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Kennen Sie das Gefühl, wenn plötzlich ein unangenehmer Ausschlag auftritt, der juckt und brennt? Vielleicht begleitet von Fieber und einem allgemeinen Unwohlsein? Gerade als Erwachsener denkt man oft: "Das ist doch Kinderkram, das kann mich doch nicht mehr treffen!" Doch was, wenn es sich um die Hand-Fuß-Mund-Krankheit handelt? Eine Krankheit, die eben nicht nur Kinder betrifft.
Viele von uns verbinden die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) mit der Kindheit. Tatsächlich sind Kinder zwischen einem halben und fünf Jahren am häufigsten betroffen. Aber auch Erwachsene können sich infizieren – und die Symptome können durchaus unangenehmer sein als bei den Kleinen.
Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch Enteroviren, meistens Coxsackieviren, verursacht wird. Sie äußert sich typischerweise durch:
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- Bläschen an Händen und Füßen
- Ausschlag im Mundbereich, oft begleitet von Aphthen
- Fieber
- Halsschmerzen
- Appetitlosigkeit
Obwohl die Symptome oft charakteristisch sind, kann die HFMK bei Erwachsenen atypisch verlaufen, was die Diagnose erschwert. Manchmal sind die Bläschen weniger ausgeprägt oder fehlen ganz.
Wie infizieren sich Erwachsene?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel, Nasensekret oder dem Inhalt der Bläschen. Auch eine Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen ist möglich. Besonders gefährdet sind Erwachsene, die:

- Mit kleinen Kindern zusammenleben oder arbeiten (z.B. Eltern, Erzieher)
- Ein geschwächtes Immunsystem haben
- Nicht auf eine gute Händehygiene achten
Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 3 bis 6 Tage. Während dieser Zeit können Betroffene bereits ansteckend sein!
HFMK beim Erwachsenen: Oft heftiger als gedacht!
Während die HFMK bei Kindern meist mild verläuft, berichten viele Erwachsene von stärkeren Symptomen. Das Fieber kann höher sein, die Halsschmerzen quälender und die Bläschen schmerzhafter. Besonders die Aphthen im Mund können das Essen und Trinken zur Qual machen.
Einige Erwachsene entwickeln auch Komplikationen wie:

- Nagelablösung: Einige Wochen nach der Erkrankung können sich Finger- oder Zehennägel ablösen.
- Neurologische Symptome: In seltenen Fällen kann es zu Hirnhautentzündung (Meningitis) oder anderen neurologischen Komplikationen kommen.
Wichtig: Sollten Sie neurologische Symptome wie starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinsstörungen bemerken, suchen Sie umgehend einen Arzt auf!
Was tun, wenn man erkrankt ist?
Leider gibt es keine spezifische Therapie gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern:

- Fiebersenkende Mittel: Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, das Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern.
- Schmerzmittel: Lutschtabletten oder Gurgellösungen mit schmerzlindernden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen können bei Halsschmerzen helfen.
- Mundspülungen: Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee können die Heilung der Aphthen im Mund fördern.
- Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee, um eine Austrocknung zu vermeiden. Besonders bei Schmerzen im Mund kann es schwierig sein, ausreichend zu trinken.
- Weiche Nahrung: Vermeiden Sie scharfe, saure oder heiße Speisen, da diese die Aphthen im Mund zusätzlich reizen können. Bevorzugen Sie weiche, leicht verdauliche Nahrungsmittel.
Wichtig ist vor allem: Ruhe und Schonung! Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu erholen.
Wie kann man sich schützen?
Der beste Schutz vor der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine gute Hygiene:
- Häufiges Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und Wasser, besonders nach dem Kontakt mit Kindern oder potenziell kontaminierten Oberflächen.
- Vermeiden Sie engen Kontakt: Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die an der HFMK erkrankt sind.
- Nicht teilen: Teilen Sie keine Gläser, Besteck oder Handtücher mit anderen.
- Desinfektion: Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken oder Spielzeug.
Besonders wichtig: Wenn Sie selbst erkrankt sind, bleiben Sie zu Hause, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber und vermeiden Sie unnötige Kontakte zu anderen Personen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen komplikationslos. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:
- Bei sehr starken Schmerzen
- Bei hohem Fieber, das länger als drei Tage anhält
- Bei Anzeichen einer Komplikation (z.B. neurologische Symptome)
- Wenn Sie schwanger sind: Eine HFMK während der Schwangerschaft kann in seltenen Fällen zu Komplikationen für das ungeborene Kind führen.
- Wenn Sie ein geschwächtes Immunsystem haben
Ein Arzt kann die Diagnose bestätigen und Ihnen bei der Behandlung der Symptome helfen. Außerdem kann er andere Ursachen für die Beschwerden ausschließen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit mag unangenehm sein, aber mit den richtigen Maßnahmen und einer guten Hygiene können Sie sich schützen und die Symptome lindern. Denken Sie daran: Auch als Erwachsener ist es wichtig, auf die Signale des Körpers zu hören und im Zweifelsfall einen Arzt zu konsultieren.
