Don Quijote De La Mancha

Okay, lasst uns ehrlich sein. Jeder kennt Don Quijote, oder? Der Typ mit der Windmühle? Der Lanze? Der etwas...verwirrt ist?
Der Ritter von der traurigen Gestalt - wirklich?
Nenn mich verrückt, aber ich glaube, wir sind ihm alle schon mal begegnet. Vielleicht nicht mit einer Rüstung, aber im übertragenen Sinne. Wer hat nicht schon mal ein Projekt mit vollem Enthusiasmus angefangen, nur um dann festzustellen, dass die Realität ein bisschen...anders ist?
Ich behaupte ja nur: Don Quijote war vielleicht nicht total verrückt. Er war einfach nur...optimistisch. Sehr, sehr optimistisch. Und vielleicht ein bisschen lesesüchtig.
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Er hatte sich in den Kopf gesetzt, ein Ritter zu sein. Punkt. Egal, dass es keine Ritter mehr gab. Egal, dass seine Ausrüstung eher aus Sperrmüll bestand. Egal, dass sein Pferd, Rocinante, aussah, als hätte es die letzten zwanzig Jahre auf einer Diät von trockenem Brot und schlechter Laune verbracht.
Und sein Knappe, Sancho Panza? Der arme Kerl! Ich meine, wer lässt sich schon von so einem Spinner überzeugen, durch die Gegend zu ziehen? Aber genau das macht die Geschichte ja so gut, oder?

"Die Narren öffnen den Weg, den die Klugen später beschreiten." (Frei interpretiert von mir, weil ich das Originalzitat gerade nicht finde. Aber es klingt gut, oder?)
Sancho Panza ist der perfekte Gegenpart. Der bodenständige, pragmatische Typ, der immer wieder versucht, Don Quijote auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Vergebens, natürlich.
Windmühlen, Schafe und andere Missverständnisse
Die Windmühlen-Episode ist natürlich die berühmteste. Aber da gab es ja noch so viele andere "Abenteuer". Da waren die Schafe, die er als Armeen verwechselte. Oder die Weinschläuche, die er für Riesen hielt. Der Mann hatte wirklich eine blühende Fantasie!

Aber vielleicht war genau das ja seine Stärke. Er hat die Welt nicht so gesehen, wie sie war, sondern wie sie sein könnte. Eine Welt voller Ritter, Abenteuer und unerhörter Tapferkeit.
Okay, okay, vielleicht war er auch einfach nur verrückt. Aber eine liebenswerte Art von verrückt, findest du nicht?

Mein (vielleicht) kontroverses Fazit
Ich glaube, Don Quijote ist eigentlich eine tragische Figur. Er kämpft gegen Windmühlen, weil er sich nach etwas sehnt, das es nicht mehr gibt. Eine Welt voller Ideale, Ehre und Ritterlichkeit.
Und vielleicht ist das ja auch das, was uns alle an ihm fasziniert. Wir alle haben doch irgendwo in unserem Herzen eine Sehnsucht nach etwas Größerem, etwas Edlerem. Auch wenn wir es uns vielleicht nicht eingestehen wollen.
Also, nächstes Mal, wenn du dich dabei erwischst, wie du gegen eine Windmühle kämpfst, denk an Don Quijote de la Mancha. Und lächle. Vielleicht bist du ja gar nicht so verrückt, wie du denkst. Vielleicht bist du einfach nur ein bisschen...quijotisch.

Und jetzt mal ehrlich: Wer von uns träumt nicht manchmal davon, ein Held zu sein? Auch wenn es nur in unserem eigenen kleinen Universum ist.
Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Don Quijote sein. Zumindest manchmal.
Also raus mit euch und kämpft eure Kämpfe! Auch wenn sie noch so klein und unbedeutend erscheinen. Und vergesst nicht: Manchmal ist die verrückteste Idee die beste!
