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Invitatio Ad Offerendum Bgb


Invitatio Ad Offerendum Bgb

Hey Leute! Habt ihr euch jemals gefragt, wie das eigentlich so läuft, wenn ihr im Schaufenster ein cooles Teil seht und denkt: "Das will ich haben!"? Oder wenn ihr online durch einen Shop scrollt und die perfekte Jacke entdeckt? Oft denken wir, das ist ein Angebot, aber... ist es das wirklich? Tauchen wir mal ein in die Welt des deutschen Zivilrechts und gucken uns das Ganze genauer an. Und zwar mit einem Begriff, der sich erstmal kompliziert anhört: die Invitatio ad offerendum.

Was zur Hölle ist eine Invitatio ad offerendum?

Klingt fancy, oder? Ist aber eigentlich ganz easy. Stell dir vor, du bist auf einem Flohmarkt. Du siehst einen Stand mit lauter alten Schallplatten. Der Verkäufer hat die Platten schön präsentiert, Preise dran geklebt. Ist das jetzt schon ein Angebot, das du sofort annehmen kannst und schwupps, gehört die Platte dir? Nicht ganz! Das, was du da siehst, ist die Invitatio ad offerendum – die Einladung zur Abgabe eines Angebots.

Vereinfacht gesagt: Es ist noch kein verbindliches Angebot, sondern lediglich die Aufforderung an dich, selbst ein Angebot abzugeben. Du sagst also: "Ich biete 10 Euro für die Beatles-Platte." Und erst dann entscheidet der Verkäufer, ob er dein Angebot annimmt oder nicht.

Denk an ein Restaurantmenü. Steht da der Preis für das Wiener Schnitzel? Ja! Ist das schon ein verbindliches Angebot, dass das Restaurant dir das Schnitzel für genau diesen Preis verkaufen muss, sobald du "Ja" sagst? Ebenfalls nicht. Das Menü ist die Invitatio ad offerendum. Du bestellst, gibst also dein Angebot ab, und das Restaurant kann dann "Ja" (wir machen dir das Schnitzel) oder "Nein" (tut uns leid, ist aus) sagen.

Warum ist das wichtig?

Warum ist das alles so wichtig und warum zerbrechen sich Juristen darüber den Kopf? Ganz einfach: Es geht um Verbindlichkeit. Wenn das Ausstellen der Ware schon ein verbindliches Angebot wäre, dann müsste der Verkäufer jeden Kunden bedienen, der den Preis zahlt. Stell dir das mal vor, wenn nur noch ein Smartphone im Laden liegt und 10 Leute gleichzeitig danach greifen!

Invitatio Magazine
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Chaos pur!

Die Invitatio ad offerendum gibt dem Verkäufer also die Freiheit, zu entscheiden, wem er zu welchen Bedingungen etwas verkauft. Das ist besonders wichtig, wenn es um begrenzte Waren geht oder der Verkäufer sich den Kunden aussuchen möchte (z.B. bei einer Wohnungsvermietung).

Invitatio ad offerendum Definition, Erklärung und Beispiel (mit Video)
Invitatio ad offerendum Definition, Erklärung und Beispiel (mit Video)

Wo finden wir die Invitatio ad offerendum im BGB?

Okay, genug Theorie. Wo steht das Ganze denn im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)? Tja, direkt steht da nichts von "Invitatio ad offerendum". Das ist eher ein Rechtsgrundsatz, der sich aus der Auslegung des BGB ergibt, insbesondere aus den Regelungen zum Vertragsschluss (§§ 145 ff. BGB).

Das BGB sagt im Grunde, dass ein Vertrag durch Angebot und Annahme zustande kommt. Aber was ein Angebot ist und was nicht, das muss man im Einzelfall beurteilen. Und genau da kommt die Invitatio ad offerendum ins Spiel.

Angebot • Was ist ein Angebot?, Definition einfach erklärt · [mit Video]
Angebot • Was ist ein Angebot?, Definition einfach erklärt · [mit Video]

Beispiele gefällig?

Hier ein paar Beispiele, um das Ganze noch klarer zu machen:

* Schaufensterauslage: Die ausgestellten Waren mit Preisen sind eine Einladung, ein Angebot abzugeben. * Online-Shop: Auch hier gilt: Die Produkte auf der Website sind keine verbindlichen Angebote. * Zeitungsanzeigen: "Verkaufe gebrauchtes Fahrrad, Preis VB" – ebenfalls eine Einladung zur Angebotsabgabe. * Speisekarten: Haben wir schon besprochen. Lecker Schnitzel, aber noch kein bindendes Angebot.

Was keine Invitatio ad offerendum ist, ist zum Beispiel ein verbindliches Angebot in einem Prospekt, das an alle Haushalte verteilt wird. Hier hat der Anbieter bewusst ein Angebot an eine breite Öffentlichkeit gerichtet.

Studocu 4 - BGB at - Invitatio ad offerendum Ob eine Stellenanzeige im
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Ist das nicht unfair?

Man könnte jetzt denken, dass die Invitatio ad offerendum unfair ist, weil der Verkäufer sich im Nachhinein umentscheiden kann. Aber überleg mal anders: Stell dir vor, du hast online einen supergünstigen Fernseher entdeckt. Du klickst auf "Bestellen" und peng, ist er ausverkauft. Wäre es nicht noch unfairer, wenn der Shop verpflichtet wäre, dir den Fernseher zu liefern, obwohl er ihn gar nicht mehr hat?

Die Invitatio ad offerendum sorgt also für ein gewisses Gleichgewicht und schützt beide Seiten – Käufer und Verkäufer – vor ungewollten Verpflichtungen.

Fazit: Keine Panik, alles halb so wild!

Die Invitatio ad offerendum klingt vielleicht kompliziert, ist aber im Grunde ein ganz normaler Bestandteil unseres Alltags. Es ist die Spielregel, die dafür sorgt, dass der Handel fair und geordnet abläuft. Also, wenn du das nächste Mal im Schaufenster ein tolles Angebot siehst, denk daran: Es ist nur eine Einladung. Aber eine Einladung, die vielleicht zu einem tollen Kauf führen kann! Und jetzt ab zum Flohmarkt und nach der Beatles-Platte suchen!

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