Die Zehn Gebote Katholisch

Stellt euch vor, ihr sitzt mit mir in einem gemütlichen Wiener Café. Draußen plästert der Regen, der Kaffee ist heiß, und wir quatschen über... Gott. Genauer gesagt, über die Zehn Gebote, aber keine Angst, wir machen’s lustig. Katholisch lustig, versteht sich!
Also, die Zehn Gebote. Klingt erstmal nach staubtrockener Kirchenlehre, oder? Aber hey, das ist wie mit Spinat: Wenn man ihn richtig zubereitet, schmeckt er plötzlich gar nicht mehr nach Bestrafung. Und die Gebote, die sind eigentlich eine Art Gebrauchsanweisung für ein erfülltes Leben, nur in sehr, sehr alter Sprache.
Gebot Nummer 1: Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Das ist quasi die Chefansage. Gott macht klar: "Hey, ich bin der Boss hier. Alle anderen 'Götter' – Netflix, Nutella, dein Chef – sind nur Zweitbesetzungen!" Versteht mich nicht falsch, ich liebe Nutella, aber es sollte halt nicht dein einziger Lebensinhalt sein. Außer vielleicht du bist ein Eichhörnchen.
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Klingt streng? Vielleicht. Aber mal ehrlich, wer will schon in einer Beziehung sein, wo der Partner ständig mit anderen flirtet? Gott will halt unsere ganze Aufmerksamkeit. Und wer kann ihm das verdenken, bei all dem, was er für uns tut? (Mal abgesehen von Montagen, aber das ist eine andere Geschichte...)
Gebot Nummer 2: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
Okay, das bedeutet nicht, dass man nicht "Oh mein Gott!" sagen darf, wenn man den großen Zeh anstößt. Zumindest hab ich noch nie gehört, dass jemand dafür in die Hölle gekommen wäre. Es geht eher darum, Gottes Namen nicht für böse Zwecke zu verwenden. Also, keine Flüche, keine leeren Schwüre, und schon gar nicht, um irgendwelche Lotterie-Zahlen zu "erbeten".
Gebot Nummer 3: Du sollst den Feiertag heiligen.
Das Lieblingsgebot aller Workaholics! Endlich eine offizielle Entschuldigung, um mal so richtig zu faulenzen. "Sorry, Chef, ich muss den Sonntag heiligen. Ist ein Gebot!" Natürlich geht es eigentlich darum, sich Zeit für Gott, die Familie und die Seele zu nehmen. Aber ein bisschen Faulenzen ist bestimmt auch drin, oder?
Wusstet ihr, dass es früher mal verboten war, am Sonntag Auto zu fahren? Das nenne ich mal eine konsequente Umsetzung des Gebots! Heutzutage heiligt man den Sonntag eher mit einem ausgiebigen Brunch und Netflix.

Gebot Nummer 4: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Der Klassiker! Auch wenn Mama mal wieder fragt, wann du endlich heiratest, oder Papa dir ungefragt Ratschläge zum Autoreparieren gibt, solltest du sie respektieren. Sie haben dich schließlich großgezogen, oder zumindest versucht. Und mal ehrlich, wer würde dich sonst an Weihnachten mit Socken beschenken?
Gebot Nummer 5: Du sollst nicht töten.
Okay, der ist ziemlich eindeutig. Keine Morde. Keine Totschläge. Keine vorsätzlichen Ameisenmassaker. (Okay, vielleicht Ameisen... aber nicht mit Absicht!) Leben ist heilig, und das gilt für jedes Lebewesen, auch wenn es einem manchmal auf die Nerven geht.
Gebot Nummer 6: Du sollst nicht ehebrechen.
Treue ist eine Tugend! Und wenn man mal ehrlich ist, erspart es einem eine Menge Drama. Stell dir vor, du musst ständig darauf achten, wem du was erzählst und wer mit wem... Da ist das Leben doch viel zu kurz für!

Gebot Nummer 7: Du sollst nicht stehlen.
Klauen ist doof. Egal ob es sich um Kaugummis im Supermarkt oder die Idee deines Kollegen handelt. Ehrlich währt am längsten, sagt man so schön. Und außerdem, wer weiß, vielleicht rächt sich das Karma und du verlierst deine Lieblingssocke in der Waschmaschine.
Gebot Nummer 8: Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
Lügen haben kurze Beine! Und Gerüchte sind wie ein Lauffeuer – sie verbreiten sich rasend schnell und hinterlassen verbrannte Erde. Also, lieber die Wahrheit sagen, auch wenn sie manchmal unbequem ist. (Außer vielleicht, wenn deine Freundin dich fragt, ob ihr das neue Kleid steht… dann darf man vielleicht ein bisschen schwindeln).

Gebot Nummer 9 & 10: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau/Haus/Auto/…
Neid ist eine Todsünde! Und außerdem, was bringt es dir, neidisch auf den Rasen des Nachbarn zu sein? Er ist wahrscheinlich eh voller Unkraut. Konzentrier dich lieber auf dein eigenes Leben und sei dankbar für das, was du hast. Vielleicht hat dein Nachbar ja auch nur den Rasen gemietet.
So, meine Lieben, das waren sie, die Zehn Gebote, katholisch aufbereitet. Keine Angst, ihr müsst jetzt nicht sofort anfangen, euch zu geißeln und Asche auf euer Haupt zu streuen. Die Gebote sind eher eine Orientierungshilfe, ein Wegweiser zu einem besseren Leben. Und wenn man mal sündigt? Nun ja, dafür gibt es ja die Beichte... und Nutella!
Jetzt aber genug gepredigt. Bestellen wir uns noch einen Verlängerten und plaudern über was Schönes!
