Orpheus In Der Unterwelt Zusammenfassung

Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat sich nicht schon mal in einer Beziehung gedacht: "Boah, wenn ich den/die loswäre..."? Genau da fängt unsere Geschichte an. Nur, dass es hier um Orpheus in der Unterwelt geht, 'ne Operette von Jacques Offenbach, die so herrlich verrückt ist, dass man sich fragt, ob die Macher vielleicht zu tief ins Weinglas geschaut haben.
Die Story – oder: Wenn die Fliege zum Todesengel wird
Die Geschichte ist eigentlich super simpel. Orpheus, ein Geigenvirtuose, ist total genervt von seiner Frau Eurydike. Eurydike wiederum findet Orpheus' Geige doof und hat 'ne Affäre mit dem Schäfer Aristäus. Was beide nicht wissen: Aristäus ist in Wahrheit Pluto, der Herrscher der Unterwelt – getarnt, um Eurydike in sein Reich zu entführen. Klingt nach 'nem schlechten Groschenroman, oder? Aber genau das macht den Charme aus!
Und jetzt wird's richtig abgedreht: Eurydike wird von einer vergifteten Fliege gebissen (ja, richtig gelesen, EINE FLIEGE!) und stirbt. Orpheus ist – nun ja – nicht gerade untröstlich. Eher erleichtert. Stell dir vor, du stehst da, und der nervige Nachbarshund, der dich jeden Morgen um 6 Uhr weckt, ist plötzlich weg. So ungefähr fühlt sich Orpheus. Aber die öffentliche Meinung (verkörpert durch die Göttin der Öffentlichen Meinung, die ständig jammert) zwingt ihn, in die Unterwelt zu reisen, um Eurydike zurückzuholen.
Must Read
Der Abstieg in die Hölle – Partytime!
In der Unterwelt angekommen, stellt Orpheus fest: Pluto hat's drauf! Dort ist Party angesagt. Ein riesiges Fest, Champagner fließt in Strömen, und die Götter tanzen Cancan. Ja, Cancan! Stell dir vor, Zeus, der oberste Donnervater, schmeißt die Beine in die Luft und zeigt seine Unterhosen. Absurd, aber genial!
Und Eurydike? Die findet das Leben in der Unterwelt auch gar nicht so schlecht. Sie ist jetzt eine Bacchantin, eine Anhängerin des Weingottes Bacchus, und hat beschlossen, das Leben zu genießen. Wer kann's ihr verdenken?

Das Happy End – oder auch nicht
Schließlich kommt Jupiter, der oberste Gott, persönlich vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Er ist neugierig auf Eurydike und will sie auch mal "kennenlernen". Orpheus wird gezwungen, Eurydike aus der Unterwelt zu führen, aber unter einer Bedingung: Er darf sich auf dem Weg nach oben nicht nach ihr umdrehen. Klassisch, oder? So wie in jedem zweiten Märchen.
Und was passiert? Natürlich dreht er sich um! Jupiter hat es so eingefädelt. Aber – und das ist der Clou – er dreht sich nicht um, weil er Eurydike so sehr liebt, sondern weil Jupiter ihm mit einem Donnerblitz droht, wenn er es nicht tut! Also: gerettet, aber nicht wirklich gewollt. Eurydike bleibt in der Unterwelt und wird zur Priesterin der Diana. Alle sind glücklich – mehr oder weniger.

Die Moral von der Geschicht? Vielleicht, dass man manchmal loslassen sollte, auch wenn es die Gesellschaft von einem erwartet, dass man kämpft. Oder vielleicht, dass das Leben einfach zu kurz ist, um schlechte Musik zu hören und mit schlechter Laune durch die Gegend zu laufen. Oder vielleicht auch einfach nur, dass Champagner und Cancan alles besser machen.
Orpheus in der Unterwelt ist eine Operette, die sich selbst nicht ernst nimmt. Sie ist schrill, bunt, und voller ironischer Seitenhiebe auf die Gesellschaft und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Und genau das macht sie so zeitlos und unterhaltsam.
Also, wenn du mal wieder 'nen schlechten Tag hast, schmeiß die Platte auf (oder such auf YouTube), schenk dir 'nen Schluck ein und lass dich von Orpheus in der Unterwelt in eine Welt voller Absurditäten entführen. Es lohnt sich!
