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Jason Mit Dem Goldenen Vlies


Jason Mit Dem Goldenen Vlies

Leute, setzt euch, bestellt euch nen Kaffee (oder was Stärkeres, je nachdem, wie euer Tag war), denn ich hab euch ne Story mitgebracht. Eine, die so absurd ist, dass sie eigentlich aus nem Monty Python Film stammen könnte. Es geht um Jason, den Typen, der berühmt wurde, weil er... tja, weil er ein Goldenes Vlies klauen sollte. Ja, ihr habt richtig gehört. Ein goldenes Vlies. Klingt schon mal episch, oder?

Also, die Sache ist die: Jason war eigentlich ein ganz normaler Typ. Okay, vielleicht nicht ganz normal. Sein Onkel, Pelias, hatte seinen Vater vom Thron geputzt. Klassische Familienfehde, ihr kennt das. Jason war also quasi der legitime Thronfolger, der aber lieber im Exil rumchillte, weil er keine Lust auf Ärger hatte. Denkste! Pelias, der alte Fiesling, hatte nämlich Angst vor einem Orakelspruch, der ihm prophezeite, dass er von einem Typen mit nur einem Schuh umgebracht werden würde.

Und wer kommt dann in Iolkos an? Richtig, Jason. Der hatte nämlich auf dem Weg zum Fluss Anauros einen Schuh verloren, weil er einer alten Frau (die eigentlich die Göttin Hera in Verkleidung war, aber pssst!) über den Fluss geholfen hatte. Karma is a... Flussüberquerung? Naja, jedenfalls sah Pelias Jason und dachte sich: "Mist! Das ist er ja! Aber direkt umbringen ist ja auch zu offensichtlich. Ich schick ihn lieber auf ne unmögliche Mission!"

Und hier kommt das Goldene Vlies ins Spiel. Das hing nämlich in Kolchis, einem Land am Schwarzen Meer (das damals wahrscheinlich noch nicht so überfüllt mit Touristen war). Bewacht wurde das Ding von einem Drachen, der niemals schlief. Klingt easy, oder? Nicht.

Die Argonauten: Jasons bunte Truppe

Also, Jason brauchte Hilfe. Und zwar viel Hilfe. Er trommelte eine Crew zusammen, die später als die Argonauten in die Geschichte einging. Das war ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Helden, Halbgöttern und anderen schrägen Vögeln. Darunter:

18. Jason & das Vlies - Sammlung Andreas Ernst
18. Jason & das Vlies - Sammlung Andreas Ernst
  • Herakles (Herkules): Der Typ, der schon 12 unlösbare Aufgaben erledigt hatte. Der war natürlich dabei, weil warum auch nicht?
  • Orpheus: Der legendäre Sänger. Musste auch mit, weil... naja, vielleicht konnte er den Drachen einschläfern? (Spoiler: Hat nicht ganz geklappt).
  • Die Dioskuren (Kastor und Pollux): Zwillingsbrüder, die unheimlich gut im Boxen waren. Braucht man halt auch, wenn man auf Drachenjagd geht.
  • Und viele, viele mehr: Insgesamt waren es wohl so um die 50 Mann. Da war sicher auch der ein oder andere dabei, der einfach nur mitwollte, um mal was zu erleben. So nach dem Motto: "Hauptsache raus hier!"

Die Reise der Argonauten war natürlich voller Abenteuer. Sie kämpften gegen Riesen, Monster und fiese Amazonen. Sie segelten durch stürmische Meere und irrten durch verwunschene Wälder. Kurz gesagt: Urlaub sieht anders aus.

Medea: Die Hexe mit dem Herz (irgendwo)

Aber das Wichtigste passierte in Kolchis. Dort traf Jason auf Medea. Eine Zauberin. Und zwar keine von der harmlosen Sorte, sondern eine, die es faustdick hinter den Ohren hatte. Medea verliebte sich Hals über Kopf in Jason (warum auch immer) und beschloss, ihm zu helfen, das Goldene Vlies zu klauen.

18. Jason & das Vlies - Sammlung Andreas Ernst
18. Jason & das Vlies - Sammlung Andreas Ernst

Medea war der Schlüssel zum Erfolg. Sie braute einen Schlaftrunk für den Drachen, zeigte Jason, wie man ein paar magische Rinder zähmt (ja, auch das kam noch dazu) und half ihm, das Vlies an sich zu nehmen. Klingt romantisch, oder? Naja, wartet ab.

Das Happy End? Nicht wirklich...

Jason, Medea und die Argonauten machten sich mit dem Goldenen Vlies im Gepäck auf den Heimweg. Pelias war natürlich not amused, als Jason mit dem Ding vor seiner Tür stand. Aber Medea hatte da noch ein paar Tricks auf Lager. Sie überredete Pelias' Töchter, ihren Vater zu töten, indem sie ihm vorgaukelte, sie könne ihn mit Magie verjüngen. Tja, Pech gehabt, Pelias.

'Jason mit dem Goldenen Vlies' Statue von W. Beyer (8) | 13. Bezirk
'Jason mit dem Goldenen Vlies' Statue von W. Beyer (8) | 13. Bezirk

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Jason und Medea flohen nach Korinth, wo sie heirateten und Kinder bekamen. Aber Jason war ein Idiot. Er verließ Medea für eine jüngere Prinzessin. Und was macht Medea? Sie bringt die Prinzessin und ihre eigenen Kinder um. Autsch!

Jason starb schließlich einsam und verlassen, erschlagen von einem Stück seines eigenen Schiffes, der Argo. Eine ziemliche ironische Strafe, wenn man bedenkt, dass er sein Leben damit verbrachte, ein goldenes Schafsfell zu stehlen.

Moral von der Geschicht: Klaut keine goldenen Vliese, verlasst keine Zauberinnen und heiratet keine Prinzessinnen. Und wenn doch, dann seid euch bewusst, dass das Leben manchmal so absurd und chaotisch sein kann wie eine griechische Sage. Und denkt dran: Es ist nur eine Geschichte, also nehmt sie nicht zu ernst. Außer vielleicht die Sache mit den Zauberinnen. Die sollte man vielleicht wirklich nicht verärgern.

Splitter Verlag - Comics und Graphic Novels - Mythen der Antike: Jason 18. Jason & das Vlies - Sammlung Andreas Ernst Die wahre Geschichte hinter dem Mythos von Jason und dem Goldenen Vlies

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