Don't Die Der Mann Der Unsterblich Sein Will

Okay, hört mal zu, Leute. Ich muss mal was loswerden. Etwas, das mich schon lange beschäftigt. Es geht um Unsterblichkeit. Ja, genau das.
Der Mythos vom ewigen Leben
Wir kennen sie doch alle. Diese Geschichten von Gilgamesch, der nach dem Lebenselixier suchte. Oder die Legenden von Graf Dracula und seinen unsterblichen Artgenossen. Irgendwie klingt das ja alles ganz aufregend, oder?
Aber mal ehrlich: Wollt ihr wirklich ewig leben? Ich meine, wirklich ewig?
Must Read
Ich weiß, ich weiß. Es ist ein bisschen wie mit dem Lottogewinn. Man träumt davon, aber wenn es wirklich passiert, hat man wahrscheinlich keine Ahnung, was man damit anfangen soll.
Die Langeweile der Unsterblichkeit
Stellt euch das mal vor: Jahrtausend für Jahrtausend immer dasselbe. Die gleichen Witze, die gleichen Probleme, die gleichen nervigen Nachbarn. Nur dass die jetzt halt andere Namen haben.

Und was ist mit den Dingen, die das Leben überhaupt erst lebenswert machen? Die Freude am ersten Sonnenstrahl nach einem langen Winter? Die Aufregung vor einem ersten Date? Das Gefühl, wenn man endlich ein schwieriges Projekt abgeschlossen hat?
Wenn man unsterblich ist, verliert doch alles seinen Wert. Es gibt keine Dringlichkeit mehr, keine Herausforderung. Alles wird zur Routine. Und Routine ist, meiner Meinung nach, der sichere Tod der Seele. (Okay, das war jetzt ein bisschen pathetisch. Aber ihr wisst, was ich meine.)

Veränderung ist das Salz in der Suppe
Ich liebe es, wie sich die Welt verändert. Neue Technologien, neue Trends, neue Frisuren (okay, manche Trends sind vielleicht nicht so toll). Aber das alles macht das Leben doch spannend! Wenn man unsterblich ist, verpasst man diese ganze Entwicklung. Man wird zum Dinosaurier, der in einer Welt voller Smartphones und E-Scooter herumstolpert.
Und was ist mit der Liebe? Beziehungen brauchen Zeit und Energie. Und manchmal gehen sie eben auch zu Ende. Das ist traurig, aber es gehört zum Leben dazu. Wenn man unsterblich ist, müsste man sich immer wieder von Menschen verabschieden, die man liebt. Das klingt nach der größten Folter überhaupt.
Ich bin der festen Überzeugung: Gerade die Endlichkeit macht das Leben so wertvoll. Wir wissen, dass unsere Zeit begrenzt ist, also versuchen wir, sie bestmöglich zu nutzen. Wir nehmen uns Zeit für die Menschen, die uns wichtig sind. Wir verfolgen unsere Träume. Wir tanzen, als ob uns niemand zusieht (auch wenn uns jemand zusieht und es peinlich ist).

Sterblichkeit als Geschenk
Klar, der Gedanke an den Tod ist nicht schön. Aber er ist auch ein Ansporn. Er erinnert uns daran, dass wir hier sind, um etwas zu bewirken. Um etwas zu hinterlassen. Um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.
Und ganz ehrlich? Ich möchte nicht der Mann sein, der unsterblich sein will. Ich möchte lieber der Mann sein, der ein erfülltes, kurzes und intensives Leben gelebt hat. Einer, der gelacht, geweint, geliebt und Fehler gemacht hat. Einer, der am Ende sagen kann: "Ich habe gelebt!"

Also, prost auf das Leben! Und auf die Sterblichkeit!
"Ich glaube, dass eine begrenzte Lebensdauer die Würze des Daseins ist." - Jemand Kluges (wahrscheinlich)
Vielleicht liege ich ja auch völlig falsch. Vielleicht ist die Unsterblichkeit das Nonplusultra. Aber bis dahin genieße ich lieber meinen Cappuccino und freue mich auf den nächsten Sonnenaufgang. Denn der ist schließlich auch nicht selbstverständlich.
Und wer weiß, vielleicht irre ich mich ja. Aber ich bin zumindest bereit, es herauszufinden. Bis zum Schluss. Und dann? Nun, dann ist eben Schluss. Und das ist auch gut so.
