Ef S 18 55 Mm Is Stm Objektiv

Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben es. Oder hatten es. Das EF-S 18-55mm STM Objektiv. Das Kit-Objektiv. Das… nun ja, ihr wisst schon.
Ich habe da eine – vielleicht – unpopuläre Meinung. Und ich stehe dazu. Also, haltet euch fest.
Es ist… eigentlich ganz okay.
Ja, ich weiß. Steinigt mich ruhig. Aber hört mir kurz zu! Klar, es ist kein L-Objektiv. Es wird euch keine atemberaubenden Bokeh-Porträts mit cremiger Hintergrundunschärfe zaubern. Und bei wenig Licht ist es… sagen wir mal, herausfordernd. Aber… es macht Fotos!
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Es ist das Objektiv, mit dem die meisten von uns angefangen haben. Es ist leicht. Es ist kompakt. Und es ist erstaunlich vielseitig für das, was es ist. Ich habe damit Landschaften fotografiert. Schnappschüsse meiner Katze. Versuche, Food-Fotografie zu machen (die meistens scheiterten, aber das lag nicht am Objektiv, versprochen!).
Denkt mal drüber nach: Habt ihr jemals wirklich darüber nachgedacht, wie viel ihr mit diesem kleinen Ding gelernt habt? Blende, Brennweite, Komposition… das 18-55mm ist quasi die Fahrschule der Fotografie. Und mal ehrlich, Fahrschulen sind auch nicht gerade glamourös, aber sie bringen uns von A nach B, oder?

Ich sehe immer wieder Leute, die es verteufeln. "Schlechte Bildqualität!", "Langsam!", "Billig verarbeitet!". Ja, mag sein. Aber für den Preis? Und für das, was es einem am Anfang beibringt? Unbezahlbar.
Ich erinnere mich an meinen ersten Urlaub mit einer DSLR. Ich hatte nur das Kit-Objektiv dabei. Ich war nervös. Würden die Fotos gut genug sein? Würde ich meine Reise in angemessener Qualität festhalten können? Und wisst ihr was? Die Fotos sind super geworden! Klar, ich hätte mir ein besseres Objektiv gewünscht. Aber ich war zufrieden. Und das ist doch, was zählt, oder?

Ein Freund von mir hat sich neulich eine neue Kamera gekauft. Mit… ihr ahnt es schon… dem EF-S 18-55mm STM. Er war total enttäuscht. "Ich dachte, die Fotos wären besser!". Ich habe ihm dann erklärt, dass das Objektiv nur ein Werkzeug ist. Die Magie passiert im Auge des Fotografen. Und dass er mit dem 18-55mm perfekt lernen kann, sein "Auge" zu schärfen.
"Es ist nicht das Werkzeug, es ist der Handwerker."
Klar, wenn ich jetzt auf eine professionelle Foto-Session gehe, würde ich das 18-55mm nicht einpacken. Aber für den Alltag? Für Schnappschüsse? Für das schnelle Foto, wenn man keine Lust hat, das teure Equipment rauszuholen? Es ist perfekt.

Und mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal ein richtig gutes Foto mit diesem Objektiv geschossen? Gebt es zu! Es ist okay.
Ein Plädoyer für das Unterschätzte
Ich bin mir bewusst, dass das hier wie eine Liebeserklärung an ein mittelmäßiges Objektiv klingt. Aber es ist eher ein Plädoyer für das Unterschätzte. Für das, was oft als selbstverständlich angesehen wird. Für das, was uns auf unserem fotografischen Weg geholfen hat, die ersten Schritte zu machen.

Also, das nächste Mal, wenn ihr euer EF-S 18-55mm STM in die Hand nehmt, denkt mal darüber nach. Vielleicht ist es nicht das beste Objektiv der Welt. Aber es ist euer Objektiv. Und es hat euch schon so einiges ermöglicht.
Und falls ihr es schon verkauft habt… Nun ja, vielleicht war es ein Fehler. Vielleicht auch nicht. Aber vielleicht… vermisst ihr es ja doch ein bisschen?
Ich sage nur: Es ist okay, das 18-55mm zu mögen. Wir sind hier unter uns. Ehrlich.
