Es War Mir Ein Fest Bedeutung

Also, lasst uns ehrlich sein. "Es war mir ein Fest" – jeder hat's schon mal gesagt. Oder zumindest gedacht. Nach einer Party, einem Meeting, sogar nach dem Zahnarztbesuch, wenn man richtig sarkastisch drauf ist. Aber... war es das wirklich?
Die Fest-Lüge
Mal Hand aufs Herz: War der Geburtstag deiner Schwiegermutter wirklich ein Fest? Oder eher eine nervenaufreibende Aneinanderreihung von Smalltalk, seltsamen Häppchen und der Angst, den falschen Kommentar abzugeben? Eben! Ich sag's ja nur. Wir alle spielen dieses Spiel. "Es war mir ein Fest", sagen wir dann, während wir innerlich schon die nächste Netflix-Serie planen, um uns von dem erlittenen Trauma zu erholen.
Diese Phrase ist wie ein gut sitzender Anzug. Er verdeckt viel. Müdigkeit. Langeweile. Manchmal sogar regelrechte Verzweiflung. Aber hey, Hauptsache, die Fassade stimmt. Denn was sollen denn die Leute denken, wenn man sagt: "Boah, war das öde!"? Unhöflich, oder?
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Und wisst ihr was? Ich wage zu behaupten: Wir sollten öfter mal ehrlich sein. (Unpopuläre Meinung incoming!) Statt "Es war mir ein Fest" könnten wir doch einfach sagen: "War ganz nett." Oder: "Ich bin froh, dass es vorbei ist." Die Welt würde nicht untergehen. Versprochen!
Die Kunst der Diplomatie
Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Man kann ja nicht jedem ins Gesicht sagen, dass seine Dinnerparty so aufregend war wie das Betrachten von trocknender Farbe. Etwas Fingerspitzengefühl ist gefragt. Deshalb mein Vorschlag: die kreative Umschreibung. Anstatt zu lügen, kann man sich auch einfach... winden.

Zum Beispiel: "Das Buffet war ja wirklich beeindruckend umfangreich!" (Beeindruckend teuer vielleicht, aber das muss ja keiner wissen). Oder: "Die Gespräche waren sehr... anregend!" (Anregend einschläfernd, vielleicht, aber das spielt keine Rolle). Seht ihr, wie das geht?
Und falls gar nichts mehr hilft, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich dezent zu verabschieden. "Es war sehr schön, aber ich muss morgen früh raus." Funktioniert immer. Außer vielleicht bei der Schwiegermutter. Da muss man wohl oder übel durch.

Ein Fest? Definitionssache!
Vielleicht ist es ja auch so: Wir definieren "Fest" einfach falsch. Für manche ist ein Fest eine rauschende Party mit Konfetti und Champagner. Für andere ist es einfach nur ein ruhiger Abend mit einem guten Buch. Und für wieder andere ist es ein Tag, an dem man nicht vom Blitz getroffen wird.
Ich persönlich finde ja, dass ein Fest vor allem eines sein sollte: authentisch. Wenn du dich verstellen musst, um Spaß zu haben, dann ist es kein Fest, sondern ein Schauspiel. Und Schauspiele sind anstrengend. Da bevorzuge ich doch lieber einen gemütlichen Abend auf der Couch. Mit Netflix. Und ohne Schwiegermutter.

Also, das nächste Mal, wenn du "Es war mir ein Fest" sagen willst, frag dich: Stimmt das wirklich? Oder ist es nur eine Floskel? Und wenn es nur eine Floskel ist, dann denk an meine Worte: Es gibt auch andere Möglichkeiten. Sei kreativ. Sei ehrlich. Oder sei einfach nur clever genug, um rechtzeitig zu verschwinden.
Denn am Ende des Tages ist das Leben zu kurz für unehrliche "Feste". Oder, wie Karl Lagerfeld (ja, ich zitiere Karl Lagerfeld!) vielleicht gesagt hätte: "Schlechte Feste sind unerträglich vulgär." Na, dann prost!
Vielleicht sollten wir "Es war mir ein Fest" in Rente schicken. Oder zumindest eine ehrliche Alternative dafür finden. Wer hat Vorschläge?
