Haare Hinten Lang Vorne Kurz

Erinnert ihr euch an die 80er? Neonfarben, Aerobic-Videos und natürlich: die Frisur. Nein, ich rede nicht von Dauerwelle, obwohl die auch ein Kapitel für sich wäre. Ich meine DAS Ding: Haare hinten lang, vorne kurz. Vokuhila! Ein Name so herrlich uncharmant, dass er schon wieder Kult ist.
Der Vokuhila. Schon allein das Wort! Es klingt wie ein missglücktes Zauberwort aus einem Kinderbuch. Oder vielleicht wie der Name eines kleinen, frechen Waldgeists. Aber im Ernst, diese Frisur hat eine Ära geprägt. Sie war mehr als nur Haare; sie war ein Statement. Ein "Ich pfeif drauf, was ihr denkt"-Statement.
Ich erinnere mich, als wäre es gestern. Mein Cousin, der damals auf dem absoluten Höhepunkt seiner Teenagerjahre war, stolzierte mit einem Prachtexemplar herum. Hinten wallend, vorne ein freches Pony. Er fühlte sich wie David Bowie höchstpersönlich. Meine Tante, seine Mutter, dagegen sah aus, als hätte sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch gestanden. "Das sieht doch aus, als hättest du einen Rasenmäher angegriffen!", schimpfte sie. Mein Cousin, unbeeindruckt, zupfte an seinem Vokuhila und grinste nur.
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Und warum war der Vokuhila so populär? Tja, gute Frage. War es die Rebellion? Die Sehnsucht nach Freiheit? Oder einfach nur der Wunsch, anders zu sein? Wahrscheinlich alles zusammen. Er war die Frisur der Rockstars, der Sportler (ich sage nur MacGyver!), und der ganz normalen Leute, die sich ein bisschen Rockstar-Feeling in ihren Alltag bringen wollten.
Die Rückkehr des Vokuhila?
Lange Zeit galt der Vokuhila als verpönt. Als modische Sünde, die man am liebsten für immer in den Tiefen der 80er begraben wollte. Aber wie so oft in der Mode, alles kommt irgendwann wieder. Und siehe da: Der Vokuhila erlebt ein Comeback!

Okay, vielleicht nicht genau so, wie wir ihn in Erinnerung haben. Die Neuauflage ist etwas subtiler, etwas moderner. Aber die Grundidee ist die gleiche: Vorne kurz, hinten lang. Und plötzlich tragen ihn wieder alle! Models, Influencer, und sogar die schüchterne Bibliothekarin von nebenan (okay, vielleicht nicht, aber die Chance besteht!).
Ich muss zugeben, als ich die ersten Fotos vom "neuen" Vokuhila sah, musste ich schmunzeln. Ein bisschen nostalgisch, ein bisschen amüsiert. Erinnert mich doch alles an meinen Cousin, der sich damals so cool mit seiner Frisur fühlte. Und irgendwie finde ich es toll, dass etwas, das so lange als "No-Go" galt, wieder im Trend liegt. Es zeigt doch, dass Mode eben doch Spaß machen darf.
Ist der Vokuhila etwas für mich?

Ob man den Vokuhila nun liebt oder hasst, eines muss man ihm lassen: Er ist auffällig. Er ist ein Hingucker. Und er ist definitiv nichts für Mauerblümchen. Wer ihn trägt, muss ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen. Oder zumindest den Mut, sich über Konventionen hinwegzusetzen.
Ich persönlich? Ich weiß noch nicht so recht. Ich bin eher der Typ für den klassischen Bob. Aber wer weiß, vielleicht überrasche ich euch ja eines Tages mit einem frechen Vokuhila. Man soll ja niemals nie sagen, oder? Schließlich habe ich auch mal Leggings mit Stulpen getragen… und das war auch keine gute Idee. Aber lustig war es trotzdem.

"Der Vokuhila ist wie ein guter Wein: Er wird mit dem Alter besser… oder zumindest interessanter."
Und ganz ehrlich, vielleicht ist genau das die Botschaft hinter dem Comeback des Vokuhila: Habt Spaß! Seid mutig! Und pfeift drauf, was die anderen denken! Denn am Ende des Tages sind es doch nur Haare. Und die wachsen ja bekanntlich wieder nach. Also, warum nicht einfach mal was Neues ausprobieren?
Vielleicht sehe ich euch ja bald mit einem stolzen Vokuhila durch die Straßen ziehen. Ich würde mich freuen. Denn eines ist sicher: Die Welt braucht mehr Menschen mit Mut zur Frisur.
