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Essen Bei Hand Mund Fuß


Essen Bei Hand Mund Fuß

Hand-Mund-Fuß-Krankheit… allein der Name lässt Eltern zusammenzucken. Ihr Kind ist quengelig, hat Fieber und klagt über Schmerzen im Mund? Und dann entdecken Sie diese kleinen, roten Pünktchen? Keine Panik! Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos. Eine der größten Herausforderungen ist aber: Was darf mein Kind jetzt überhaupt essen?

Ich erinnere mich noch gut an den Anruf meiner Schwester, deren kleine Tochter Lisa an Hand-Mund-Fuß erkrankt war. "Sie verweigert alles! Was soll ich bloß machen?", fragte sie verzweifelt. Genau diese Frage, die sich so viele Eltern stellen, möchte ich in diesem Artikel beantworten. Wir schauen uns an, welche Lebensmittel bei Hand-Mund-Fuß geeignet sind und welche Sie besser vermeiden sollten.

Die Herausforderung: Schmerzen beim Essen

Das Hauptproblem bei Hand-Mund-Fuß sind die schmerzhaften Bläschen im Mund. Diese machen das Essen und Trinken zur Qual. Deshalb ist es wichtig, Lebensmittel auszuwählen, die die gereizten Stellen nicht zusätzlich belasten. Das Ziel ist, die Schmerzen zu lindern und sicherzustellen, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe zu sich nimmt.

Was darf mein Kind essen? Die "Ja"-Liste

Hier eine Liste mit Lebensmitteln, die in der Regel gut vertragen werden:

  • Kalte und weiche Speisen: Eis (am besten Wassereis, da Milcheis Schleim bilden kann), Joghurt (natur), kalter Brei, Smoothies.
  • Pürierte Kost: Kartoffelpüree (ohne Gewürze), Apfelmus, Kürbissuppe.
  • Flüssige Nahrung: Brühe (lauwarm, nicht zu heiß), Tee (ungesüßt, z.B. Kamille oder Salbei, aber Vorsicht bei Säuglingen!).
  • Gekochte, weiche Nudeln: Am besten mit einer milden Soße oder etwas Butter.
  • Avocado: Ist cremig und leicht zu schlucken.

Wichtig ist, dass die Speisen nicht zu heiß sind. Kalte oder lauwarme Speisen wirken oft lindernd.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ist sie für Erwachsene ansteckend? | Apotheken
Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ist sie für Erwachsene ansteckend? | Apotheken

"Bei meiner Tochter hat kalter Joghurt wahre Wunder gewirkt! Er hat nicht nur den Schmerz gelindert, sondern ihr auch geholfen, etwas zu essen." - Eine betroffene Mutter

Was sollte vermieden werden? Die "Nein"-Liste

Bestimmte Lebensmittel können die Schmerzen im Mundraum verschlimmern und sollten daher vermieden werden:

Hand-Fuss-Mund: Symptome und Krankheitsverlauf - Helsana
Hand-Fuss-Mund: Symptome und Krankheitsverlauf - Helsana
  • Saure Lebensmittel: Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Grapefruits), Tomaten.
  • Scharfe Speisen: Alles, was Chili, Pfeffer oder andere scharfe Gewürze enthält.
  • Salzige Speisen: Chips, Salzstangen, stark gewürzte Fertiggerichte.
  • Harte und krümelige Speisen: Brot, Kekse, Zwieback.
  • Fettige Speisen: Frittiertes, stark verarbeitete Lebensmittel.

Diese Lebensmittel können die Entzündung verstärken und das Essen noch unangenehmer machen.

Tipps & Tricks für die Essenszeit

Hier ein paar zusätzliche Tipps, die Ihnen und Ihrem Kind helfen können:

Hand-Fuß-Mund beim Kind | Mutter Kind Gesundheit
Hand-Fuß-Mund beim Kind | Mutter Kind Gesundheit
  • Kleine Portionen: Bieten Sie Ihrem Kind lieber häufiger kleine Portionen an, anstatt zu versuchen, eine große Mahlzeit zu erzwingen.
  • Geduld: Haben Sie Geduld und zwingen Sie Ihr Kind nicht zum Essen. Der Appetit kommt oft langsam zurück.
  • Trinken ist wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, auch wenn es nicht essen möchte. Wasser, Tee oder verdünnte Säfte sind gute Optionen.
  • Ablenkung: Manchmal hilft es, das Kind beim Essen abzulenken, z.B. mit einem Buch oder einem ruhigen Film.
  • Schmerzlinderung: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach schmerzlindernden Mitteln, die speziell für Kinder geeignet sind.

Achten Sie auf die Signale Ihres Kindes. Wenn es etwas partout nicht essen möchte, zwingen Sie es nicht. Bieten Sie stattdessen eine Alternative an.

Wann zum Arzt?

In den meisten Fällen verläuft die Hand-Mund-Fuß-Krankheit mild und heilt von selbst aus. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:

Ratgeber: Hand-Mund-Fuß: Symptome & Behandlung | mycare.de
Ratgeber: Hand-Mund-Fuß: Symptome & Behandlung | mycare.de
  • Hohes Fieber: Fieber über 39°C.
  • Dehydration: Anzeichen von Austrocknung (wenig Urin, trockene Haut, eingefallene Augen).
  • Starke Schmerzen: Wenn die Schmerzen so stark sind, dass Ihr Kind weder essen noch trinken kann.
  • Apathie: Wenn Ihr Kind sehr schlapp und teilnahmslos wirkt.
  • Komplikationen: Seltene Komplikationen wie eine Hirnhautentzündung oder eine Herzmuskelentzündung.

Bei Unsicherheit sollten Sie immer einen Arzt konsultieren.

Fazit: Geduld und die richtige Ernährung sind der Schlüssel

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine Herausforderung für Eltern und Kinder. Mit der richtigen Ernährung und viel Geduld können Sie Ihrem Kind jedoch helfen, diese Zeit gut zu überstehen. Konzentrieren Sie sich auf weiche, kalte und leicht verdauliche Speisen. Vermeiden Sie saure, scharfe und salzige Lebensmittel. Und vergessen Sie nicht: Viel Liebe und Zuwendung sind die beste Medizin!

Denken Sie daran, Sie sind nicht allein! Viele Eltern haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus und suchen Sie Unterstützung, wenn Sie sie brauchen. Ihr Kind wird diese schwierige Phase mit Ihrer Hilfe meistern.

10 Natürliche Hausmittel gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit Hand-Fuss-Mund-Krankheit: Symptome, Verlauf und Behandlung | CURAPROX

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