Fabeln Das Lamm Und Der Wolf
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Okay, Leute, setzt euch, bestellt euch 'nen Kaffee – oder 'nen doppelten Espresso, wenn ihr so müde seid wie ich – und hört mal zu. Ich erzähl euch was von 'ner Fabel. Genauer gesagt: Die Fabel vom Lamm und dem Wolf. Klingt erstmal nicht so prickelnd, ich weiß. Aber wartet ab, da steckt mehr Zündstoff drin, als ihr denkt! Und keine Sorge, wird nicht staubtrocken. Ich versprech’s!
Die Ausgangslage: Unschuld pur trifft auf Raubtier
Also, wir haben ein Lamm. Stell dir das vor: flauschig, unschuldig, wahrscheinlich singt es leise irgendwelche Kinderlieder vor sich hin. Vermutlich mag es Karotten. Und dann haben wir den Wolf. Der ist das komplette Gegenteil. Nicht flauschig. Wahrscheinlich kein großer Fan von Kinderliedern. Und Karotten? Wohl eher nicht. Der Wolf hat ganz andere kulinarische Präferenzen…
Das Ganze spielt an einem Bach. Ein ganz normaler Bach, nichts Besonderes. Außer dass eben das Lamm und der Wolf beide Durst haben und an diesem Bach trinken wollen. Was natürlich zum Problem führt, denn Wölfe und Lämmer sind selten die besten Freunde. Das ist so wie Öl und Wasser, oder Socken in Sandalen. Einfach keine gute Kombi.
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Der Wolf macht Stress (Überraschung!)
Und wer macht natürlich den Anfang mit dem Stress? Richtig, der Wolf! Er ist ja schließlich der Stärkere, der Frechere, der… nun ja, der Wolf halt. Er sagt ungefähr sowas wie: „Ey Lamm, du versaust mir hier das Wasser! Trinkst du etwa vor mir? Das geht ja mal gar nicht!“
Jetzt kommt der witzige Teil. Das Lamm, das kleine, unschuldige Ding, antwortet ganz brav: „Aber Herr Wolf, ich stehe doch viel unterhalb von Ihnen am Bach. Wie kann ich Ihnen denn das Wasser verschmutzen? Die Logik, bitte!“

Der Wolf ist erstmal baff. Logik? Was ist das? Kann man das essen? Aber er wäre ja kein Wolf, wenn er nicht noch irgendeinen anderen Grund finden würde, um das Lamm zu piesacken. Er kramt also in seinem Wolfsgedächtnis und sagt dann: „Aha! Aber vor sechs Monaten hast du schlecht über mich geredet!“
Das Lamm, sichtlich verwirrt, entgegnet: „Aber Herr Wolf, vor sechs Monaten war ich doch noch gar nicht geboren! Ich bin doch erst ein paar Wochen alt!“
Das bittere Ende
Jetzt kommt der Clou, der zeigt, dass das Ganze eben 'ne Fabel ist und keine nette Gute-Nacht-Geschichte. Der Wolf wird nämlich richtig sauer. Er sagt: „Wenn du es nicht warst, dann war es eben dein Vater!“ Und dann… knurr …frisst er das Lamm. Punkt. Aus. Vorbei.
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Ja, ich weiß, ist nicht gerade kinderfreundlich. Aber so sind Fabeln nun mal. Die sind oft ganz schön brutal. Stell dir das wie das Mittelalter für Kinder vor – nur ohne Burgen und Ritter, dafür mit sprechenden Tieren und noch mehr Ungerechtigkeit.
Die Moral von der Geschicht’ (oder auch: Was wir daraus lernen können)
Okay, okay, was lernen wir jetzt daraus? Was ist die Moral von der Geschicht’? Hier gibt's mehrere Möglichkeiten. Die offensichtlichste: Macht hat Recht. Wer stark ist, kann sich durchsetzen, egal wie unfair das ist. Das ist natürlich keine tolle Botschaft, aber leider oft genug Realität.
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Eine andere Interpretation ist: Gegen Bosheit und Willkür bist du machtlos. Egal wie sehr du dich bemühst, logisch argumentierst oder die Wahrheit sagst, wenn jemand dich fertigmachen will, dann wird er es auch tun. Das ist auch nicht gerade aufbauend, ich weiß. Aber manchmal muss man der Wahrheit ins Auge blicken, auch wenn sie wehtut.
Und jetzt kommt der Überraschungsfakt: Wusstest du, dass diese Fabel schon jahrtausende alt ist? Sie stammt von Äsop, einem griechischen Dichter, der im 6. Jahrhundert vor Christus gelebt haben soll. Also, die Geschichte ist schon so alt, dass sie wahrscheinlich schon Dinosaurier auf dem Gewissen hat! (Okay, das ist jetzt übertrieben, aber ihr wisst, was ich meine.)
Was bleibt also? Eine düstere Geschichte über Ungerechtigkeit, die aber immer noch aktuell ist. Und die Erkenntnis, dass man sich manchmal besser nicht mit Wölfen anlegen sollte. Vor allem nicht, wenn man ein kleines, flauschiges Lamm ist. In diesem Sinne: Passt auf euch auf, lasst euch nicht unterkriegen und bestellt euch noch 'nen Kaffee. Wir haben noch ein paar Fabeln auf Lager!
