Gehe Ich Recht In Der Annahme Dass

Kennst du das? Du stehst im Supermarkt vor dem Joghurtregal. 27 verschiedene Sorten. Du hast dich für eine entschieden, aber eine winzige, nagende Stimme in deinem Kopf flüstert: "Gehe ich recht in der Annahme, dass der Erdbeerjoghurt von Marke 'Super Lecker' wirklich super lecker ist, oder werde ich bitter enttäuscht?"
Diese Frage, liebe Freunde, diese Frage ist der rote Faden unseres heutigen kleinen Gedankenspiels. Denn "Gehe ich recht in der Annahme dass..." ist im Grunde genommen nichts anderes als die sprachliche Version von "Bin ich auf dem Holzweg?" oder "Hab ich da was falsch verstanden?"
Stell dir vor, du bist im Wohnzimmer deiner Oma. Sie serviert dir einen Kuchen. Ein Kuchen, der aussieht, als hätte er schon die Schlacht von Waterloo miterlebt. Und sie fragt dich mit strahlenden Augen: "Gehe ich recht in der Annahme, dass dir dieser Kuchen schmecken wird, mein Schatz?" Was antwortest du? (Außerhalb der Reichweite deiner Oma natürlich!).
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Die Psychologie hinter der Annahme
Warum fragen wir überhaupt "Gehe ich recht in der Annahme dass..."? Dahinter steckt oft ein tief verwurzelter Wunsch nach Bestätigung. Wir wollen sichergehen, dass unsere Interpretation einer Situation, eines Sachverhalts, einer Aussage, richtig ist. Wir wollen verhindern, dass wir uns lächerlich machen, falsch liegen oder – schlimmer noch – Missverständnisse verursachen.
Es ist wie beim Scrabble spielen: Du legst ein Wort und fragst dann vorsichtig: "Gehe ich recht in der Annahme, dass 'Qwertz' wirklich ein valides Wort ist?" (Spoiler: Wahrscheinlich nicht). Du hoffst, dass dein Mitspieler nickt und dir nicht lachend erklärt, dass du gerade eine Fantasiesprache erfunden hast.

Und manchmal, ganz ehrlich, benutzen wir diese Formulierung auch, um uns selbst abzusichern. Um ein bisschen Verantwortung abzugeben. Wenn der Kuchen deiner Oma dann doch nach Mottenkugeln schmeckt, kannst du immerhin sagen: "Ich habe doch gefragt, ob er schmeckt! Ich bin nicht schuld, wenn er nicht schmeckt!" (Bitte sag das trotzdem nicht zu deiner Oma).
Alltagssituationen, die wir alle kennen
Wo begegnet uns "Gehe ich recht in der Annahme dass..." noch überall? Überall!

- Im Büro: "Gehe ich recht in der Annahme, dass die Deadline für den Bericht morgen ist?" (Panik!).
- Beim Date: "Gehe ich recht in der Annahme, dass du auch 'Star Wars' magst?" (Ausschlaggebend für die Fortsetzung des Dates!).
- Beim Autofahren: "Gehe ich recht in der Annahme, dass der Blinker des anderen Autos wirklich bedeutet, dass er abbiegen will?" (Lebenswichtig!).
Die Pointe ist: Diese Frage ist allgegenwärtig. Sie ist ein Spiegelbild unserer menschlichen Natur. Wir sind soziale Wesen, die nach Zugehörigkeit und Verständnis streben. Wir wollen dazugehören, wir wollen richtig liegen, und wir wollen nicht, dass uns jemand auslacht.
Was tun, wenn die Annahme falsch ist?
Kein Problem! Das Leben ist kein Test. Fehler sind menschlich. Wenn sich herausstellt, dass dein Erdbeerjoghurt doch nicht super lecker ist, wirf ihn nicht gleich in den Müll. Gib ihn deinem Hund (nur ein Witz!). Oder lerne daraus für das nächste Mal. Und wenn deine Oma dich fragt, ob dir der Kuchen schmeckt, dann lächle und sag: "Er ist...interessant!" (Diplomatie ist alles!).

Denn am Ende des Tages ist es völlig okay, wenn wir mal daneben liegen. Es ist okay, wenn unsere Annahmen falsch sind. Wichtig ist nur, dass wir daraus lernen, dass wir uns nicht selbst zu ernst nehmen und dass wir über unsere kleinen Missgeschicke lachen können.
Also, geh ich recht in der Annahme, dass dir dieser Artikel gefallen hat? 😉
