Oscar Et La Dame Rose Schmitt

Okay, lasst uns ehrlich sein. Habt ihr Oscar et la Dame Rose gelesen? (Ich nenne es einfach "Oscar und die Rosa Dame," ist einfacher, oder?) War es... okay? Klar. Bewegend? Joa, vielleicht. Aber war es das Meisterwerk, das alle preisen?
Hier kommt meine (wahrscheinlich unpopuläre) Meinung: Ich fand es... ein bisschen überbewertet. Sorry, nicht sorry!
Das mit der sterbenden Jugend...
Die Idee ist ja gut, keine Frage. Ein todkranker Junge, Oscar, der durch die Briefe an Gott versucht, sein Schicksal zu akzeptieren. Und dann noch Mamie-Rose, die rosa Dame, die ihm hilft, das Leben in vollen Zügen zu leben. Klingt nach Taschentuch-Alarm, oder?
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Aber irgendwie... hat es mich nicht so richtig gepackt. Ich meine, ich habe mitgefühlt, klar. Wer würde das nicht? Aber es fühlte sich stellenweise... ein bisschen konstruiert an. So nach dem Motto: "Hier, nimm das! Fühl dich schlecht! Weine!"
Und diese ganze Sache mit dem "jeden Tag 10 Jahre leben"... Versteht mich nicht falsch, es ist eine interessante Idee. Aber fand ich es auch ein bisschen... albern? Stell dir vor, du wachst auf und bist plötzlich 20. Am nächsten Tag bist du Rentner. Klingt stressig!

Die Rosa Dame – Heilige oder Nervensäge?
Okay, Mamie-Rose. Sie ist natürlich der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte. Eine ehemalige Catcherin, die jetzt als Freiwillige im Krankenhaus arbeitet. Sie ist mutig, direkt und sagt Oscar die Wahrheit. Gut so!
Aber... war sie nicht auch ein bisschen... anstrengend? Ich meine, sie ist ständig am Predigen. "Du musst das Leben lieben! Du musst an Gott glauben!" Entspann dich mal, Rosa Dame! Lass den armen Jungen doch einfach in Ruhe sterben (natürlich nicht wirklich in Ruhe, aber ihr wisst, was ich meine!).
Und diese ganze Sache mit den Briefen an Gott. Ich verstehe den symbolischen Wert. Oscar findet durch das Schreiben einen Weg, seine Gefühle auszudrücken und sich mit seiner Situation auseinanderzusetzen. Aber fand ich es auch ein bisschen... kitschig? Ich weiß, ich weiß, jetzt werde ich gesteinigt.

Vielleicht bin ich einfach zu zynisch. Vielleicht bin ich immun gegen rührselige Geschichten. Oder vielleicht habe ich einfach andere Erwartungen an ein "Meisterwerk".
Das Fazit: Ein Buch mit Potenzial, aber...
Versteht mich nicht falsch. Oscar et la Dame Rose ist kein schlechtes Buch. Es regt zum Nachdenken an. Es wirft wichtige Fragen über Leben, Tod und Glauben auf. Und es hat definitiv seine Momente. Aber es hat mich einfach nicht so umgehauen, wie es scheinbar alle anderen getan hat.
Ich glaube, das Problem ist, dass es versucht, zu viel zu sein. Es will gleichzeitig traurig, lustig, tiefgründig und inspirierend sein. Und dabei verliert es meiner Meinung nach ein bisschen den Fokus.

Vielleicht wäre es besser gewesen, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Vielleicht wäre es besser gewesen, Oscar einfach Oscar sein zu lassen, ohne ihn ständig mit Lebensweisheiten zu überschütten. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Rosa Dame ein bisschen weniger... rosa zu machen.
Aber hey, das ist nur meine Meinung. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht verstanden. Vielleicht muss ich es noch einmal lesen. Oder vielleicht sollte ich einfach aufhören, so zynisch zu sein. Wahrscheinlich letzteres.
Was meint ihr? Bin ich ein hoffnungsloser Fall? Oder gibt es da draußen noch andere, die das Buch auch nicht ganz so toll fanden?

Lasst es mich wissen! Ich bin bereit für die Diskussion (und vielleicht auch für die Steinigung).
P.S.: Ich mag Rosa trotzdem. Nur die Rosa Dame... na ja, ist halt Geschmackssache.
Vielleicht sollte ich einfach mehr Romane über Katzen lesen. Die sind wenigstens ehrlich.
