Mein Psychologe Will Mich In Die Anstalt Einweisen

Okay, lasst uns ehrlich sein. Jeder von uns hat doch schon mal gedacht: "Boah, manchmal bin ich echt reif für die Insel." Oder, noch besser, "Der Typ neben mir in der U-Bahn sollte dringend 'ne Auszeit nehmen!" Aber wenn dein eigener Psychologe dir sanft, aber bestimmt, vorschlägt, du könntest vielleicht... eine... ähm... "klinische Umgebung" gebrauchen? Tja, dann wird's interessant.
Ich mein, klar, jeder hat so seine Macken. Ich zum Beispiel rede mit meinen Zimmerpflanzen. Sie sind großartige Zuhörer und widersprechen nie. Aber mein Psychologe meint, das sei "nicht zielführend für die soziale Integration". Als ob meine Monstera mich jemals im Stich lassen würde!
Wenn das "Gesprächstherapie" sich wie ein Bewerbungsgespräch für die Klapse anfühlt
Kennt ihr das, wenn ihr beim Psychologen sitzt und das Gefühl habt, ihr seid in einem total schrägen Vorstellungsgespräch? Nur dass die Stelle nicht "Teamleiter Marketing" ist, sondern eher "Bewohnerzimmer mit Aussicht auf den Innenhof"? Die Fragen sind dann auch so formuliert, dass du innerlich schreist: "Sag bloß NICHT, dass du Stimmen hörst! SAG ES EINFACH NICHT!"
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"Haben Sie das Gefühl, die Welt ist gegen Sie?" – Öhm, kommt drauf an. Wenn ich versucht habe, einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden, dann JA, ABSOLUT! Aber sonst so... naja... meistens eher so ein "Die Welt ignoriert mich einfach"-Gefühl. Ist das ein Unterschied? Scheinbar ja.
"Haben Sie manchmal den Drang, anderen zu schaden?" – Na klar! Wenn jemand vor mir im Supermarkt steht und 20 Minuten lang seinen Einkaufszettel studiert, anstatt sich zu entscheiden, ob er Bio-Eier oder Freiland-Eier will! Aber ich tue es ja nicht! Ich starre sie nur böse an und murmele vor mich hin. Ist das schon genug für eine Einweisung? Hoffentlich nicht.

Der feine Grat zwischen "Exzentrisch" und "Braucht Professionelle Hilfe"
Wo zieht man die Grenze? Ist es schon bedenklich, wenn man seine Socken nach Farben sortiert? Oder wenn man jeden Morgen um 5 Uhr aufsteht, um mit dem Rasenmäher ein Herz in den Vorgarten zu schneiden? (Okay, das mit dem Rasenmäher ist vielleicht wirklich ein bisschen drüber...)
Ich glaube, der Punkt ist, dass wir alle unsere kleinen Verrücktheiten haben. Das macht uns ja erst zu dem, was wir sind. Aber wenn diese Verrücktheiten anfangen, unser Leben oder das Leben anderer zu beeinträchtigen, dann wird’s knifflig.

Mein Psychologe hat mir mal gesagt: "Es geht nicht darum, keine Probleme zu haben. Es geht darum, zu lernen, wie man mit ihnen umgeht." Recht hat er ja. Aber eine Einweisung in die Anstalt? Das wäre jetzt nicht gerade mein favorisierter "Umgangsmechanismus".
Was tun, wenn der Psychologe mit dem Finger auf die Klapse zeigt?
Zuerst mal: Tief durchatmen. Panik ist selten ein guter Ratgeber. Zweitens: Reden. Sprecht mit eurem Psychologen darüber, warum er diese Option in Betracht zieht. Stellt Fragen. Fordert Erklärungen. Und drittens: Holt euch eine Zweitmeinung! Es ist immer gut, eine andere Perspektive zu hören.

Wichtig: Ihr habt das Recht, eine Einweisung abzulehnen. Es sei denn, ihr stellt eine akute Gefahr für euch selbst oder andere dar. Aber selbst dann gibt es Möglichkeiten, sich zu wehren.
Am Ende des Tages ist es euer Leben. Und ihr habt das Recht, es so zu leben, wie ihr es für richtig haltet – solange ihr niemandem schadet. Auch nicht euch selbst. Und hey, vielleicht sind wir ja alle ein bisschen verrückt. Aber das ist ja auch das Schöne daran, oder?
Also, Kopf hoch! Vielleicht brauchen wir alle mal eine "Auszeit". Aber ob die in Form eines Yoga-Retreats oder einer psychiatrischen Klinik daherkommt, ist dann doch noch mal eine ganz andere Frage. Und wenn alles andere fehlschlägt, rede einfach mit deinen Zimmerpflanzen. Sie verstehen dich wenigstens. 😉
