Menschen Ignorieren Die Einem Nicht Gut Tun

Kennst du das? Du bist mit Freunden unterwegs, alle lachen, aber irgendwie... fühlst du dich nicht so richtig wohl? Vielleicht sitzt da jemand am Tisch, der ständig Witze auf deine Kosten macht. Oder eine Freundin, die immer nur von sich redet und dir nicht mal zuhört, wenn du mal was erzählen willst. Das sind so die kleinen Alarmsignale, bei denen man denken sollte: "Moment mal... ist das hier eigentlich gut für mich?"
Wir alle haben diese Leute in unserem Leben. Manchmal sind es alte Schulfreunde, mit denen man sich aus Gewohnheit trifft. Manchmal sind es Familienmitglieder, die man nicht einfach so "abwählen" kann. Und manchmal sind es sogar Partner, bei denen man sich fragt: "Wie bin ich eigentlich hier gelandet?"
Die Kunst des Ausmistens
Ich nenne es liebevoll "den zwischenmenschlichen Frühjahrsputz". Wir räumen unsere Wohnungen auf, werfen alte Klamotten weg, sortieren unsere Fotos... aber unsere Beziehungen? Die schleppen wir oft jahrelang mit uns rum, wie eine alte, unbequeme Matratze. Dabei wäre es so befreiend, mal ordentlich auszumisten!
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Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Man hat ja eine gemeinsame Vergangenheit, man will niemanden verletzen, man hat Angst, allein dazustehen. Aber mal ehrlich: Was bringt es dir, wenn du dich in Gesellschaft anderer ständig schlecht fühlst? Ist es wirklich Freundschaft, wenn du dich verstellen musst, um dazuzugehören?
Ich erinnere mich da an eine Freundin, nennen wir sie mal Sabine. Sabine war immer für alle da. Wenn jemand ein Problem hatte, sprang sie sofort ein. Aber wenn Sabine mal Hilfe brauchte, war plötzlich keiner da. Und wenn sie mal "Nein" sagte, gab's gleich schlechte Stimmung. Sabine hat sich jahrelang ausnutzen lassen, weil sie dachte, sie müsste es allen recht machen. Irgendwann hat sie dann den Mut gefasst, sich von einigen dieser "Freunde" zu distanzieren. Und was passierte? Sie blühte auf! Plötzlich hatte sie Zeit für sich, für ihre Hobbys, für echte Freunde, die sie wirklich schätzten.

"Es ist nicht egoistisch, sich selbst zu priorisieren. Es ist notwendig."
Das ist ein Satz, den man sich wirklich einprägen sollte. Wir neigen dazu, uns selbst immer hintenanzustellen. Aber wenn wir uns nicht um uns selbst kümmern, können wir uns auch nicht um andere kümmern. Und ganz ehrlich: Niemandem ist geholfen, wenn wir unglücklich und ausgebrannt sind.

Die Suche nach den Energietankstellen
Also, wie findest du heraus, wer dir guttut und wer nicht? Ganz einfach: Achte auf deine Gefühle! Fühlst du dich nach einem Treffen mit Person A energiegeladen und inspiriert? Oder eher leer und ausgelaugt? Strahlt Person B positive Energie aus oder zieht sie dich eher runter? Das sind wichtige Indikatoren.
Natürlich gibt es auch mal schwierige Phasen in Freundschaften. Aber wenn sich das Gefühl, nicht gut genug zu sein, ständig wiederholt, dann ist es Zeit, die Reißleine zu ziehen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht guttun. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke und Selbstliebe.

Stell dir vor, dein Leben ist ein Garten. Manche Menschen sind wie Blumen, die du gießt und die dir Freude bringen. Andere sind wie Unkraut, das du regelmäßig jäten musst, damit es nicht alles überwuchert. Und manche sind einfach nur Steine, die im Weg liegen. Welche von diesen möchtest du in deinem Garten behalten?
Also, nimm dir mal einen Moment Zeit und denk darüber nach. Wer in deinem Leben bringt dich zum Lachen? Wer unterstützt dich? Wer hört dir zu? Und wer zieht dich runter? Die Antwort wird dich vielleicht überraschen. Und vielleicht ist es ja auch Zeit für einen kleinen, zwischenmenschlichen Frühjahrsputz. Du wirst es nicht bereuen!
