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Ihr Naht Euch Wieder Schwankende Gestalten


Ihr Naht Euch Wieder Schwankende Gestalten

Leute, Leute, ich muss euch was erzählen! Sitzt euch bequem hin, bestellt euch 'nen Kaffee (oder 'n Bier, wer bin ich, euch zu verurteilen?), und hört zu. Es geht um... Ihr Naht Euch Wieder Schwankende Gestalten.

Ja, ich weiß, klingt wie 'ne Beschwörungsformel aus 'nem billigen Fantasy-Roman. Aber keine Angst, wir opfern heute keine Jungfrauen (es sei denn, ihr wollt unbedingt eure Kaffeekränzchen-Jungfräulichkeit opfern, dann...nur zu?). Es geht um Musik, genauer gesagt, um 'nen Chor. Und nicht irgendeinen Chor, sondern 'nen Chor, der das Drama quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat. Also, lasst uns in die Tiefen dieses musikalischen Ungetüms eintauchen!

Ihr Naht Euch Wieder Schwankende Gestalten ist der Anfang von Faust II von Johann Wolfgang von Goethe. Und Faust II… seufz… wo soll ich da anfangen? Sagen wir mal so: Wenn Faust I 'ne coole Party war, ist Faust II die After-Party, bei der irgendwann Onkel Günther betrunken anfängt, über Quantenphysik zu dozieren, während Tante Hildegard versucht, ihn mit 'nem Topflappen ruhigzustellen. Es ist… komplex. Es ist… wirr. Aber verdammt, es ist genial!

Was bedeutet das eigentlich?

Die Zeile selbst bedeutet übersetzt ungefähr: "Ihr nähert euch wieder, schwankende Gestalten." Wer sind diese Gestalten? Na, die Geister, die Faust in seiner Melancholie und seinem Weltschmerz herbeiruft. Goethe war ein Fan von Pathos, das kann man wohl sagen.

Stellt euch vor: Faust, der alte Griesgram, sitzt in seinem Studierzimmer und jammert rum, weil er schon alles erlebt hat und trotzdem unglücklich ist. Klingt vertraut? Dann beschließt er, die Geisterwelt zu kontaktieren, weil…naja, warum auch nicht? Und zack, da kommen sie angeschwankt, die Geister! Vermutlich haben sie auch schon 'n paar Gläser Geisterwein intus. Wer weiß?

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten | GERDA KAZAKOU
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten | GERDA KAZAKOU

Warum ist das so berühmt?

Weil Goethe einfach 'n Meister seines Fachs war! Er hat mit dieser Zeile eine Atmosphäre geschaffen, die dich sofort in seinen Bann zieht. Es ist, als würdest du in einen dunklen, verstaubten Raum eintreten, in dem alte Geheimnisse lauern. Und wer steht nicht auf Geheimnisse?

Außerdem hat Goethe es geschafft, in wenigen Worten eine ganze Welt zu erschaffen. "Schwankende Gestalten" – das ist so viel mehr als nur Geister. Das ist die Vergänglichkeit, die Unsicherheit, die Suche nach dem Sinn im Leben. Das ist...äh...ziemlich tiefgründig, oder? Ich brauche dringend noch 'nen Kaffee.

Und was hat das jetzt mit Musik zu tun?

Na, weil clevere Komponisten wie Robert Schumann sich gedacht haben: "Hey, diese Zeilen sind ja mega dramatisch! Das schreit ja geradezu nach 'ner Vertonung!" Und so entstand ein Chorsatz, der Gänsehaut pur ist.

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten | GERDA KAZAKOU
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten | GERDA KAZAKOU

Schumann hat die schwankenden Gestalten musikalisch perfekt eingefangen. Die Melodie ist düster, geheimnisvoll und irgendwie auch ein bisschen unheimlich. Aber gleichzeitig ist sie auch wunderschön. Es ist, als würde man in einen Abgrund blicken, der voller Sterne ist. Poetisch, oder? Ich sollte vielleicht Dichter werden.

Stellt euch vor: Ein riesiger Chor, der diese Zeilen singt, begleitet von einem Orchester, das alle Register zieht. Die Stimmen schwellen an, werden lauter und leiser, und die Musik zieht dich immer tiefer in ihren Bann. Es ist, als würde man eine spirituelle Erfahrung machen. Oder zumindest eine sehr intensive. Vielleicht beides.

Select Midi – Schwankende Gestalten (1990, Vinyl) - Discogs
Select Midi – Schwankende Gestalten (1990, Vinyl) - Discogs

Also, was lernen wir daraus?

Erstens: Goethe war ein Genie (auch wenn er manchmal ein bisschen anstrengend war). Zweitens: Schumann konnte verdammt gute Musik schreiben. Und drittens: "Ihr Naht Euch Wieder Schwankende Gestalten" ist mehr als nur eine Zeile aus einem alten Buch. Es ist ein Stück Kulturgeschichte, ein Meisterwerk der Dichtkunst und ein musikalisches Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Also, wenn ihr das nächste Mal die Gelegenheit habt, eine Aufführung dieses Chorsatzes zu besuchen, dann tut es! Es lohnt sich. Und wer weiß, vielleicht seht ihr ja auch selbst ein paar schwankende Gestalten. Aber keine Angst, die tun nix. Wahrscheinlich wollen die nur 'nen Kaffee klauen.

So, das war's von meiner Seite. Jetzt bin ich aber wirklich reif für 'ne Pause. Und vielleicht für 'ne kleine Geisterbeschwörung. Man weiß ja nie…

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