Englisch 6 Klasse Gymnasium Who Which Whose

Leute, lasst mich euch mal was erzählen. Ich saß neulich im Café, Latte Macchiato (extra Schaum, versteht sich!) und hab' so vor mich hin gestarrt. Und was seh' ich? Ein paar 12-jährige, vertieft in ihre Englisch-Hausaufgaben. Und ratet mal, was das Thema war: Who, Which, Whose. Oh Gott, die Geister meiner eigenen 6. Klasse Gymnasium wurden wach! Ich dachte, ich wäre dem entkommen. Aber nein, die Dinger verfolgen einen bis ins Café, bis zum letzten Schluck Latte.
Also, ich hab mir gedacht: "Okay, lass uns mal die alten Wunden aufreißen und diese who, which, whose-Sache für alle mal klären!" Denn mal ehrlich, wer hat das damals wirklich verstanden? Wir haben alle nur so getan, oder?
Who – Der Personen-Polizist!
Stellt euch who als den Polizisten unter den Pronomen vor. Er ist super wählerisch und lässt nur Personen durch. Wenn ihr also über jemanden redet, dann schreit who: "Halt! Hier bin ich zuständig!"
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Beispiel: "The girl who is wearing the sparkly shoes is my best friend." Das Mädchen wer die glitzernden Schuhe trägt, ist meine beste Freundin. (Übersetzt klingt das komisch, ich weiß. Aber es geht ums Prinzip!) Wir reden über das Mädchen, also ist who happy und macht seinen Job.
Ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch unsicher seid, ersetzt who einfach mal im Kopf durch "wer". Wenn's Sinn macht, habt ihr gewonnen! Wenn nicht, dann ... naja, dann habt ihr mich ja zum Glück. 😉

Which – Der Sachbearbeiter
Jetzt kommt which. Der ist nicht so ein Paragraphenreiter wie who. Which kümmert sich um Sachen, Tiere und Ideen. Alles, was keine Person ist, landet bei ihm auf dem Schreibtisch.
Beispiel: "The book which I borrowed from the library is overdue." Das Buch, welches ich aus der Bibliothek geliehen habe, ist überfällig. (Und ja, ich weiß, dass man "welches" im Deutschen heutzutage kaum noch sagt. Aber für Englisch müssen wir uns kurz dran erinnern!) Wir reden übers Buch, also sagt which: "Kein Problem, ich regel das!"

Aber Achtung! Which kann auch ganz schön zickig sein. Manchmal braucht er ein Komma davor, und manchmal nicht. Das ist so eine Sache für sich, da reden wir vielleicht ein andermal drüber. Sonst wird das hier zum Roman.
Whose – Der Besitztums-Beschützer
Und last but not least: whose! Das ist der Besitztums-Beschützer. Er passt auf, wem was gehört. Er ist quasi der Türsteher zum Club der Besitzenden.

Beispiel: "The boy whose dog barked all night kept me awake." Der Junge, dessen Hund die ganze Nacht gebellt hat, hat mich wach gehalten. (Und ja, ich weiß, "dessen" klingt auch nicht gerade nach coolem Party-Talk. Aber hey, es ist Grammatik!) Wir reden über den Hund, der dem Jungen gehört, also springt whose ein und sagt: "Das ist mein Revier!"
Merkt euch: Nach whose kommt immer ein Nomen. Also irgendwas, was jemandem gehören kann. Whose ist quasi der kleine Bruder vom Genitiv (wer erinnert sich noch an den?).

Die ultimative Eselsbrücke!
Okay, okay, ich weiß, das klingt alles komplizierter als es ist. Deshalb hier die ultimative Eselsbrücke, die ich mir damals gewünscht hätte: Stellt euch vor, who, which, whose sind die drei Musketiere. Who ist Athos, der edle Kämpfer für die Gerechtigkeit (und für Personen!). Which ist Porthos, der etwas gemütlichere, aber trotzdem zuverlässige Kumpel für alle Sachen. Und Whose ist Aramis, der charmante Beschützer aller Besitztümer.
Vergesst nicht, Englisch ist wie Fahrradfahren: am Anfang fällt man oft hin, aber irgendwann klappt's einfach. Und wenn nicht, dann gibt's ja immer noch Google Translate! 😉
Also, liebe 6.-Klässler, Kopf hoch! Who, which, whose sind nicht so schlimm, wie sie aussehen. Und wenn ihr das nächste Mal im Café sitzt und euch fragt, was der Unterschied ist, dann denkt an mich und meinen Latte Macchiato. Vielleicht wird's dann etwas leichter. Und vielleicht, nur vielleicht, habt ihr dann sogar Spaß dabei!
