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Kabale Und Liebe Lady Milford


Kabale Und Liebe Lady Milford

Okay, mal ehrlich, reden wir über Lady Milford aus Kabale und Liebe. Ich hab da so meine... sagen wir mal... Ansichten. Und vielleicht sind sie nicht super beliebt. Aber hey, dafür sind wir ja hier, oder?

Lady Milford: Mehr als nur 'ne Zicke?

Klar, am Anfang denkt man sich: "Oh Gott, die ist ja furchtbar!" Eine reiche, mächtige Mätresse, die kriegt, was sie will. Und Luise das Leben schwer macht. So weit, so klischeehaft.

Aber wartet mal kurz. Ist sie wirklich nur die böse Stiefmutter im Aschenputtel-Märchen? Ich finde, da steckt mehr dahinter. Viel mehr sogar.

Denkt mal drüber nach. Sie ist Ausländerin in einem komplett fremden Land. Sie wurde vom Herzog hierhergebracht. Quasi "importiert". Sie hat keine Freunde, keine Familie, niemanden, der wirklich auf ihrer Seite ist. Ist doch klar, dass sie sich irgendwie einen Platz erkämpfen muss!

Und ja, sie benutzt ihre Macht. Aber würden wir das nicht alle ein bisschen tun, wenn wir in ihrer Lage wären? Mal ehrlich, wer von uns würde bei einem "All-you-can-eat"-Kuchenbuffet nur ein Stück essen?

Das Goethezeitportal: Schillers Kabale und Liebe in Illustrationen von
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"Ich bin keine Deutsche, und will es nicht seyn."

Dieses Zitat! Es sagt so viel. Sie will gar nicht dazugehören. Sie wurde hier reingezwungen. Und versucht, das Beste draus zu machen. Kann man ihr das wirklich übel nehmen?

Kabale und Liebe - Friedrich von Schiller (1784) - BoekMeter.nl
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Ferdinand: Der wahre Bösewicht?

Und jetzt kommt's: Vielleicht ist Ferdinand, der ach so heldenhafte Liebhaber, das eigentliche Problem! Er will seine Ideale, seine romantische Liebe. Alles schön und gut. Aber er blendet die Realität komplett aus.

Er erwartet, dass Luise sein Idealbild von Weiblichkeit erfüllt. Sanft, demütig, bereit, für ihn zu sterben. Und er erwartet, dass Lady Milford einfach verschwindet. Weil sie nicht in seine Vorstellung von Glück passt. Ist das fair?

Lady Milford hingegen ist ehrlich. Sie weiß, was sie will. Und sie ist bereit, dafür zu kämpfen. Das mag unsympathisch sein. Aber es ist auch verdammt ehrlich. Und in einer Welt voller Intrigen und Lügen ist Ehrlichkeit doch eigentlich was Gutes, oder?

Das Goethezeitportal: Schillers Kabale und Liebe in Illustrationen von
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Klar, sie ist eifersüchtig. Sie will Ferdinand. Aber sie ist auch bereit, ihn gehen zu lassen. Als sie erkennt, dass seine Liebe zu Luise echt ist. Das ist Größe, Leute! Das ist mehr, als man von den meisten Charakteren in diesem Stück behaupten kann.

Unbeliebte Meinung: Ich mag Lady Milford!

Ich weiß, ich weiß. Es ist blasphemisch. Aber ich mag Lady Milford. Sie ist komplex, sie ist fehlerhaft, und sie ist verdammt noch mal menschlich.

Das Goethezeitportal: Schillers Kabale und Liebe in Illustrationen von
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Sie ist keine perfekte Heldin. Aber sie ist auch kein reines Monster. Sie ist eine Frau, die in einer beschissenen Situation das Beste daraus machen will. Und das verdient Respekt, oder?

Vielleicht ist es nur meine eigene kleine Rebellion gegen die allzu simplen Gut-Böse-Schemata. Vielleicht bin ich einfach nur ein Fan von starken Frauenfiguren. Aber ich stehe dazu: Ich finde, Lady Milford ist viel interessanter und sympathischer als viele andere Charaktere in Kabale und Liebe.

Und jetzt bin ich gespannt: Was denkt ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder seht ihr das vielleicht ähnlich?

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