Grippaler Infekt Viren Oder Bakterien

Na, kratzt es schon im Hals? Die Nase läuft und der Kopf brummt? Willkommen im Club! Kaum ein Thema ist so allgegenwärtig wie die Erkältung – oder, wie die Deutschen sagen, der grippale Infekt. Aber was steckt eigentlich dahinter? Sind es fiese kleine Viren oder unliebsame Bakterien, die uns da heimsuchen? Keine Sorge, wir bringen Licht ins Dunkel (und vielleicht auch ein Taschentuch).
Warum ist es eigentlich so wichtig zu wissen, wer der Übeltäter ist? Ganz einfach: Weil die Behandlung davon abhängt! Gegen Viren helfen nämlich keine Antibiotika, die nur gegen Bakterien wirken. Wissen ist Macht – und in diesem Fall die Macht, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und sich schnell wieder fit zu fühlen.
Der grippale Infekt, oft fälschlicherweise als Grippe bezeichnet (die "echte" Grippe ist deutlich heftiger!), ist in den allermeisten Fällen ein Werk von Viren. Und zwar von einer ganzen Armee unterschiedlicher Viren! Rhinoviren sind besonders fleißig, aber auch Adenoviren, Coronaviren (ja, die gibt's auch in harmloser Form!) und viele andere können dafür verantwortlich sein, dass wir uns schlapp fühlen. Diese kleinen Biester dringen über die Schleimhäute in unseren Körper ein und vermehren sich dort fleißig. Das Ergebnis: Die typischen Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und leichtes Fieber.
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Bakterien spielen beim grippalen Infekt meist nur eine sekundäre Rolle. Das bedeutet: Sie kommen erst ins Spiel, wenn die Viren bereits das Immunsystem geschwächt haben. Dann können sie sich in den angegriffenen Schleimhäuten ansiedeln und zu einer Superinfektion führen. Das kann sich zum Beispiel in einer eitrigen Nasennebenhöhlenentzündung oder einer bakteriellen Bronchitis äußern. Ein deutliches Zeichen für eine bakterielle Infektion ist oft, wenn das Nasensekret oder der Auswurf grünlich-gelb wird.
Was bedeutet das für uns? Zunächst einmal: Ruhe bewahren! Ein grippaler Infekt heilt in der Regel von selbst aus. Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, trinken Sie viel (Tee, Brühe) und vermeiden Sie unnötigen Stress. Gegen die Symptome können Sie rezeptfreie Medikamente wie Nasensprays, Schmerzmittel oder Hustensaft einsetzen. Antibiotika sind in den meisten Fällen nicht notwendig und sogar kontraproduktiv, da sie die natürliche Darmflora schädigen und zur Resistenzbildung beitragen können.

Wenn die Symptome jedoch sehr stark sind, länger als eine Woche andauern oder sich sogar verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob es sich um eine bakterielle Superinfektion handelt und gegebenenfalls ein Antibiotikum verschreiben. Außerdem kann er andere Erkrankungen ausschließen, die ähnliche Symptome verursachen können.
Merke: Der grippale Infekt wird meistens von Viren verursacht. Bakterien sind eher die ungebetenen Gäste, die sich dazugesellen, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist. Mit Ruhe, den richtigen Hausmitteln und im Zweifelsfall einem Arztbesuch kommen Sie aber gut durch die Erkältungszeit.
