Deutsch Aber Hallo A1

Okay, lasst uns ehrlich sein. Deutsch Aber Hallo A1. Es ist... eine Erfahrung. Eine ganz besondere Erfahrung.
Ich weiß, ich weiß. Man soll ja dankbar sein. Es ist der erste Schritt. Der Beginn einer wunderbaren Reise in die Welt der deutschen Sprache. Aber… ist es nicht auch ein bisschen… komisch?
Ich meine, klar, man lernt "Ich bin…", "Du bist…", "Wir sind…". Super nützlich. Wirklich. Aber dann kommen diese Sätze, die im echten Leben irgendwie… nie vorkommen.
Must Read
"Das ist ein Tisch." Ja, danke, Deutsch Aber Hallo A1. Ich sehe den Tisch. Ich sitze sogar gerade daran. Ich brauche keine Bestätigung.
Und die Dialoge! Oh, die Dialoge. Sie sind so… perfekt. So artig. Niemand streitet. Niemand ist genervt. Alle sind immer unglaublich höflich und stellen sich gefühlt dreimal vor. "Guten Tag! Ich heiße Frau Müller. Und Sie?" "Guten Tag! Mein Name ist Herr Schmidt. Freut mich, Sie kennenzulernen!"
Im echten Deutschland? Eher so: "Müller." "Schmidt." (Grummel)

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin dankbar für A1. Sonst würde ich hier ja nicht sitzen und versuchen, witzig auf Deutsch zu sein. Aber manchmal denke ich mir, dass die Lehrbuch-Realität und die echte Realität ein bisschen… auseinanderklaffen.
Die Sache mit dem Genus
Okay, das ist ein Kapitel für sich. Der, die, das. Warum?! Wer hat sich das ausgedacht? Und warum gibt es keine Regeln? Oder zumindest Regeln, die Sinn ergeben?
"Der Tisch." "Die Lampe." "Das Fenster." Warum ist der Tisch männlich, die Lampe weiblich und das Fenster… neutral? Hat das Fenster keine Meinung? Fühlt es sich ausgeschlossen?

Ich habe mal gelesen, dass man sich das Geschlecht einfach merken muss. Auswendig lernen. Wie Vokabeln. Aber das ist doch Folter! Mein Gehirn ist schon voll genug mit Dingen wie "Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt?" und "Was wollte ich im Supermarkt kaufen?". Da ist kein Platz mehr für das Geschlecht von Gegenständen!
Und dann gibt es natürlich die Ausnahmen. Die kleinen, fiesen Ausnahmen, die nur darauf warten, dass man einen Fehler macht. Denn wenn man einen Fehler macht, dann… ja, dann merkt man es selbst wahrscheinlich nicht. Aber die Deutschen! Die Deutschen merken es sofort. Und dann… nun ja, dann schauen sie einen an. Mit diesem Blick. Ihr wisst, welchen Blick ich meine.
Vokabeln, die man nie braucht
Deutsch Aber Hallo A1 ist voll von Vokabeln, die man wahrscheinlich nie, nie, niemals brauchen wird. Zumindest nicht im Alltag. Wörter wie "der Radiergummi" (wann braucht man bitte heutzutage noch einen Radiergummi?) oder "die Landkarte" (es gibt Google Maps!).

Ich hätte lieber gelernt, wie man sagt: "Entschuldigung, wo ist die nächste Toilette?" oder "Ein Bier, bitte!". Aber nein, stattdessen lerne ich, wie man "die Federmappe" buchstabiert.
Ich weiß, es ist wichtig, ein solides Fundament zu haben. Aber manchmal wünsche ich mir, dass A1 ein bisschen… praktischer wäre. Ein bisschen mehr "Survival Deutsch". Ein bisschen weniger "Lehrbuch Deutsch".
Trotzdem: Chapeau an alle, die Deutsch Aber Hallo A1 hinter sich gelassen haben. Ihr seid Helden! Ihr habt den ersten Schritt gewagt. Und jetzt seid ihr bereit für die nächste Herausforderung: Deutsch Aber Hallo A2. Viel Glück! Ihr werdet es brauchen.

Und an alle, die gerade mitten drin stecken: Kopf hoch! Es wird besser. Irgendwann. Vielleicht.
P.S.: Falls jemand eine Eselsbrücke für das Genus hat, immer her damit!
