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Gedicht Weihnachten Joseph Von Eichendorff


Gedicht Weihnachten Joseph Von Eichendorff

Kennt ihr das? Man stöbert auf dem Dachboden, zwischen alten Weihnachtskugeln und verstaubten Lichterketten, und plötzlich fällt einem ein zerknittertes Heftchen in die Hände. Gedichte! Und nicht irgendwelche, sondern… Weihnachtsgedichte. Meine Oma hatte eine Schwäche dafür. Jedes Jahr, Punkt 24. Dezember, wurde aus irgendeiner Schublade ein Band mit feierlichen Texten gezaubert. Und dann hieß es: Zuhören! Dieses Jahr hab ich’s selbst in die Hand genommen. Auf der Suche nach den Klassikern bin ich über ein ganz bestimmtes Gedicht gestolpert: Joseph von Eichendorffs "Weihnachten". Klingt erstmal nach Deutschunterricht, ich weiß. Aber bleibt dran, es lohnt sich!

Eichendorff, der Romantiker und Weihnachten?

Joseph von Eichendorff war so ein richtiger Romantiker. Ihr wisst schon: Sehnsucht nach der Natur, Mittelalter-Fantasien, und überhaupt alles, was irgendwie gefühlvoll und ein bisschen verklärt ist. Klingt erstmal nicht unbedingt nach quietschbunter Weihnachtsparty mit blinkenden Lichtern und "Last Christmas" im Dauerschleife, oder? (Psst: Ich geb’s zu, ich mag "Last Christmas"...). Aber gerade weil er so war, hat er ein Weihnachtsgedicht geschrieben, das tiefer geht als der übliche Zuckerguss.

Sein Gedicht "Weihnachten" ist nämlich nicht so ein oberflächliches "Oh, wie schön, die Geschenke sind da"-Gedicht. Sondern eher eine Art Suche nach dem eigentlichen Sinn von Weihnachten. Nach dem, was wirklich wichtig ist. Und das ist bei Eichendorff natürlich… die Stille. Die Besinnlichkeit. Und die innere Einkehr. Also das komplette Gegenteil von dem, was bei vielen von uns am 24. abläuft, wenn wir ehrlich sind. Stress, Geschenkechaos, und Onkel Herbert, der wieder zu tief ins Glas geschaut hat. Aber vielleicht ist das ja gerade der Punkt.

Das Gedicht – Eine kleine Analyse (keine Angst, wird nicht langweilig!)

Das Gedicht selbst ist relativ kurz. (Gott sei Dank, denkt ihr jetzt vielleicht). Es beschreibt, wie sich die Welt um Weihnachten herum verändert. Wie die Menschen stiller werden, wie die Natur zur Ruhe kommt. Und wie in dieser Stille etwas Neues, etwas Besonderes geboren wird. Im übertragenen Sinne natürlich. Es geht nicht nur um das Jesuskind, sondern auch um die Möglichkeit, dass in jedem von uns etwas Neues entstehen kann. Eine neue Hoffnung, ein neuer Anfang. Klingt kitschig? Vielleicht. Aber in der richtigen Dosis kann Kitsch ja auch ganz schön sein. Vor allem an Weihnachten.

Weihnachten von Joseph von Eichendorff - Creativ mit Papier
Weihnachten von Joseph von Eichendorff - Creativ mit Papier

Ein paar Zeilen stechen besonders heraus. Zum Beispiel, wenn Eichendorff von der "heiligen Nacht" spricht. Das ist natürlich ein religiöser Bezug, klar. Aber es geht auch um eine besondere Atmosphäre. Um eine Zeit, in der die Welt irgendwie anders ist. In der die Grenzen zwischen dem Hier und Jetzt und dem Irgendwoanders verschwimmen. In der man plötzlich offen ist für Dinge, die man sonst nicht wahrnimmt.

Was können wir davon mitnehmen?

Eichendorff will uns mit seinem Gedicht keine Moralpredigt halten. (Glaub ich zumindest). Er will uns nur darauf aufmerksam machen, dass Weihnachten mehr ist als nur Konsum und Fressorgie. (Obwohl beides auch nicht schlecht ist, mal ehrlich). Er will uns zeigen, dass es auch um die Stille gehen kann. Um die Zeit mit der Familie (auch wenn Onkel Herbert nervt). Und um die Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist. Und das ist ja eigentlich eine ganz schöne Botschaft, oder?

Gedicht Eichendorff Weihnachten 2025 - Ranna Zsazsa
Gedicht Eichendorff Weihnachten 2025 - Ranna Zsazsa

Also, wenn ihr dieses Jahr mal wieder im Weihnachtsstress versinkt, denkt an Eichendorff. Zündet eine Kerze an, macht den Fernseher aus, und lest das Gedicht. Vielleicht entdeckt ihr ja etwas Neues darin. Oder vielleicht erinnert ihr euch einfach nur daran, dass Weihnachten eigentlich eine ganz besondere Zeit sein kann. Wenn man sie lässt.

Und wenn alles nichts hilft, dann esst einfach ein paar Plätzchen mehr. Das hilft auch manchmal. (Achtung, der Autor übernimmt keine Verantwortung für Gewichtszunahme durch exzessiven Plätzchenkonsum!)

Joseph von Eichendorff und Pe Grigo – Weihnachten – Papillionis liest Deutsches Textarchiv – Eichendorff, Joseph von: Gedichte. Berlin, 1837. Joseph von Eichendorff Weihnachten von Joseph von Eichendorff - Advent Austria

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