Lessing Gotthold Ephraim Nathan Der Weise

Na, schon mal von Lessing gehört? Nicht der mit den Doris Day Filmen, sondern Gotthold Ephraim Lessing. Klingt erstmal staubtrocken, ich weiß. Aber glaub mir, der Mann hatte es drauf!
Geboren im 18. Jahrhundert, quasi im Zeitalter der Aufklärung. Thinkers and Doers überall. Lessing war einer von denen, die nicht nur dachten, sondern auch mutig ihre Meinung gesagt haben. Und zwar so, dass es auch der letzte Depp verstanden hat (hoffentlich!).
Der Weisheits-Beauftragte
Und was hat der gute Mann so getrieben? Oh, so einiges! Er war Dramatiker, Kritiker, Philosoph – ein echtes Universalgenie. Aber am bekanntesten ist er wahrscheinlich für sein Theaterstück Nathan der Weise.
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Nathan der Weise... Klingt doch schon mal spannender als "Bernd der Buchhalter", oder? Keine Sorge, es geht hier nicht um einen weisen Mann, der im Keller Meditationsübungen macht. Obwohl, ein bisschen weise ist Nathan schon, muss man sagen.
Das Stück spielt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Klingt nach blutigen Schlachten und Intrigen, oder? Ja, ein bisschen davon ist auch dabei. Aber im Kern geht es um was ganz anderes: Toleranz.

Und zwar nicht so eine lahme Toleranz, wo man sagt: "Okay, du darfst deine Meinung haben, solange sie meiner entspricht." Nein, Lessings Toleranz ist radikal. Sie sagt: "Deine Meinung ist genauso wertvoll wie meine, auch wenn ich sie überhaupt nicht verstehe." Krass, oder?
Die drei Hauptfiguren – ein jüdischer Kaufmann (Nathan), ein muslimischer Sultan (Saladin) und ein christlicher Tempelherr – stehen stellvertretend für die drei großen monotheistischen Religionen. Und rate mal, was passiert? Sie fetzen sich nicht! (Na gut, fast nicht...).
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Stattdessen suchen sie nach Gemeinsamkeiten, nach dem, was sie verbindet. Und das, meine Lieben, ist eine ziemlich revolutionäre Idee, vor allem zu Lessings Zeit (und ehrlich gesagt, auch heute noch).
Die Ringparabel: Der Clou des Ganzen
Das Herzstück des Stücks ist die berühmte Ringparabel. Was ist das denn nun schon wieder, fragst du dich? Stell dir vor: Ein Mann hat einen Ring, der magische Kräfte besitzt. Er soll seinem liebsten Sohn vererbt werden. Aber der Mann hat drei Söhne, die er alle gleich liebt. Was tun?
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Ganz einfach: Er lässt zwei weitere Ringe anfertigen, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen. Und so bekommt jeder Sohn einen Ring. Keiner weiß, welcher der echte ist. Und keiner kann es beweisen.
Was will uns Lessing damit sagen? Ganz einfach: Keine Religion hat den alleinigen Anspruch auf die Wahrheit. Keine Religion ist besser oder schlechter als die andere. Es kommt darauf an, wie man sein Leben lebt, ob man Gutes tut und seinen Mitmenschen hilft. Kapito?

Lessing: Ein Rebell mit Köpfchen
Lessing war ein echter Querdenker. Er hat sich nicht gescheut, Autoritäten zu kritisieren, auch wenn es ihm Ärger eingebracht hat. Er hat für die Freiheit des Denkens gekämpft, für die Gleichberechtigung aller Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft.
Und das macht ihn auch heute noch relevant. In einer Welt, die immer komplizierter und polarisierter wird, brauchen wir Leute wie Lessing, die uns daran erinnern, dass Toleranz und Verständigung möglich sind. Und dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen. Oder was meinst du?
Also, wenn du das nächste Mal denkst, Geschichte sei langweilig, denk an Lessing. Denk an Nathan der Weise. Denk an die Ringparabel. Und denk daran, dass ein bisschen Weisheit und Toleranz noch niemandem geschadet hat. Außer vielleicht denjenigen, die von Intoleranz profitieren. Aber das ist eine andere Geschichte...
