Gedichtinterpretation Klasse 9 Klassenarbeit Mit Lösung Liebeslyrik
Mike Johnson
Okay, Leute, Hand aufs Herz: Wer von euch hat schon mal bei einer Gedichtinterpretation in der 9. Klasse innerlich die Augen verdreht? Besonders, wenn's um Liebeslyrik geht? Ich bekenne mich schuldig! Da sitzen wir, 14 oder 15, und sollen rausfinden, was irgendein Dichter vor 200 Jahren beim Anblick einer Rose oder einer zickigen Angebeteten gefühlt hat.
Die Qual der Wahl (und der Interpretation)
Ich meine, hallo? Wir haben ganz andere Probleme. Wer hat wem auf Insta entfolgt? Warum antwortet Tim nicht auf meine Nachricht? Und was soll ich bloß zum Schulfest anziehen? Die Liebesnöte von Goethe und Schiller sind da irgendwie... irrelevant.
Und dann kommt die Klassenarbeit. "Analysiere und interpretiere das Gedicht..." Als ob die Dichter damals beim Schreiben dachten: "Hach, das wird aber eine tolle Klassenarbeit für zukünftige Generationen! Ich baue mal ein paar versteckte Symbole ein, damit die Schüler schön knobeln können." Ich glaube eher, die hatten einfach Liebeskummer oder Langeweile.
Die Lösung, die uns dann präsentiert wird, ist meistens auch... speziell. Plötzlich wird jede Metapher zur tiefgründigen Aussage über die menschliche Existenz. Die Rose steht natürlich für die Vergänglichkeit der Schönheit und der Schmerz des Verlusts! Ja, klar. Vielleicht war's einfach nur 'ne Rose, okay?
Mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal in der Klassenarbeit irgendwas reingeschrieben, von dem man selbst keine Ahnung hatte, in der Hoffnung, dass der Lehrer es als "tiefgründig" interpretiert?
Ich finde ja, wir sollten Gedichte einfach so nehmen, wie sie sind. Wenn uns die Sprache gefällt, super. Wenn wir uns darin wiederfinden, noch besser. Aber dieses zwanghafte "Was wollte der Dichter uns damit sagen?" ist doch oft Kaffeesatzleserei. Und das vor allem, wenn es um Liebeslyrik geht. Gerade in der 9. Klasse!
Nehmen wir mal ein Beispiel: "Deine Augen sind wie Sterne." Okay, ist ein bisschen kitschig, aber verständlich. Die Augen der Angebeteten sind halt hell und funkelnd. Aber nein, laut Interpretation bedeutet das: "Die Augen der Angebeteten sind Fenster zur Unendlichkeit des Universums und spiegeln die kosmische Ordnung wider!" Ähm... ja, nee, is klar.
Klassenarbeit Gedichtinterpretation Klassenarbeiten G - vrogue.co
Ich behaupte ja, die meisten Dichter hätten selbst keine Ahnung, was wir alles in ihre Werke hineininterpretieren. Die würden sich wahrscheinlich vor Lachen auf dem Boden wälzen, wenn sie unsere Klassenarbeiten lesen würden.
Unpopuläre Meinung: Ehrlichkeit zählt!
Meine unpopuläre Meinung: Es wäre viel ehrlicher, wenn wir in der Gedichtinterpretation einfach schreiben dürften, was wir wirklich denken. "Das Gedicht finde ich doof, weil es sich reimt wie ein Kochrezept." Oder: "Ich verstehe das Gedicht nicht, weil der Dichter anscheinend einen Sprachkurs bei Yoda belegt hat."
Klassenarbeiten und Tests zur Gedichtinterpretation
Natürlich würde das nicht die beste Note geben, aber es wäre wenigstens ehrlich. Und vielleicht würde es ja sogar den ein oder anderen Lehrer zum Nachdenken anregen. Vielleicht sollten wir Gedichte einfach mal Gedichte sein lassen und uns nicht so viel Mühe geben, etwas hineinzuinterpretieren, was gar nicht da ist.
Also, das nächste Mal, wenn ihr vor einem Gedicht über die Liebe sitzt, atmet tief durch und versucht, es einfach zu genießen – oder eben nicht. Und wenn die Klassenarbeit kommt, denkt daran: Manchmal ist eine Rose einfach nur eine Rose. Und manchmal ist Liebeslyrik in der 9. Klasse einfach nur... anstrengend.
Und wenn alles nichts hilft: Sucht euch die Lösung online und schreibt sie ab. (Kleiner Scherz! Nicht machen, Kinder!)