Nichts Was Im Leben Wichtig Ist Roman

Habt ihr jemals das Gefühl gehabt, dass euer Leben ein bisschen... neben der Spur läuft? So, als ob ihr in einem Film seid, der sich zwar lustig anhört, aber irgendwie vergesst ihr, zu lachen? Tja, dann seid ihr vielleicht bereit für einen Ausflug in die Welt von Jan Weilers Roman "Nichts, was im Leben wichtig ist".
Klar, der Titel klingt erstmal nach schwerer Kost, nach existenziellen Krisen und dem Sinn des Lebens. Aber keine Sorge, Weiler wäre nicht Weiler, wenn er uns das alles nicht mit einem ordentlichen Schuss Humor servieren würde. Stellt euch vor, ihr seid Martin Kühn, Familienvater, Journalist und chronisch überfordert. Euer Alltag besteht aus dem Versuch, Kinder, Karriere und Ehe unter einen Hut zu bringen, während die Realität euch gnadenlos die Löffel um die Ohren haut. Kommt euch bekannt vor?
Chaos mit System (oder auch nicht)
Was "Nichts, was im Leben wichtig ist" so wunderbar macht, ist die schonungslose Ehrlichkeit, mit der Weiler den ganz normalen Wahnsinn einer modernen Familie beschreibt. Es geht um kaputte Spülmaschinen, nervige Nachbarn, das ewige Dilemma der Kindererziehung und die Frage, warum man sich eigentlich jemals für diesen Job entschieden hat. Martin Kühn ist kein Superheld, kein strahlender Ritter. Er ist einfach nur ein Mann, der sein Bestes gibt, und dabei grandios scheitert - und genau das macht ihn so liebenswert.
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Manchmal möchte man Martin einfach nur schütteln und ihm zurufen: "Lass es doch einfach mal gut sein!". Aber dann erinnert man sich an die eigenen Pannen, an die verpatzten Elternabende, die vergessenen Geburtstage und die missglückten Kochversuche. Und plötzlich fühlt man sich Martin sehr nah.
Wenn die kleinen Dinge groß werden
Obwohl der Titel vielleicht etwas anderes vermuten lässt, geht es in "Nichts, was im Leben wichtig ist" eben doch um die wichtigen Dinge im Leben. Nur eben nicht um die, die uns in Hochglanzmagazinen vorgegaukelt werden. Es geht um die kleinen Momente des Glücks, die man zwischen Windeln wechseln und Meetings findet. Um die unschuldigen Fragen der Kinder, die einem die Welt aus einer völlig neuen Perspektive zeigen. Und um die Erkenntnis, dass Perfektion eben doch ziemlich langweilig ist.

Weiler schafft es, in den scheinbar unbedeutenden Alltagssituationen eine tiefe Wahrheit zu finden. Er zeigt uns, dass das Leben eben nicht immer ein Ponyhof ist, aber dass es sich trotzdem lohnt, jeden Tag aufs Neue anzupacken. Auch wenn das bedeutet, dass man abends mit einem Weinglas in der Hand und einem resignierten Seufzer auf dem Sofa landet.
"Das Leben ist kein Wunschkonzert, aber manchmal spielt es trotzdem dein Lieblingslied."
Dieses Zitat fasst die Quintessenz des Romans meiner Meinung nach perfekt zusammen. Es geht darum, die kleinen Freuden zu schätzen, die Widrigkeiten mit Humor zu nehmen und sich nicht von dem Perfektionsdruck der Gesellschaft unterkriegen zu lassen.

Mehr als nur ein Familienroman
"Nichts, was im Leben wichtig ist" ist mehr als nur ein lustiger Familienroman. Es ist eine liebevolle Hommage an den ganz normalen Wahnsinn des Lebens. Es ist ein Buch, das einem Mut macht, zu seinen Fehlern zu stehen und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Und es ist vor allem ein Buch, das einem ein gutes Gefühl gibt. Denn am Ende des Tages ist es doch das, was wirklich zählt, oder?
Also, wenn ihr mal wieder das Gefühl habt, dass euch das Leben über den Kopf wächst, schnappt euch dieses Buch. Lest von Martins chaotischen Abenteuern, lacht über seine Missgeschicke und lasst euch von seiner Menschlichkeit berühren. Und vielleicht, nur vielleicht, erkennt ihr dann, dass "Nichts, was im Leben wichtig ist" doch irgendwie alles ist, was zählt.
Viel Spaß beim Lesen!
