Geruchssinn Verloren Erkältung Was Tun

Oh, die Erkältung. Diese allseits beliebte, aber nie willkommene Besucher, die sich gerne in unseren Nasen und Köpfen breitmachen. Aber was passiert, wenn sie nicht nur Niesen und Husten mitbringt, sondern auch noch den Geruchssinn klaut? Plötzlich ist das Leben…nun ja, etwas geruchlos.
Wenn der Kaffee nur noch heißes Wasser ist
Stell dir vor: Du stehst morgens auf, voller Vorfreude auf den Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Aber nichts. Nada. Dein Kaffee riecht…nach nichts. Er schmeckt vielleicht noch ein bisschen, aber das volle, aromatische Erlebnis ist weg. Und das ist nur der Anfang. Das frisch gebackene Brot, die Rosen im Garten, das Lieblingsparfüm – alles verliert seinen Reiz, weil der Duft fehlt. Es ist, als würde man die Welt in Schwarzweiß sehen.
Ich erinnere mich an eine Freundin, nennen wir sie Lena, die während einer besonders fiesen Erkältung ihren Geruchssinn komplett verlor. Sie beschrieb es als "Leben in einer luftdichten Blase". Sie konnte zwar noch schmecken, ob etwas süß, sauer, salzig oder bitter war, aber die feinen Nuancen, die das Essen so aufregend machen, waren verschwunden. Sie aß einen ganzen Teller voller Himbeeren und konnte nur sagen: "Süß." Arme Himbeeren!
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Die Detektivarbeit beginnt
Was also tun, wenn die Erkältung deinen Geruchssinn entführt hat? Zuerst einmal: Keine Panik! In den meisten Fällen kommt er von selbst wieder zurück, sobald die Erkältung abklingt. Aber es gibt ein paar Tricks, die man ausprobieren kann, um die olfaktorischen Neuronen wieder auf Trab zu bringen.
Viele schwören auf das sogenannte Riechtraining. Dabei schnuppert man mehrmals täglich an verschiedenen stark riechenden Substanzen, wie zum Beispiel Zitronenschale, Nelken, Eukalyptusöl und Rosenöl. Das Ziel ist, die Geruchsnerven zu stimulieren und die Verbindung zum Gehirn wiederherzustellen. Es klingt ein bisschen nach Esoterik, aber viele Studien haben gezeigt, dass es tatsächlich helfen kann.

"Ich fühlte mich wie ein Hund, der an allem schnüffelt", erzählte Lena lachend, "aber es hat geholfen! Langsam kamen die Düfte zurück, erst ganz schwach, dann immer stärker."
Humor als Medizin
Und wenn alles nichts hilft? Dann hilft Humor! Denn mal ehrlich, es gibt auch lustige Seiten an der Sache. Man kann zum Beispiel völlig ungeniert stinkenden Käse essen, ohne ihn zu riechen. Oder die Wäsche in der Maschine vergessen und erst Tage später entdecken, ohne dass es einem auffällt. (Okay, vielleicht nicht unbedingt lustig, aber zumindest eine Geschichte, die man später erzählen kann.)
Lena erzählte, dass sie, als sie ihren Geruchssinn verloren hatte, aus Versehen eine ganze Tube Wasabi auf ein Stück Sushi getan hatte. Normalerweise hätte sie das sofort gemerkt, aber ohne Geruchssinn… Nun ja, das Ergebnis war, gelinde gesagt, "explosiv". Sie lachte noch lange darüber.

Die Wertschätzung für das Riechen
Das vielleicht Wichtigste, was man aus dieser Erfahrung mitnehmen kann, ist die Wertschätzung für den Geruchssinn. Wir nehmen ihn oft als selbstverständlich hin, aber er ist so wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Erinnerungen und für unser Geschmackserlebnis. Erst wenn er weg ist, merken wir, wie viel er uns bedeutet.
Also, wenn du das nächste Mal erkältet bist und dein Geruchssinn sich verabschiedet, denk daran: Es ist nur vorübergehend. Und nutze die Zeit, um die Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Und vielleicht, nur vielleicht, entdeckst du ja sogar eine neue Liebe für stinkenden Käse.
Und ganz wichtig: Gute Besserung!
