Im Januar Oder In Januar

Okay, Leute, setzt euch, bestellt euch einen Kaffee (oder ein Bier, ich urteile nicht!), denn wir müssen über etwas sprechen, das mich schon seit Jahren verfolgt. Etwas, das so grundlegend für die deutsche Sprache ist, dass man fast schon Angst haben muss, es falsch zu machen. Es geht um… Januar!
Genauer gesagt, es geht um die Frage: Sagen wir im Januar oder in Januar? Die Antwort könnte euer Leben verändern. Naja, vielleicht nicht. Aber zumindest eure Konversationen über den Winter.
Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als ich diesen Fehler das erste Mal gehört habe. Ich saß in einem Café (wie jetzt auch!), und ein Tourist sagte mit strahlenden Augen: "In Januar werde ich Deutschland besuchen!" Ich habe innerlich so stark zusammengezuckt, dass ich fast meinen Kuchen verschluckt hätte! Ich meine, ich bin ja tolerant, aber es gibt Grenzen! (Scherz, natürlich. Aber trotzdem…)
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Der Punkt ist: Es ist immer "im Januar". Niemals, niemals, niemals "in Januar". Das ist wie wenn man Pizza mit Ananas belegt… ein absolutes No-Go!
Warum "im Januar" und nicht "in Januar"?
Das ist, meine Freunde, eine Frage des Kasus. Klingt kompliziert? Keine Sorge, wir machen es einfach. "Januar" ist ein maskulines Nomen (also ein "der"-Wort). Und wenn wir über Zeiträume sprechen – Monate, Jahreszeiten, Tageszeiten – verwenden wir normalerweise die Präposition "in" zusammen mit dem Dativ. Aber hier kommt der Clou: "In" verschmilzt mit dem Dativ-Artikel "dem" zu "im"! Voilà!

Denkt an andere Beispiele: im Sommer, im Herbst, im Winter, im Frühling. Alle diese Jahreszeiten sind entweder maskulin oder neutral im Deutschen, und "in + dem" wird immer zu "im".
Eine kleine Eselsbrücke: Stellt euch vor, der "Januar" ist ein riesiger, bärtiger Mann (warum nicht?). Und ihr wollt in diesen Mann hinein. Aber da er so mächtig ist, verschmilzt ihr mit ihm und werdet zu "im". Okay, vielleicht ist die Eselsbrücke etwas seltsam, aber sie bleibt hängen, oder?

Aber was ist mit "in der" für feminine Nomen?
Gute Frage! Denn natürlich gibt es auch feminine Nomen (also "die"-Wörter), die wir mit "in" verwenden. Zum Beispiel "in der Nacht". Hier verschmilzt "in" nicht mit dem Artikel, weil "der" schon der Dativ-Artikel für feminine Nomen ist. Alles klar?
Also, um es nochmal ganz klar zu sagen: Monate sind fast immer maskulin (oder haben eine maskuline Form), und deswegen sagen wir "im Januar", "im Februar", "im März" und so weiter. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber lasst uns jetzt nicht zu kompliziert werden.

Ein paar lustige Beispiele zur Veranschaulichung
- Falsch: "In Januar werde ich versuchen, meine Neujahrsvorsätze einzuhalten." Richtig: "Im Januar werde ich versuchen, meine Neujahrsvorsätze einzuhalten (und wahrscheinlich nach zwei Tagen scheitern)."
- Falsch: "Ich habe Geburtstag in Januar!" Richtig: "Ich habe Geburtstag im Januar! Bitte bring mir ein großes Stück Kuchen."
- Falsch: "Das Wetter ist kalt in Januar." Richtig: "Das Wetter ist im Januar so kalt, dass sogar die Pinguine eine Jacke tragen."
Merkt euch: Wenn ihr euch unsicher seid, denkt an den riesigen, bärtigen Mann (den "Januar") und daran, dass ihr mit ihm verschmelzt! Oder einfach daran, dass ich euch sonst persönlich besuchen und euch freundlich (aber bestimmt) korrigieren werde. 😉
Es gibt natürlich noch viele weitere Feinheiten in der deutschen Grammatik, die einen zur Verzweiflung treiben können. Aber zumindest haben wir jetzt das "im Januar"-Problem gelöst. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang, oder?

Also, geht raus, sprecht Deutsch und habt keine Angst, Fehler zu machen. Denn selbst wenn ihr "in Januar" sagt, wird euch niemand steinigen (wahrscheinlich nicht). Aber jetzt wisst ihr es besser! Und mit diesem Wissen könnt ihr die Welt erobern. Oder zumindest den nächsten deutschen Bäcker beeindrucken, wenn ihr sagt: "Im Februar hätte ich gerne einen Berliner."
Und denkt dran: Grammatik kann Spaß machen! (Oder zumindest kann man darüber lachen.)
Viel Spaß beim Deutschlernen! Und bis zum nächsten Mal, wenn wir uns mit dem Genitiv auseinandersetzen… schüttel
