Kann Man Sich Selbst Aus Dem Krankenhaus Entlassen

Stell dir vor, du liegst im Krankenhaus. Das Essen schmeckt nach Pappe, die Matratze quietscht bei jeder Bewegung und die Zimmernachbarin schnarcht wie ein Bär im Winterschlaf. Du fühlst dich eigentlich ganz fit, willst aber einfach nur noch raus. Darf man einfach so abhauen? Kurz gesagt: Ja, grundsätzlich.
Es ist wie beim Hotel. Du checkst ein, du checkst aus. Nur dass beim Krankenhaus noch ein paar Sternchen mehr zu beachten sind. Denn es geht ja schließlich um deine Gesundheit. Stell dir vor, du würdest nach einer Blinddarm-OP einfach sagen: "Ciao Kakao, ich bin dann mal weg!" Nicht so klug, oder?
Der "Ich-bin-dann-mal-weg"-Zettel
Wenn du dich selbst entlassen willst, dann musst du das in der Regel schriftlich festhalten. Das ist quasi dein "Ich-bin-dann-mal-weg"-Zettel. Klingt formell, ist es auch ein bisschen. Denn mit deiner Unterschrift bestätigst du, dass du über die möglichen Risiken aufgeklärt wurdest. Der Arzt wird dir erklären, was passieren könnte, wenn du jetzt schon nach Hause gehst. Stell dir vor, du hast eine fiese Grippe und gehst früher raus. Dann könntest du andere anstecken oder selbst einen Rückfall erleiden. Die Ärzte wollen dich ja nicht ärgern, sondern nur sichergehen, dass es dir gut geht.
Must Read
Denk dran: Deine Unterschrift ist wie ein Vertrag. Du übernimmst die Verantwortung für deine Gesundheit.
Manchmal kommt es auch vor, dass die Ärzte dir von einer vorzeitigen Entlassung dringend abraten. Zum Beispiel, wenn du eine schwere Operation hattest oder eine ansteckende Krankheit hast. In solchen Fällen kann es sein, dass du nicht einfach so gehen darfst. Aber keine Panik, das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Die liebe Familie und das schlechte Gewissen
Oft ist es ja auch so, dass nicht nur du selbst, sondern auch deine Familie ein Wörtchen mitreden will. "Aber Mama, du musst doch noch hierbleiben, die Schwestern kümmern sich doch so gut um dich!" Oder: "Schatz, bist du dir wirklich sicher? Was ist, wenn es dir zu Hause schlechter geht?" Da kann das schlechte Gewissen schon mal ordentlich zwicken. Aber hey, es ist dein Körper und deine Entscheidung. Du kannst dir natürlich den Rat deiner Liebsten anhören, aber am Ende entscheidest du selbst.
Ich erinnere mich an Oma Erna, die nach einer Knie-OP unbedingt nach Hause wollte. Sie meinte, die Krankenhausbetten seien unbequemer als ihre alte Matratze. Und außerdem wollte sie ihren geliebten Garten gießen. Die Ärzte haben ihr zwar davon abgeraten, aber Oma Erna war stur. Sie hat den Zettel unterschrieben und ist ab nach Hause. Und was soll ich sagen? Sie ist im Garten aufgeblüht und das Knie ist auch wieder fit geworden! Vielleicht war es ja genau das, was sie gebraucht hat: frische Luft und ihre geliebten Blumen.

Wenn die Kasse klingelt
Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Kostenfrage. Wenn du dich selbst entlässt, obwohl die Ärzte es nicht empfehlen, kann es sein, dass die Krankenkasse nicht alle Kosten übernimmt. Das ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich. Am besten fragst du vorher bei deiner Kasse nach, um böse Überraschungen zu vermeiden. Denn am Ende sollst du dich ja nicht nur gesund, sondern auch finanziell abgesichert fühlen.
Es ist also alles in allem ein bisschen komplizierter als einfach "Tschüss" zu sagen. Aber wenn du dich gut informierst, mit den Ärzten sprichst und deine Entscheidung gut abwägst, dann steht einer vorzeitigen Entlassung in den meisten Fällen nichts im Wege. Und wer weiß, vielleicht fühlst du dich ja zu Hause viel schneller wieder fit! Denn die eigenen vier Wände sind doch oft die beste Medizin. Und wenn du dann noch eine ordentliche Portion Liebe und Zuwendung von deinen Lieben bekommst, dann steht der Genesung nichts mehr im Weg!
Also, das nächste Mal, wenn du im Krankenhaus liegst und dich fragst, ob du einfach so abhauen darfst, denk daran: Du hast das Recht dazu. Aber handle verantwortungsvoll und höre auf deinen Körper und deinen Verstand. Und vergiss nicht, vorher den "Ich-bin-dann-mal-weg"-Zettel zu unterschreiben!
