Ms Anzeichen Für Einen Schub

Okay, mal ehrlich. Wir alle kennen das. Dieses Kribbeln. Nicht das Schmetterlinge-im-Bauch-Kribbeln, sondern das… oh-oh-ich-glaube-es-geht-wieder-los-Kribbeln. Die Rede ist natürlich von den subtilen, manchmal fast schon komisch-überzeichneten Anzeichen für einen Schub.
Ich habe da so meine eigenen, ganz persönlichen Frühwarnsysteme. Dinge, die jedem anderen wahrscheinlich nicht auffallen würden, aber bei mir Alarmstufe Rot auslösen. Und ich wage mal zu behaupten, ich bin damit nicht allein!
Das verdächtige Verhalten der Fernbedienung
Normalerweise bin ich ja eher so der pragmatische Typ. Fernbedienung? Brauche ich, um Netflix zu starten. Punkt. Aber wehe, ich fange plötzlich an, jede einzelne Funktion der Fernbedienung ausgiebig zu testen. Lautstärke hoch, Lautstärke runter. Sender durchzappen. Alles, nur um… ja, um was eigentlich? Ablenkung? Kontrolle? Oder ist die Fernbedienung einfach nur verdammt faszinierend? Ich tippe auf Letzteres. (Ironie off.)
Must Read
Wenn die Fernbedienung mein neues Lieblingsspielzeug wird, dann weiß ich: Houston, wir haben ein Problem! Und das Problem heißt wahrscheinlich: Ms. Anzeichen für einen Schub klopfen an die Tür.
Der Kühlschrank-Marathon
Kennt ihr das, wenn ihr einfach… ständig zum Kühlschrank geht? Nicht, weil ihr Hunger habt. Nicht, weil ihr irgendwas Bestimmtes sucht. Sondern einfach nur, um... zu schauen. Um die Tür zu öffnen, in das gleißende Licht zu blinzeln, und dann... enttäuscht wieder zuzumachen. Dieser Kühlschrank-Marathon ist bei mir ein ganz klares Warnsignal.

Ich könnte schwören, da drin wohnen kleine, freche Kobolde, die mir Zettelchen zukommen lassen: "Hey, du bist gestresst! Guck uns an! Wir sind kalt und leuchten!" Oder so ähnlich. Wahrscheinlicher ist aber, dass mein Gehirn mir einfach nur Streiche spielt. Und mir gleichzeitig signalisiert: Du brauchst dringend eine Pause (und vielleicht eine neue Kühlschrank-Beleuchtung).
Die Sockensammlung, die plötzlich sortiert werden MUSS
Ich bin kein Ordnungsfanatiker. Absolut nicht. Meine Wohnung ist eher so der gemütlich-chaotische Typ. Aber wehe, ich bekomme plötzlich den unbändigen Drang, meine Sockenschublade zu sortieren! Farblich. Nach Material. Nach Jahreszeit. Das ist dann quasi die Vorstufe zum Yoga-Marathon (den ich dann aber doch nie mache).

Wenn ich mich freiwillig (!) mit meinen Socken beschäftige, dann weiß ich: Hier bahnt sich etwas an. Und das ist selten etwas Gutes. Außer, man steht auf perfekt sortierte Socken. Aber wer tut das schon wirklich?
Unbeliebte Meinung: Das "Ich-muss-alles-perfekt-machen"-Syndrom
Hier kommt meine unbeliebte Meinung: Das Streben nach Perfektion ist oft ein verdammt schlechtes Zeichen. Klar, ein bisschen Ehrgeiz ist gut. Aber wenn ich plötzlich anfange, jeden einzelnen Buchstaben in einer E-Mail dreimal zu korrigieren, bevor ich sie abschicke… dann ist das kein Zeichen von Sorgfalt. Sondern von Überforderung.

Und, Hand aufs Herz, wer von uns kennt das nicht? Dieses Gefühl, dass alles perfekt sein muss, sonst… ja, sonst was eigentlich? Die Welt untergeht? Wahrscheinlich nicht. Aber das Gefühl ist trotzdem da. Und es ist ein verdammt guter Indikator dafür, dass Ms. Anzeichen für einen Schub im Anmarsch sind.
Also, liebe Leidensgenossen: Achtet auf eure Kühlschränke, eure Fernbedienungen und vor allem: eure Socken! Und wenn ihr merkt, dass ihr euch in einem dieser seltsamen Verhaltensmuster wiederfindet… dann nehmt euch eine Auszeit. Gönnt euch etwas Gutes. Und lasst die Socken einfach Socken sein.
Denn am Ende des Tages ist es doch so: Ein bisschen Chaos ist okay. Ein bisschen Unordnung ist menschlich. Und ein perfekt sortierter Kühlschrank macht auch nicht glücklicher.
