Kann Man Zuviel Vitamin B12 Nehmen

Okay, Leute, mal ehrlich. Sind wir nicht alle ein bisschen Vitamin-B12-überdosiert? Oder zumindest, leben wir nicht in einer Welt, in der uns ständig eingetrichtert wird, dass wir mehr davon brauchen?
B12-Panikmache?
Früher war es Calcium für starke Knochen (trinkt mehr Milch!). Dann kam die Omega-3-Fettsäure-Hysterie (Esst Fisch! Oder Algen! Oder nehmt Kapseln!). Und jetzt? Jetzt ist Vitamin B12 dran. Überall lese ich: "Bist du müde? Vergesslich? Hast du das Gefühl, dein Leben ist nur noch ein Schatten seiner selbst? Dann hast du wahrscheinlich einen B12-Mangel!"
Ich sage: Vielleicht bin ich einfach nur müde, weil ich zu spät ins Bett gegangen bin und mir den neuesten Mist auf Netflix reingezogen habe! Vielleicht bin ich vergesslich, weil ich 40+ bin und mein Gehirn langsam anfängt, unwichtige Dinge zu löschen, um Platz für Wichtigeres zu schaffen (wie zum Beispiel die Namen meiner Lieblings-Influencer).
Must Read
Versteht mich nicht falsch. Ich will Vitamin B12 nicht schlechtreden. Es ist wichtig! Es hilft bei der Zellteilung, unterstützt die Nervenfunktion und trägt zur Bildung roter Blutkörperchen bei. Okay, okay, ich gebe es zu, es ist wichtig. Aber brauchen wir wirklich alle extra?
Die Angst vor dem Mangel
Ich habe das Gefühl, wir leben in einer Gesellschaft, die von der Angst vor Mängeln getrieben ist. Egal was: Wir haben immer zu wenig davon! Zu wenig Schlaf, zu wenig Zeit, zu wenig Geld und – natürlich – zu wenig Vitamin B12.

Und die Pharmaindustrie freut sich. Pillen, Spritzen, Lutschtabletten… das B12-Business boomt. Und ich sitze hier und frage mich, ob ich nicht einfach mal wieder ein gutes Steak essen sollte.
"Aber Moment mal!", höre ich euch schon rufen. "Was ist mit den Veganern? Die kriegen ja gar kein B12!"
Stimmt! Veganer müssen aufpassen. Aber selbst da gibt es genügend Möglichkeiten, den Bedarf zu decken. Angereicherte Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel... Ich glaube, die meisten Veganer sind da eh besser informiert als ich.

Der Körper ist schlau (meistens)
Mein Körper ist eigentlich ganz schlau. Wenn ich wirklich einen Mangel hätte, würde er sich schon melden. Mit seltsamen Gelüsten, unerklärlichen Kopfschmerzen oder dem plötzlichen Drang, den ganzen Tag Katzenvideos zu schauen (okay, das könnte auch einfach nur Montag sein).
Aber im Ernst: Wenn ihr euch wirklich Sorgen macht, lasst euch von eurem Arzt checken. Eine Blutuntersuchung bringt Klarheit. Und dann könnt ihr immer noch entscheiden, ob ihr wirklich zusätzliche Vitamin B12 braucht.

Ich persönlich werde erst mal weiter versuchen, mich gesund zu ernähren, ausreichend zu schlafen (ja, ja, ich weiß...) und nicht jedem Hype hinterherzulaufen. Und vielleicht esse ich einfach mal wieder ein Steak. Oder zwei. Nur zur Sicherheit, versteht sich.
Unpopuläre Meinung incoming!
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, wir übertreiben es ein bisschen mit dem Vitamin B12. Wir sind zu fixiert darauf, alles zu optimieren und jeden Mangel zu beheben, dass wir vergessen, einfach mal das Leben zu genießen. Ein bisschen Müdigkeit gehört dazu. Ein bisschen Vergesslichkeit auch. Und wenn es wirklich schlimm wird, dann kann man ja immer noch zum Arzt gehen. Aber bitte, lasst uns nicht alle zu wandelnden B12-Pillen werden.
Also, was meint ihr? Übertreibe ich? Oder bin ich nicht allein mit meiner B12-Skepsis?
