch nicht immer die beste Lösung und sollten immer in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Medikamente zu besprechen und die möglichen Nebenwirkungen zu berücksichtigen.

Panikattacken: Können die Symptome den ganzen Tag anhalten? - wmn.de
Panikattacken: Können die Symptome den ganzen Tag anhalten? - wmn.de

Selbsthilfestrategien

Neben professioneller Hilfe gibt es auch verschiedene Selbsthilfestrategien, die du in deinen Alltag integrieren kannst, um deine Angst zu reduzieren:

  • Atemübungen: Langsame, tiefe Atemzüge können helfen, dein Nervensystem zu beruhigen und deine Angst zu reduzieren. Konzentriere dich auf deinen Atem und versuche, ihn bewusst zu verlangsamen. Eine einfache Übung ist die 4-7-8-Atmung: Atme 4 Sekunden lang ein, halte den Atem 7 Sekunden lang an und atme 8 Sekunden lang aus.
  • Entspannungstechniken: Progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Meditation können dir helfen, deine Muskeln zu entspannen und deinen Geist zu beruhigen. Regelmäßige Entspannungsübungen können deine allgemeine Stressbelastung reduzieren und dich widerstandsfähiger gegen Angst machen.
  • Achtsamkeit: Achtsamkeit bedeutet, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und deine Gedanken und Gefühle ohne Wertung wahrzunehmen. Achtsamkeitsübungen können dir helfen, deine Angst zu reduzieren und deine innere Ruhe zu finden. Es gibt viele Apps und Online-Ressourcen, die dich bei Achtsamkeitsübungen unterstützen können.
  • Regelmäßige Bewegung: Sport und Bewegung sind nicht nur gut für deine körperliche Gesundheit, sondern auch für deine psychische Gesundheit. Bewegung kann Stress abbauen, deine Stimmung verbessern und deine Angst reduzieren. Finde eine Aktivität, die dir Spaß macht, und versuche, sie regelmäßig in deinen Alltag zu integrieren.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann deine Stimmung und dein Energieniveau verbessern. Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und Koffein, da diese deine Angst verstärken können. Konzentriere dich stattdessen auf frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und mageres Protein.
  • Ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann deine Angst verstärken und deine Fähigkeit beeinträchtigen, mit Stress umzugehen. Achte auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und schaffe eine entspannende Schlafumgebung. Vermeide es, vor dem Schlafengehen auf Bildschirme zu schauen, und versuche, dich zu entspannen, bevor du ins Bett gehst.
  • Soziale Unterstützung: Sprich mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten über deine Angst. Soziale Unterstützung kann dir helfen, dich weniger allein zu fühlen und deine Angst zu bewältigen. Es kann auch hilfreich sein, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
  • Vermeide Trigger: Identifiziere Situationen, Orte oder Gedanken, die deine Panikattacken auslösen, und versuche, sie zu vermeiden oder dich ihnen langsam und kontrolliert auszusetzen (Expositionstherapie). Das Führen eines Paniktagebuchs kann dir helfen, deine Trigger zu identifizieren.

Denke daran: Du bist nicht allein! Viele Menschen leiden unter Panikattacken und Angststörungen. Es gibt Hilfe und es gibt Hoffnung. Mit der richtigen Behandlung und den richtigen Strategien kannst du lernen, deine Angst zu kontrollieren und ein erfülltes Leben zu führen.

Zusammenfassung

Wenn du das Gefühl hast, dass du den ganzen Tag unter Panikattacken Symptomen leidest, ist es wichtig, zwischen mehreren Panikattacken hintereinander, anhaltender Grundanspannung und körperlichen Ursachen zu unterscheiden. Suche dir professionelle Hilfe, um die Ursache deiner Angst zu identifizieren und eine geeignete Behandlung zu entwickeln. Ergänzend dazu kannst du Selbsthilfestrategien wie Atemübungen, Entspannungstechniken, Achtsamkeit, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und soziale Unterstützung in deinen Alltag integrieren. Es ist möglich, deine Angst zu überwinden und ein besseres Leben zu führen!

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