Ich Fahre Mit Dem Fahrrad

Na, wer von euch kennt das auch? Dieses Gefühl, wenn man sich morgens fragt: Bus oder Fahrrad? Auto oder Fahrrad? Oder vielleicht doch schweben? (Okay, das mit dem Schweben klappt bei mir noch nicht so ganz.) Aber mal ehrlich, das Fahrrad ist oft die beste Wahl, oder?
Die Qual der Wahl (und die Freude danach)
Ich wohne in einer Stadt, in der Radfahren so normal ist wie Brötchen kaufen beim Bäcker. Und trotzdem: Manchmal, gerade wenn der Himmel weint (also regnet) oder der Wind einem ins Gesicht peitscht, überlegt man es sich dreimal. Dann sieht der Bus plötzlich aus wie ein gemütlicher Sessel auf Rädern, und das Auto... naja, wie ein rollendes Wohnzimmer.
Aber dann erinnere ich mich daran, wie ich das letzte Mal im Stau stand und gefühlt schneller gelaufen wäre. Oder wie ich im Bus in eine Achselhöhle gestarrt habe, die dringend ein Deodorant gebrauchen könnte. Nein danke!
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Das Fahrrad ruft! Es steht da, geduldig, wie ein treuer Freund, der sagt: "Komm schon, wir schaffen das! Ist doch nur ein kleiner Hügel!" (Dieser Hügel entpuppt sich dann oft als der Mount Everest der Fahrradwege, aber das ist eine andere Geschichte.)
Der innere Schweinehund und der triumphale Zieleinlauf
Der Anfang ist immer der schwerste. Der innere Schweinehund flüstert einem ins Ohr: "Bleib doch liegen! Es ist doch so gemütlich!" Aber dann, sobald die Pedale sich drehen und man Fahrt aufnimmt, verschwindet der Schweinehund. Er versteckt sich wahrscheinlich unter einer Decke und jammert leise.

Und dann kommt das Gefühl: Der Wind in den Haaren (oder auf der Glatze, je nachdem), die Sonne im Gesicht (wenn sie sich mal blicken lässt), und das Gefühl, etwas für sich und die Umwelt zu tun. Das ist wie eine kleine Superkraft, die man jeden Tag aktivieren kann.
Manchmal überhole ich sogar Autos im Stau! Ja, das ist ein bisschen gemein, aber auch unheimlich befriedigend. Ich stelle mir dann vor, wie die Autofahrer neidisch aus ihren Fenstern schauen und denken: "Hätte ich doch nur mein Fahrrad genommen!" (Wahrscheinlich denken sie eher: "Der Spinner!")
Die kleinen Freuden des Radfahrens
Es sind die kleinen Dinge, die das Radfahren so besonders machen. Zum Beispiel, wenn man an einem Bäcker vorbeifährt und der Duft von frischen Brötchen in die Nase steigt. Oder wenn man eine Abkürzung entdeckt, die man noch nie zuvor gesehen hat. Oder wenn man einfach nur die Natur genießt, auch wenn es nur ein kleiner Park zwischen zwei Hochhäusern ist.

Und dann ist da noch das Gefühl, wenn man endlich angekommen ist. Die Beine sind vielleicht ein bisschen müde, aber der Kopf ist frei und man hat etwas geschafft. Das ist wie ein kleiner persönlicher Triumph.
Das Fahrrad: Mehr als nur ein Fortbewegungsmittel
Für mich ist das Fahrrad mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist ein Stück Freiheit, ein Stück Unabhängigkeit und ein Stück Lebensqualität. Es ist wie ein Ticket für ein kleines Abenteuer, das jeden Tag aufs Neue beginnt.

Klar, es gibt auch Schattenseiten. Platten Reifen, Regen, Wind, Autofahrer, die einen übersehen... Aber all das ist vergessen, wenn man wieder auf dem Sattel sitzt und losfährt.
Also, worauf wartest du noch? Schwing dich auf dein Fahrrad und erlebe dein eigenes kleines Abenteuer! Vielleicht sehen wir uns ja auf dem Radweg! Aber bitte klingeln, wenn du mich überholst!
Und denk dran: Helm auf, Licht an und immer schön vorsichtig fahren! Die Welt ist voller Fahrradwege, die darauf warten, erkundet zu werden. Also los geht's!
