Ich Ertrage Meine Alte Mutter Nicht Mehr

Kennt ihr das? Manchmal, da ist die Mama einfach... zu viel. Nicht im Sinne von "Hilfe, sie hat meinen Job gekündigt und zieht jetzt bei mir ein!", sondern eher so: "Ahhhh, die WhatsApp-Kettenbriefe über die Gefahren von 5G machen mich wahnsinnig!". Ich sag's euch, ich ertrage meine alte Mutter manchmal auch nicht mehr. Und ich wette, ich bin damit nicht allein!
Stellt euch vor, ihr sitzt gemütlich auf der Couch, wollt euren Lieblingsfilm schauen, und plötzlich... klingelt Mama steht vor der Tür. Ungeschminkt, im Jogginganzug, mit einem riesigen Auflauf, der "nur eine Kleinigkeit" ist. Das ist so, als würde man sich auf ein romantisches Dinner bei Kerzenschein freuen und stattdessen ein Mannschaftsessen der lokalen Feuerwehr serviert bekommen.
Wir lieben unsere Mütter, keine Frage. Sie sind der Fels in der Brandung, die Meisterköche der Kindheitserinnerungen und die unangefochtenen Königinnen der Ratschläge. Aber manchmal, oh manchmal, da möchte man sie einfach auf den Mond schießen. Nicht wirklich, natürlich. Aber die Fantasie spielt ja mit.
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Der ewige Kreislauf: Ratschläge und ungefragte Meinungen
Es beginnt harmlos. "Hast du genug gegessen, mein Schatz?" Dann steigert es sich zu: "Dieser Haarschnitt steht dir aber nicht so gut!" und endet schließlich bei: "Warum bist du eigentlich noch Single?". Das ist wie ein Marathon, bei dem man rückwärts und bergauf laufen muss. Und die Ziellinie ist nie in Sicht.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich meiner Mutter von meinem neuen Job erzählt habe. Ich war stolz wie Oskar. Ihre Reaktion? "Ist das auch sicher? Und verdienst du genug? Hast du an deine Rente gedacht?". Danke, Mama. Meine Euphorie ist gerade verpufft wie eine Seifenblase im Wind.

Und dann sind da noch die technischen Geräte. Meine Mutter und Technologie sind wie Feuer und Wasser. Jedes Mal, wenn sie mich anruft, um mir zu erklären, dass ihr Computer "kaputt" ist, weiß ich, dass ich mindestens eine Stunde damit verbringen werde, ihr zu erklären, wie man das WLAN-Passwort eingibt. Das ist, als würde man einem Faultier das Tangotanzen beibringen. Mühsam und frustrierend.
Die WhatsApp-Gruppe: Ein Minenfeld der Weisheiten
Oh, die WhatsApp-Gruppe! Ein endloser Strom von Kettenbriefen, falschen Nachrichten und Fotos von Katzen, die lustige Sachen machen. Manchmal frage ich mich, ob meine Mutter überhaupt weiß, wer diese ganzen Leute sind, die diese Nachrichten schicken. Es ist, als würde man in einem Chatroom mit lauter wildfremden Omas sitzen, die sich gegenseitig die neuesten Verschwörungstheorien erzählen.

Neulich hat sie mir einen Artikel geschickt, in dem stand, dass man von Mikroplastik im Tee unfruchtbar wird. Tee! Ich trinke seit meiner Kindheit Tee! Ich dachte, ich müsste meine Familienplanung überdenken. Bis ich herausgefunden habe, dass die Seite, auf der der Artikel veröffentlicht wurde, auch behauptet, dass die Erde flach ist. Danke, Mama, für den Herzinfarkt.
Was tun, wenn Mama zu viel wird?
Tief durchatmen. Wirklich. Es hilft. Und dann: Grenzen setzen. Sanft, aber bestimmt. Sagt ihr, dass ihr ihre Ratschläge schätzt, aber im Moment einfach euren eigenen Weg gehen müsst. Erklärt ihr, dass ihr nicht jeden Tag Zeit habt, ihr bei technischen Problemen zu helfen. Und schaltet die Benachrichtigungen für die WhatsApp-Gruppe stumm. Das ist, als würde man einen Schutzschild gegen die mütterliche Überdosis errichten.

Und denkt daran: Sie macht das alles nur, weil sie euch liebt. Manchmal eben ein bisschen zu sehr. Aber unter all den Ratschlägen, Kettenbriefen und ungefragten Meinungen steckt eine Mutter, die sich sorgt und euch nur das Beste wünscht. Auch wenn das Beste für euch manchmal bedeutet, dass sie euch einfach mal in Ruhe lässt.
Also, das nächste Mal, wenn eure Mutter euch in den Wahnsinn treibt, denkt daran: Ihr seid nicht allein. Wir alle haben unsere Momente, in denen wir unsere Mütter am liebsten auf den Mond schießen würden. Aber am Ende des Tages sind sie eben doch die Besten. Auch wenn sie uns manchmal zur Weißglut treiben.
