Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt

Okay, Leute, mal ehrlich: Die Goethe-Uni in Frankfurt. Wir reden drüber. Wir alle kennen sie. Aber dürfen wir auch mal sagen, was wir wirklich denken?
Ich meine, klar, Johann Wolfgang von Goethe war ein Genie. Ein Dichterfürst! Ein Rockstar seiner Zeit. Aber ist das wirklich Grund genug, die Uni so zu feiern, als hätte er persönlich jede Vorlesung gehalten? (Spoiler: Hat er nicht.)
Ich sag's ja nur. Manchmal fühlt es sich an, als wäre der Name das halbe Marketing. "Wir sind die Goethe-Uni! Lest Goethe! Seid Goethe!" Ja, ja, ist gut. Wir haben's verstanden. Aber kann ich bitte trotzdem meinen Mathe-Schein kriegen, ohne 'nen Faust-Vergleich zu ziehen?
Must Read
Der Campus: Ein Architektonischer Abenteuerspielplatz
Der Campus ist... sagen wir mal... "interessant". Es gibt den Westend-Campus. Schickimicki, alles piekfein. Da denkt man, man ist versehentlich in 'nem Werbespot für Luxusimmobilien gelandet. Und dann gibt es Bockenheim. Ah, Bockenheim. Eine architektonische Zeitreise. Von den 70ern bis... nun ja, bis heute. Irgendwie.
Ich liebe ja diesen "Lost Place"-Charme. Aber manchmal frage ich mich schon, ob die Architekten sich gegenseitig heimlich Steine in den Bauplan geworfen haben. "Oh, du hast ein Fenster geplant? Ich setz' da 'ne Backsteinmauer hin! HA!"

Und dann die Mensa. Die Mensa ist ein eigenes Ökosystem. Ein Ort, an dem Studenten aus aller Welt zusammenkommen, um... nun ja, um irgendwie satt zu werden. Manchmal. Und um sich über die Schlange zu beschweren. Das gehört dazu.
Die Professoren: Zwischen Genie und... Naja
Die Professoren sind... eine bunte Mischung. Es gibt die Genies. Die, die dich mit ihrem Wissen umhauen. Die, bei denen du denkst: "Wow, ich will auch mal so schlau sein!" Und dann gibt es die anderen. Die, die ihre Folien aus dem letzten Jahrtausend recyceln. Die, die nuscheln, als hätten sie 'nen Marathonlauf hinter sich. Die, bei denen du dich fragst, wie sie eigentlich ihren Job bekommen haben. Aber hey, Diversität ist wichtig! (Auch bei den Dozenten.)

"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen." - Goethe (Wahrscheinlich nicht über verschlafene Studenten in der Montagmorgen-Vorlesung.)
Die Bibliotheken sind super! Wenn man mal einen Platz findet. Und wenn der Drucker gerade nicht streikt. Und wenn man nicht gerade von irgendwelchen Leuten umzingelt ist, die lautstark über ihre WG-Probleme diskutieren. Aber abgesehen davon: Top!
Das Frankfurter Studentenleben: Mehr als nur Apfelwein
Frankfurt ist teuer. Das ist kein Geheimnis. Aber hey, dafür ist die Stadt cool! Es gibt so viele Bars, Kneipen und Clubs. Und natürlich den legendären Apfelwein. Man kann also auch pleite, aber glücklich sein.

Und natürlich die ganzen Museen! Nach 'ner durchzechten Nacht kann man sich dann kulturell weiterbilden. Oder einfach nur 'n Nickerchen machen. (Psst! Nicht verraten!)
Okay, okay, ich will die Goethe-Uni jetzt nicht komplett schlechtreden. Sie hat ja auch ihre guten Seiten. Die Forschung ist top. Die Kontakte, die man knüpfen kann, sind Gold wert. Und man lernt, mit Stress umzugehen. Das ist ja auch was.

Aber ganz ehrlich? Manchmal wünsche ich mir einfach nur einen Campus, der nicht aussieht, als wäre er aus Legosteinen zusammengeklebt. Und 'nen Professor, der mich nicht an den Deutschlehrer meiner Kindheit erinnert. Und 'ne Mensa, in der das Essen nicht nach Pappe schmeckt. Ist das zu viel verlangt?
Ich denke, die Goethe-Uni ist wie Frankfurt selbst: Ein bisschen chaotisch, ein bisschen teuer, ein bisschen... besonders. Aber irgendwie liebenswert. Oder zumindest erträglich. Und hey, vielleicht werde ich ja doch noch ein zweiter Goethe. Wer weiß?
Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss noch 'ne Hausarbeit schreiben. Über irgendwas Goethe-mäßiges. Natürlich.
