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Hand Fuß Mund Krankheit Ansteckung


Hand Fuß Mund Krankheit Ansteckung

Habt ihr schon mal von der Hand-Fuß-Mund-Krankheit gehört? Keine Sorge, der Name klingt schlimmer als sie ist! Aber es ist wichtig, zu wissen, was es ist und wie man sich davor schützen kann, besonders wenn man kleine Geschwister hat oder in die Kita geht. Dieser Artikel erklärt euch alles, was ihr über die Ansteckung mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit wissen müsst. Wir schauen uns an, wie sie übertragen wird, wie lange sie ansteckend ist und was ihr tun könnt, um euch und andere zu schützen. Los geht's!

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit eigentlich?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine sehr verbreitete, aber meist harmlose Infektionskrankheit, die vor allem Kinder unter 10 Jahren betrifft. Sie wird durch Viren verursacht, meistens durch das Coxsackie-Virus A16 oder Enterovirus 71. Keine Panik, auch wenn der Name komisch klingt – sie hat nichts mit der Maul- und Klauenseuche bei Tieren zu tun!

Die typischen Symptome sind:

  • Fieber: Meistens leicht erhöht.
  • Ausschlag: Kleine, rote Pünktchen, die sich zu Bläschen entwickeln können. Sie treten hauptsächlich an den Händen, Füßen und im Mund auf, können aber auch am Po oder an den Genitalien vorkommen.
  • Aphten im Mund: Schmerzhafte Bläschen im Mund, die das Essen und Trinken erschweren können.
  • Halsschmerzen: Oft verbunden mit den Aphten.
  • Appetitlosigkeit: Durch die Schmerzen im Mund haben viele Kinder keinen Hunger.

Manchmal verläuft die Krankheit auch ohne alle diese Symptome oder nur mit sehr milden Beschwerden. Viele Erwachsene, die sich anstecken, bemerken es gar nicht, weil sie keine Symptome haben oder diese sehr leicht sind.

Wie steckt man sich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit an?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist sehr ansteckend. Das bedeutet, dass sie sich leicht von einer Person zur anderen übertragen kann. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch:

  • Tröpfcheninfektion: Beim Husten, Niesen oder Sprechen werden kleine Tröpfchen mit Viren in die Luft geschleudert. Wenn jemand anderes diese Tröpfchen einatmet, kann er sich anstecken.
  • Schmierinfektion: Die Viren sind in den Bläschen, im Speichel, im Stuhl und an Oberflächen vorhanden, die mit diesen Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sind. Wenn man diese Oberflächen berührt und sich dann an den Mund, die Nase oder die Augen fasst, kann man sich anstecken.

Besonders in Kitas und Kindergärten, wo viele Kinder eng zusammen sind, kann sich die Krankheit schnell ausbreiten. Denkt daran, dass die Viren auch auf Spielsachen, Türklinken, Wickeltischen und anderen Gegenständen überleben können.

Ein kleines Beispiel: Stell dir vor, ein Kind mit Hand-Fuß-Mund-Krankheit hustet in die Hand und fasst dann einen Türgriff an. Ein anderes Kind fasst den Türgriff an und steckt sich dann die Finger in den Mund. Schon hat sich das Virus übertragen!

Wann ist man ansteckend?

Das ist eine wichtige Frage! Man ist am ansteckendsten, wenn die Symptome gerade erst beginnen, also kurz bevor der Ausschlag auftritt und in den ersten Tagen danach. Die Viren sind aber auch noch im Stuhl vorhanden, nachdem die Symptome abgeklungen sind – manchmal sogar noch mehrere Wochen lang.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ansteckung & typische Symptome
Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ansteckung & typische Symptome

Das bedeutet:

  • Vor dem Ausbruch der Symptome: Man kann schon ansteckend sein, bevor man überhaupt merkt, dass man krank ist.
  • Während der Krankheit: Die Ansteckungsgefahr ist am höchsten, solange die Bläschen noch da sind und man Fieber hat.
  • Nach dem Abklingen der Symptome: Die Viren können noch einige Wochen im Stuhl ausgeschieden werden, auch wenn man sich schon wieder gesund fühlt.

Deshalb ist es so wichtig, auch nach dem Abklingen der Symptome auf eine gute Hygiene zu achten!

Wie lange dauert die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 3 bis 6 Tage. Die Krankheit selbst dauert meistens 7 bis 10 Tage. Nach dieser Zeit sind die meisten Kinder wieder fit und die Bläschen heilen ab.

Manchmal können sich die Nägel an den Fingern oder Zehen einige Wochen nach der Erkrankung ablösen. Das ist aber in der Regel harmlos und die Nägel wachsen wieder nach.

Was kann man tun, um sich vor der Ansteckung zu schützen?

Vorbeugen ist besser als heilen! Hier sind ein paar Tipps, wie ihr euch und andere vor der Hand-Fuß-Mund-Krankheit schützen könnt:

Hand-Fuß-Mund beim Kind | Mutter Kind Gesundheit
Hand-Fuß-Mund beim Kind | Mutter Kind Gesundheit
  • Hände waschen: Das ist das A und O! Wascht eure Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und Wasser, besonders nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit potenziell kontaminierten Oberflächen. Mindestens 20 Sekunden lang! Singt dabei leise "Happy Birthday" zweimal, dann habt ihr die richtige Zeit.
  • Hände desinfizieren: Wenn ihr unterwegs seid und keine Möglichkeit habt, eure Hände zu waschen, benutzt ein Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis.
  • Kontakt vermeiden: Vermeidet engen Kontakt mit Personen, die an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt sind. Teilt keine Gläser, Besteck oder Handtücher.
  • Oberflächen reinigen: Reinigt und desinfiziert regelmäßig Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken, Spielsachen und Wickeltische.
  • Husten- und Niesetikette: Hustet oder niest in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Kita-Besuch: Wenn euer Kind an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt ist, sollte es zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind und es sich wieder wohlfühlt. So verhindert ihr, dass sich die Krankheit in der Kita ausbreitet.

Gerade in der Kita oder in der Schule ist es wichtig, dass wir alle zusammenarbeiten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Sprecht mit euren Eltern oder Lehrern, wenn ihr euch Sorgen macht oder Fragen habt.

Was tun, wenn man sich angesteckt hat?

Wenn ihr vermutet, dass ihr euch mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit angesteckt habt, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt kann die Diagnose stellen und euch Tipps geben, wie ihr die Symptome lindern könnt.

Es gibt keine spezielle Behandlung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, aber man kann die Beschwerden lindern:

  • Fiebersenkende Mittel: Bei Fieber können fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen helfen.
  • Schmerzlindernde Gels: Gegen die schmerzhaften Aphten im Mund gibt es spezielle Gels, die man auf die betroffenen Stellen auftragen kann.
  • Kühle Getränke und weiche Speisen: Kalte Getränke und weiche Speisen wie Joghurt, Pudding oder Suppe sind leichter zu schlucken und lindern die Schmerzen im Mund. Verzichtet auf säurehaltige oder scharfe Speisen, da diese die Aphten reizen können.
  • Ausreichend trinken: Achtet darauf, dass ihr ausreichend trinkt, um nicht auszutrocknen.
  • Ruhe: Gönnt euch Ruhe und schont euch.

Es ist wichtig, zu betonen, dass Antibiotika bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht helfen, da es sich um eine Viruserkrankung handelt. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien.

Muss man sich Sorgen machen?

In den meisten Fällen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit harmlos und heilt von selbst aus. Allerdings gibt es in seltenen Fällen Komplikationen, wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Hirnentzündung (Enzephalitis). Diese Komplikationen sind aber sehr selten.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ansteckung & typische Symptome
Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ansteckung & typische Symptome

Wichtig: Sucht sofort einen Arzt auf, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Hohes Fieber: Über 39 Grad Celsius.
  • Starke Kopfschmerzen: Die nicht besser werden.
  • Nackensteifigkeit: Schwierigkeiten, den Kopf nach vorne zu beugen.
  • Benommenheit oder Verwirrtheit: Schwierigkeiten, sich zu orientieren oder klar zu denken.
  • Krämpfe: Unkontrollierte Muskelzuckungen.

Diese Symptome könnten auf eine Komplikation hindeuten und müssen umgehend behandelt werden.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen

Auch Erwachsene können sich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit anstecken, obwohl dies seltener vorkommt als bei Kindern. Oftmals verläuft die Krankheit bei Erwachsenen milder oder sogar ohne Symptome. Allerdings können Erwachsene die Krankheit trotzdem weitergeben.

Besonders Schwangere sollten vorsichtig sein, da eine Infektion in seltenen Fällen zu Komplikationen beim ungeborenen Kind führen kann. Wenn ihr schwanger seid und vermutet, dass ihr euch angesteckt habt, solltet ihr unbedingt euren Arzt informieren.

Zusammenfassung und Fazit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine lästige, aber in der Regel harmloses Virusinfektion, die vor allem Kinder betrifft. Sie ist sehr ansteckend und wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Die typischen Symptome sind Fieber, Ausschlag an Händen, Füßen und im Mund sowie Aphten im Mund.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome, Ansteckung & Tipps
Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome, Ansteckung & Tipps

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung sind:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen.
  • Vermeidung von engem Kontakt mit Erkrankten.
  • Reinigung und Desinfektion von Oberflächen.

Wenn ihr euch angesteckt habt, könnt ihr die Symptome mit fiebersenkenden Mitteln, schmerzlindernden Gels, kühlen Getränken und weichen Speisen lindern. Sucht einen Arzt auf, wenn ihr euch unsicher seid oder Komplikationen auftreten.

Denkt daran: Hygiene ist das A und O! Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Ausbreitung der Hand-Fuß-Mund-Krankheit und anderer Infektionen zu verhindern. Bleibt gesund!

Quellen

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf folgenden Quellen:

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden solltet ihr immer einen Arzt aufsuchen.

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