Okay, Leute, mal ehrlich. Wir müssen reden. Über John Lennon. Und Yoko Ono. Und ihre Musik. Und ja, ich weiß, das ist fast schon heiliges Terrain. Aber ich muss es einfach loswerden. Ich habe da nämlich so eine... naja, sagen wir, eine unpopuläre Meinung.
Ich weiß, ich weiß. John Lennon war ein Genie. Ein Visionär. Ein Friedensapostel. Und natürlich, seine Musik ist Legende. "Imagine," "Strawberry Fields Forever," "Yesterday" (äh, warte mal...). Die Liste ist endlos. Absolut. Keine Frage.
Aber die Sache mit Yoko Ono... Tja. Da wird es kompliziert. Und hier kommt meine unpopuläre Meinung ins Spiel: War sie musikalisch... eine Bereicherung? Ich bin mir da nicht so sicher.
Klar, Kunst muss nicht immer schön sein. Sie darf provozieren. Sie darf weh tun. Sie darf uns herausfordern. Yoko Ono's Kunst tut das definitiv. Sie ist Avantgarde durch und durch. Respekt dafür.
Aber manchmal, wenn ich ihre Musik höre (oder das, was ich als Musik interpretiere), frage ich mich, ob da nicht vielleicht ein bisschen viel "Avantgarde" und ein bisschen wenig "Musik" im Spiel ist. Versteht ihr, was ich meine? Das ist, als würde man versuchen, ein Dessert aus reiner Chili zu backen. Interessant? Ja. Lecker? Eher... nicht.
Yoko Ono John Lennon
Und ich weiß, ich werde jetzt von allen Seiten gesteinigt. "Du verstehst es nicht! Es ist tiefer als das! Es ist ein Ausdruck von Schmerz und Befreiung!" Ja, vielleicht. Aber mein armer kleiner Ottonormalverbraucher-Geist findet das Ganze eher... anstrengend.
"Imagine all the people, living life in peace... außer, wenn sie versuchen, Yoko Ono zu hören." (Okay, den Witz habe ich mir gerade ausgedacht. Aber ihr wisst, was ich meine.)
John Lennon And Yoko Ono Son
Die Sache mit dem Einfluss
Und dann ist da noch die Sache mit dem Einfluss. Hat Yoko OnoJohn Lennon positiv beeinflusst? Musikalisch? Ich bin ehrlich: Ich weiß es nicht. Vielleicht hat sie ihn dazu gebracht, aus seiner Komfortzone auszubrechen. Vielleicht hat sie ihm neue kreative Wege gezeigt. Vielleicht war sie seine Muse. Alles möglich.
Aber es gibt da diese kleinen Stimmen in meinem Kopf, die sich fragen: Hätte John Lennon vielleicht noch ein paar mehr "Imagine"-artige Hits gelandet, wenn er sich etwas weniger mit den avantgardistischen Klängen beschäftigt hätte? Ich sage nicht, dass es so ist. Ich frage nur.
John lennon yoko ono -Fotos und -Bildmaterial in hoher Auflösung – Alamy
Und ich weiß, dass es unfair ist, Yoko Ono für alles verantwortlich zu machen. Sie war sie selbst. Sie hat ihre Kunst gemacht. Und John Lennon hat sie geliebt. Und das ist alles, was zählt, oder?
Frieden, Liebe und... Noise-Musik?
Also, was ist die Moral von der Geschicht'? Wahrscheinlich, dass Kunst subjektiv ist. Und dass Geschmäcker verschieden sind. Und dass ich vielleicht einfach nicht genug Avantgarde in meinem Leben habe.
Yoko Ono John Lennon
Vielleicht brauche ich einfach nur ein bisschen mehr Yoko Ono-Musik, um "es" wirklich zu verstehen. Vielleicht werde ich eines Tages ein erleuchteter Mensch sein, der die Schönheit in den kakophonischen Klängen findet. Vielleicht auch nicht. Aber hey, man soll ja niemals nie sagen.
Und ja, ich weiß, ich bin ein Kulturbanause. Ein Ignorant. Ein Philister. Aber ich stehe dazu. Ich mag meine Beatles-Songs. Und ich mag meinen Frieden. Und ich mag... naja, vielleicht mag ich Yoko Ono's Kunst irgendwann auch mal. Aber bis dahin, gebe ich zu: Ich zappe lieber um, wenn ihre Musik anfängt. Sorry, Yoko. Peace and Love. Aber bitte, nicht zu laut.