Mal Nicht Den Teufel An Die Wand

Kennst du das? Du stehst am Herd, rührst in der Soße und denkst: "Boah, die wird ja perfekt! Genau die richtige Konsistenz, der Duft… das wird der Knaller!" Und schwupps, ist sie versalzen oder brennt an. Genau das ist, was wir im Deutschen mit "Mal nicht den Teufel an die Wand" meinen. Quasi das Universum, das uns für unser Großspurigkeits-Denken bestraft.
Es ist wie mit dem neuen Auto. Du hast es gerade erst abgeholt, glänzend und sauber, und denkst: "Das bleibt jetzt aber lange so!" Und dann… zack! Der erste Vogel hinterlässt seine Visitenkarte, oder ein Einkaufswagen rammt die Tür. Die Murphy’s Law des optimistischen Denkens, sozusagen.
Was bedeutet das genau?
Im Kern geht es darum, nicht zu selbstsicher zu sein oder vom Besten auszugehen, bevor es wirklich in trockenen Tüchern ist. Es ist ein bisschen wie Aberglaube, vermischt mit einer Prise Realismus. Stell dir vor, du erzählst jedem von deiner bevorstehenden Beförderung, obwohl die Unterschrift noch fehlt. Was passiert? Irgendwas geht schief, und plötzlich bekommt sie jemand anderes. "Hab ich's doch gewusst! Hätte ich bloß den Mund gehalten!"
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Denk an das Fußballspiel. Du bist Fan einer Mannschaft, die haushoch führt. In der Halbzeit feierst du schon den sicheren Sieg. Und was passiert? In der zweiten Halbzeit dreht der Gegner auf, und am Ende steht es unentschieden oder deine Mannschaft verliert sogar. Das ist der Teufel an der Wand, der lachend in die Hände klatscht.
Warum machen wir das trotzdem?
Weil wir Menschen Optimisten sind! Wir wollen uns die Dinge schönreden und uns auf das Positive konzentrieren. Ist ja auch nicht verkehrt, solange man nicht komplett die Realität aus den Augen verliert. Ein bisschen gesunde Skepsis schadet nie. Und hey, ein bisschen Vorfreude ist doch auch was Schönes, oder? Nur eben… nicht zu laut.

Ich erinnere mich an eine Situation im Büro. Wir hatten ein riesiges Projekt, das fast fertig war. Mein Kollege, nennen wir ihn mal Markus, posaunte in der ganzen Firma herum, dass wir den größten Erfolg seit Jahren landen würden. Er malte schon die goldene Zukunft aus. Und was passierte? Ein winziges technisches Detail, das er übersehen hatte, brachte das ganze Projekt zum Einsturz. Markus war der Gelächter der ganzen Abteilung.
Wie vermeidet man den Teufel an der Wand?
Die einfachste Lösung ist, einfach mal die Klappe zu halten! Man muss ja nicht gleich zum Miesepeter mutieren, aber ein bisschen Demut ist angesagt. Anstatt zu sagen: "Das schaffe ich locker!", sag lieber: "Ich werde mein Bestes geben."

Oder noch besser: Klopf dreimal auf Holz! (Auch wenn das natürlich nur Aberglaube ist, aber schaden kann es ja nicht, oder?).
Es geht darum, nicht unnötig das Schicksal herauszufordern. Es ist wie mit dem Regenschirm. Wenn du ihn einpackst, regnet es garantiert nicht. Lässt du ihn zu Hause, wirst du pitschnass. Ist doch so, oder?

Also, das nächste Mal, wenn du kurz davor bist, deine Erfolge zu lautstark zu verkünden, denk daran: "Mal nicht den Teufel an die Wand!" Sonst könnte er dir am Ende noch einen Streich spielen. Und wer will das schon?
Ein bisschen Bescheidenheit, ein bisschen Aberglaube und eine Prise Humor – das ist das Rezept, um den Teufel an der Wand in Schach zu halten. Und wenn er doch mal kommt: Nimm es mit Humor! Denn am Ende des Tages ist das Leben viel zu kurz, um sich über versalzene Soßen oder Vogeldreck aufzuregen.
