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Herbstgedicht Rilke Herr Es Ist Zeit


Herbstgedicht Rilke Herr Es Ist Zeit

Kennt ihr das Gefühl, wenn die Blätter langsam fallen und die Luft plötzlich so klar und frisch riecht? Wenn man sich nach einem warmen Tee und einer Kuscheldecke sehnt? Genau dieses Gefühl fängt ein Gedicht perfekt ein: "Herbsttag" von Rainer Maria Rilke. Vielleicht denkt ihr jetzt: "Oh nein, Gedichte! Das ist doch was für Intellektuelle und Schulbücher, oder?" Aber keine Sorge, dieses Gedicht ist anders. Es ist wie ein Gespräch mit einem alten Freund, der einem sanft die Schönheit des Vergehens zeigt.

Das Gedicht beginnt mit den berühmten Worten: "Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß." Klingt irgendwie feierlich, oder? Aber stellt euch einfach vor, ihr sitzt mit jemandem zusammen, der das Ende eines tollen Sommers betrachtet. Vielleicht erinnert ihr euch an euren letzten Urlaub, die langen Abende am See, das Eis, das in der Sonne geschmolzen ist. Der Sommer war großartig, aber jetzt spüren wir, dass es weitergeht.

Warum ist das Gedicht so besonders?

Rilke ist ein Meister darin, Gefühle in Worte zu fassen, die jeder versteht. Er benutzt einfache Bilder, die jeder kennt. Zum Beispiel schreibt er: "Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; / gib ihnen noch zwei südlichere Tage, / dränge sie zur Vollendung hin und jage / die letzte Süße in den schweren Wein."

Stellt euch vor, ihr habt einen Apfelbaum im Garten. Ihr beobachtet, wie die Äpfel immer größer und reifer werden. Rilke bittet quasi den "Herrn" (wer auch immer das für euch ist – die Natur, das Schicksal, Gott), den Früchten noch ein bisschen mehr Zeit zu geben, um vollkommen zu werden. Er möchte, dass sie all ihre Süße entfalten, bevor sie geerntet werden. Das ist wie im Leben: Manchmal wünscht man sich, dass die schönen Momente noch ein bisschen länger dauern.

Aber es geht nicht nur um die schönen Momente. Rilke spricht auch vom Abschiednehmen. Er schreibt: "Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. / Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, / wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben / und wird in den Alleen hin und her / unruhig wandern, wenn die Blätter treiben."

Lebenslilie: Download
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Dieser Teil des Gedichts ist etwas melancholischer. Er beschreibt die Einsamkeit, die viele Menschen im Herbst empfinden. Aber auch hier finden wir etwas Tröstliches. Wer allein ist, kann die Zeit nutzen, um zu wachsen, zu lernen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das "unruhige Wandern" in den Alleen, wenn die Blätter fallen, ist ein Bild für die innere Reise, die wir alle irgendwann antreten.

Was können wir daraus lernen?

Rilkes "Herbsttag" ist mehr als nur ein Gedicht über den Herbst. Es ist eine Einladung, die Schönheit des Wandels und des Vergehens zu erkennen. Es erinnert uns daran, dass alles im Leben endlich ist – die guten Zeiten, die schlechten Zeiten, sogar wir selbst. Aber genau das macht das Leben so wertvoll.

HERBST. Rainer Maria Rilke ( ) - ppt letölteni
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Anstatt uns vor dem Ende zu fürchten, können wir lernen, die letzten Früchte zu genießen, bevor sie fallen. Wir können die Wärme der Sonne spüren, bevor sie hinter den Wolken verschwindet. Wir können die Stille des Herbstes nutzen, um in uns zu gehen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Denkt an das Gedicht, wenn ihr das nächste Mal durch einen Park spaziert und die bunten Blätter unter euren Füßen rascheln. Denkt an das Gedicht, wenn ihr einen Kürbis für Halloween schnitzt oder eine heiße Schokolade trinkt, während draußen der Wind pfeift. Denkt an das Gedicht, wenn ihr euch nachdenklich und vielleicht auch ein bisschen traurig fühlt. Es ist okay, traurig zu sein. Es ist okay, Abschied zu nehmen. Aber vergesst nicht, dass auch nach dem Herbst wieder ein Frühling kommt.

Also, warum sollte man sich für Rilkes "Herbsttag" interessieren? Weil es ein Gedicht ist, das uns daran erinnert, das Leben in all seinen Facetten zu schätzen – die Freude, die Trauer, die Vergänglichkeit und die Schönheit des Moments. Und das ist doch etwas, das uns alle betrifft, oder?

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