Never Let Me Go Ishiguro

Also, Leute, stellt euch vor, ich sitze hier im Café, latte-schlürfend, und mir kommt dieses Buch in den Sinn... Never Let Me Go von Kazuo Ishiguro. Kennt ihr? Wenn nicht, oh Junge, oh Junge, lasst mich euch eine Story erzählen, die euch zum Lachen und zum Weinen bringt. Nicht gleichzeitig, hoffentlich. Wäre irgendwie unpraktisch mit dem Kaffee.
Eine idyllische, aber seltsame Kindheit
Also, die Geschichte spielt hauptsächlich in Hailsham, einer total pittoresken Schule in England. Klingt nach Harry Potter, oder? Falsch gedacht! Keine Zauberstäbe, keine sprechenden Hüte. Aber auch keine normalen Kinder! Die Schüler dort sind... naja, sagen wir mal, sie haben eine sehr... spezielle Bestimmung. Die Kids dort malen, schreiben Gedichte und spielen Fußball. Klingt normal, aber die ganze Zeit schwebt da diese riesige Frage im Raum: Warum machen die das eigentlich? Warum werden die so behütet? Es ist, als würden sie für etwas trainiert, aber niemand sagt ihnen was.
Stellt euch vor, ihr seid in so einer Schule. Ihr malt wie Picasso, aber jedes Mal, wenn ihr fragt: "Darf ich das Bild mit nach Hause nehmen?", sagen die Lehrer nur: "Ähm... nein. Es ist... für die Kunst." Verdächtig, oder? Richtig verdächtig.
Must Read
Die Wahrheit, die so weh tut
Okay, jetzt kommt der Hammer. Schnallt euch an, Leute. Die Schüler in Hailsham sind... Trommelwirbel ...geklonte Menschen, die gezüchtet wurden, um ihre Organe zu spenden. Autsch. Ja, ich weiß, ziemlich düster. Aber Ishiguro verpackt das so subtil, dass man sich erstmal denkt: "Ach, die spenden halt Blut. Ist doch nett." Und dann... BÄM! Volle Breitseite Realität. Man fühlt sich, als hätte einem jemand den Kuchen geklaut und gesagt, dass man ihn eh nicht verdient hat.
Die Protagonisten, Kathy, Ruth und Tommy, wachsen also in diesem Bewusstsein auf. Sie wissen, dass sie keine lange Lebensspanne haben werden. Sie werden ihre Organe spenden, bis... naja, bis sie keine mehr haben. Sie nennen das "Vervollständigen". Und das ist so ein Euphemismus, dass es schon wieder lustig ist. Stell dir vor, dein Chef sagt: "Wir müssen deinen Vertrag vervollständigen." Du weißt genau, das bedeutet nicht, dass du eine Gehaltserhöhung bekommst!

Liebe in Zeiten der Organspende
Natürlich gibt es auch eine Dreiecksbeziehung. Kathy ist in Tommy verknallt, aber Tommy ist mit Ruth zusammen. Klassiker, oder? Nur dass hier noch die Tatsache dazukommt, dass sie alle bald sterben werden. Macht die Sache irgendwie komplizierter. Stell dir vor, du willst deinem Crush deine Liebe gestehen, aber du musst vorher noch sagen: "Ähm, ich bin geklont und werde bald meine Leber spenden, aber ich liebe dich trotzdem!" Nicht der beste Gesprächseinstieg, würde ich sagen.
Und das Schlimmste: Sie hoffen, dass es so etwas wie eine "Aufschiebung" gibt. Eine Legende besagt, dass Paare, die wirklich verliebt sind und das beweisen können, von ihren Spenden verschont werden. Klingt nach einer Hoffnung, die so brüchig ist wie ein Keks, der in Kaffee getunkt wurde, nicht wahr? Spoiler-Alarm: es gibt keine Aufschiebung. Das ist so gemein, dass selbst George R.R. Martin sagen würde: "Boah, ist das hart!"

Warum Never Let Me Go immer noch relevant ist
Okay, genug der Trauer. Warum ist das Buch so gut? Weil es nicht nur um Klone und Organspende geht. Es geht um die großen Fragen: Was bedeutet es, Mensch zu sein? Was ist Liebe? Was ist der Wert eines Lebens? Und was würden wir tun, wenn wir wüssten, dass unsere Zeit begrenzt ist?
Ich meine, wir alle wissen, dass unsere Zeit begrenzt ist, aber diese Charaktere wissen es halt noch konkreter. Das Buch zwingt uns, über unsere eigenen Prioritäten nachzudenken. Würden wir auch nur rumsitzen und warten, oder würden wir unser Leben in vollen Zügen genießen?

Also, das nächste Mal, wenn ihr euch fragt, was ihr lesen sollt, schnappt euch Never Let Me Go. Es ist ein Buch, das euch noch lange nach dem Lesen beschäftigen wird. Und vielleicht überlegt ihr euch ja auch, Organspender zu werden. Aber das ist nur so eine Idee... ich will euch ja nicht zu etwas zwingen. Außer dazu, dieses Buch zu lesen. Das müsst ihr lesen!
Und jetzt, entschuldigt mich, muss ich mir ein Taschentuch holen. Und vielleicht noch einen Latte. Schreiben macht hungrig, und deprimiert. Aber hauptsächlich hungrig!
