Klassische Und Operante Konditionierung

Na, wer kennt das nicht? Du sitzt auf der Couch, Netflix läuft, und plötzlich überkommt dich dieses unbändige Verlangen nach...Schokolade! Woher kommt das denn bitte? Nun, meine Freunde, da sind wir mitten drin in der Welt der klassischen und operanten Konditionierung. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Stell dir vor, es ist wie beim Hundetraining, nur dass du der Hund bist (manchmal zumindest!).
Klassische Konditionierung: Pawlows Sabberattacke und deine Schoki
Klassische Konditionierung, das ist die Geschichte von Pawlows Hund. Klingt nach 'ner alten Anekdote aus dem Bio-Unterricht, aber das Prinzip ist simpel: Pawlow hat seinen Hunden immer Futter gegeben, wenn er eine Glocke geläutet hat. Irgendwann reichte die Glocke alleine, um den Hunden das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen. Sie hatten die Glocke mit Futter assoziiert. Bäääm! Klassische Konditionierung!
Und was hat das mit deiner Schokolade zu tun? Ganz einfach: Vielleicht hast du früher immer Schokolade gegessen, während du einen spannenden Film geguckt hast. Jetzt verbindest du den Film (oder sogar die Couch) mit dem Gefühl der Schokolade. Zack! Sobald der Film anfängt, meldet sich dein Hirn: "Hey, da fehlt doch was! Schokolade, sofort!" Dein Gehirn hat eine Verknüpfung hergestellt. Film = Schokolade = Glücksgefühl. Und deswegen greifst du zur Tafel, ohne groß nachzudenken. Das ist wie der Pawlowsche Hund, nur dass du auf Netflix konditioniert bist. Und mal ehrlich, wer ist das nicht?
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Oder denk an Weihnachten. Der Duft von Zimtsternen und Tannennadeln löst sofort ein wohliges Gefühl aus. Das ist keine Magie, sondern klassische Konditionierung! Du hast diese Düfte mit positiven Erlebnissen aus deiner Kindheit verknüpft.
Operante Konditionierung: Belohnung und Bestrafung im Alltag
Okay, kommen wir zur operanten Konditionierung. Hier geht's um Belohnung und Bestrafung. Stell dir vor, du bringst den Müll raus und deine Mitbewohnerin sagt: "Super, danke!". Du fühlst dich gut und bringst den Müll in Zukunft öfter raus. Das ist positive Verstärkung! Du hast eine Belohnung (das Lob) für dein Verhalten bekommen, und deswegen machst du es wahrscheinlicher, dass du es wieder tust.

Oder andersrum: Du fährst zu schnell und bekommst einen Strafzettel. Autsch! Du wirst in Zukunft wahrscheinlich langsamer fahren (zumindest in der Nähe von Blitzern!). Das ist Bestrafung. Dein Verhalten wurde mit etwas Unangenehmen verknüpft, und deswegen wirst du es seltener zeigen.
Kindererziehung ist voll von operanter Konditionierung. "Wenn du dein Zimmer aufräumst, darfst du länger fernsehen." Das ist eine Belohnung für gutes Verhalten. "Wenn du deine Schwester ärgerst, gibt es Fernsehverbot." Das ist eine Bestrafung für schlechtes Verhalten.

Und was ist mit deinem Job? Wenn du gute Arbeit leistest und eine Gehaltserhöhung bekommst, wirst du wahrscheinlich weiterhin gute Arbeit leisten. Belohnung funktioniert!
Wir sind alle konditioniert!
Also, merk dir: Klassische Konditionierung ist die Verknüpfung von Reizen (Glocke = Futter, Film = Schokolade). Operante Konditionierung ist die Verknüpfung von Verhalten und Konsequenzen (Müll rausbringen = Lob, zu schnell fahren = Strafzettel). Beide Formen der Konditionierung beeinflussen unser Verhalten ständig, oft ohne dass wir es überhaupt merken.
Das nächste Mal, wenn du dich also dabei erwischst, wie du unkontrolliert zur Schokolade greifst, oder dich fragst, warum du immer pünktlich zu Meetings erscheinst, denk daran: Du bist konditioniert! Und das ist völlig normal. Wir sind alle kleine Pawlowsche Hunde und kleine Versuchskaninchen in einem großen, verrückten Experiment namens Leben. Also, entspann dich, genieße deine Schokolade und mach das Beste draus!
