Essay Shooting An Elephant
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle mussten mal "Shooting an Elephant" von George Orwell in der Schule lesen, oder? Erinnert ihr euch noch an den Elefanten? An den armen Mann, der ihn erschießen musste?
Ich habe da so meine Gedanken... Und ich glaube, ich stehe damit ziemlich alleine da. Aber was solls. Hier kommt's.
Der Elefant war doch schon halb tot!
Klar, es ist tragisch, dass er ausgerastet ist. Hat Leute umgerannt. War kein schöner Anblick, das stimmt. Aber, Leute, er stand da doch schon wie ein Häufchen Elend! Er war doch sowieso am Sterben, oder habe ich das falsch verstanden? War es nicht fast schon ein Akt der Erlösung? Ok, vielleicht etwas drastisch ausgedrückt. Aber denkt mal drüber nach.
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Und ja, ich weiß, es geht um Kolonialismus und Schuld und den Druck der Masse und überhaupt. Aber ich sage euch: Wenn ein gigantisches Tier vor mir steht, das offensichtlich leidet, und ich habe eine Waffe… Ich würde es wahrscheinlich auch tun. Einfach, um das Elend zu beenden. Unpopuläre Meinung, ich weiß.
Die ganze Geschichte ist natürlich super kompliziert und voller Symbole. Aber manchmal, ganz ehrlich, denke ich mir: "Hätte Orwell nicht einfach einen Tierarzt rufen können?" Ich meine, klar, es war Burma und die 1930er. Aber trotzdem! Ein bisschen Erste Hilfe für den Elefanten, und alle wären glücklich gewesen! (Naja, vielleicht nicht der Elefant. Aber ihr wisst, was ich meine.)

Der Gruppenzwang!
Orwell beschreibt so anschaulich, wie er sich von der Menschenmenge getrieben fühlt. Alle starren ihn an. Er muss etwas tun. Und das Schlimmste: Er will nicht lächerlich wirken! Wer kennt das nicht? Wir alle haben schon mal Dinge getan, nur um dazuzugehören. Oder, schlimmer noch, um nicht ausgelacht zu werden.
Nur ging es bei Orwell halt um das Erschießen eines Elefanten. Bei uns ist es vielleicht eher das Mitmachen bei einem blöden Bürospiel oder das Lachen über einen Witz, den man eigentlich gar nicht lustig findet. Aber das Gefühl ist das gleiche. Dieser elende Gruppenzwang!

Manchmal wünschte ich, Orwell hätte sich einfach umgedreht und wäre gegangen. Einfach gesagt: "Leute, das ist nicht mein Job. Ruft den Zoo an!" Aber dann hätten wir natürlich keine so großartige (und deprimierende) Geschichte.
War Orwell nicht auch ein bisschen… eitel?
Ich meine, er beschreibt sich selbst als den großen weißen Mann, der die Situation unter Kontrolle hat. Ein bisschen selbstgefällig, oder? Ich will Orwell nicht zu nahe treten. Er war ein brillanter Schriftsteller. Aber manchmal kommt er mir in der Geschichte vor wie ein Teenager, der unbedingt cool sein will.

"Ich sah, dass ich, als der weiße Mann, die Situation beherrschen musste und dass ich alles tun würde, um zu verhindern, dass ich wie ein Narr aussah."
Das ist doch der Kern der Sache! Es geht nicht so sehr um den Elefanten, sondern darum, wie Orwell selbst dasteht. Und das finde ich... naja, menschlich. Aber eben auch ein bisschen nervig.
Vielleicht bin ich einfach nur zynisch. Vielleicht habe ich die Geschichte falsch interpretiert. Aber ich kann einfach nicht anders, als zu denken, dass Orwell ein bisschen übertrieben hat. Ein bisschen Drama, bitte! Für die Leser!

Fazit: Der Elefant war eigentlich das Opfer!
Am Ende des Tages ist der Elefant das wahre Opfer. Er wird erschossen, weil ein paar Leute Druck ausüben und ein Mann Angst hat, sich zu blamieren. Das ist traurig. Sehr traurig. Und es zeigt uns, wie leicht wir alle manipuliert werden können.
Aber ganz ehrlich? Ich hätte wahrscheinlich auch irgendetwas Dummes gemacht. Hauptsache, niemand lacht mich aus. Und das ist vielleicht die wirklich deprimierende Erkenntnis aus "Shooting an Elephant". Wir sind alle nur Menschen. Und Menschen machen dumme Sachen. Vor allem, wenn ein Elefant im Weg steht. Und eine Horde gaffender Zuschauer.
Also, was denkt ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder seht ihr das auch so?
