Der Mensch Ist Zur Freiheit Verurteilt

Habt ihr euch jemals so richtig...verurteilt gefühlt? Nicht wegen irgendwas Schlimmem. Eher...wegen eurer Freiheit?
Ja, ich weiß, klingt bescheuert. Freiheit ist doch toll! Urlaub! Eis essen! Serien bingen bis zum Umfallen! Aber wartet mal kurz. Was, wenn uns diese Freiheit manchmal einfach nur...nervt?
Die Qual der Wahl (und des Netflix-Menüs)
Denkt mal drüber nach: 200 Eissorten. 1000 Filme auf Netflix. Unendlich viele Berufe, die man theoretisch ergreifen könnte. Ist das nicht ein bisschen viel? Mir schwirrt schon der Kopf, wenn ich nur ans Abendessen denke! Spaghetti Bolognese oder doch lieber ein Curry?
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Jean-Paul Sartre, dieser philosophische Spaßvogel, hat mal gesagt: "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt." Und ich sage euch, der Mann hatte recht. Verurteilt! Stell dir vor, du stehst vor Gericht. Der Richter hämmert mit dem Hammer und sagt: "Sie sind schuldig! Schuldig...der Freiheit!" Klingt doch absurd, oder? Aber irgendwie stimmt es.
Wir müssen ständig Entscheidungen treffen. Kleine, große, dumme, kluge. Und jede Entscheidung schließt andere Möglichkeiten aus. Das ist wie ein riesiges Labyrinth, und wir tappen blindlings herum, hoffend, den Ausgang zu finden. Oder zumindest eine Eisdiele.

Das Gewicht der Verantwortung (oder: Warum ich manchmal einfach nur fernsehen will)
Klar, wir können alles machen. Aber wir müssen auch die Konsequenzen tragen. Ich kann kündigen und nach Bali auswandern. Klingt super! Aber wer zahlt dann meine Miete? Und wer gießt meine Zimmerpflanzen? (Die würden mich hassen, das weiß ich.)
Die Freiheit, alles zu tun, bedeutet auch die Verantwortung für alles, was wir tun (oder eben nicht tun). Das ist manchmal ganz schön anstrengend. Manchmal wünschte ich mir, jemand würde mir sagen, was ich tun soll. Einfach so. Wie in der Schule. "Du machst jetzt Mathe!" Okay, Chef! seufz

"Die Hölle, das sind die Anderen,"
hat Sartre auch gesagt. Und auch da hat er nicht ganz unrecht. Denn was noch schlimmer ist als die eigene Freiheit, ist die Freiheit anderer! Stell dir vor, dein Nachbar spielt nachts Schlagzeug. Deine Kollegin kündigt und du darfst ihren Job mitmachen. Dein Freund beschließt, Veganer zu werden und du musst jetzt Soja-Burger essen (sorry, Veganer, nichts gegen euch!).
Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen, und wir müssen damit leben. Das ist das Leben in der freien Welt. Schön und gut, aber manchmal wünschte ich mir, alle würden einfach nur Rücksicht nehmen und leise sein. Oder mir ein Stück Pizza abgeben.

Die Lösung? (Oder: Wie man mit der Freiheit leben lernt)
Also, was tun? Sich einfach nur verkriechen und nie wieder rausgehen? Eher nicht. Das ist ja auch wieder eine Entscheidung...und eine ziemlich langweilige noch dazu.
Vielleicht ist die Lösung, die Freiheit einfach ein bisschen...lockerer zu sehen. Nicht jede Entscheidung muss perfekt sein. Nicht jeder Weg muss der richtige sein. Manchmal darf man auch einfach mal Fehler machen. Daraus lernt man ja schließlich.

Und vielleicht sollten wir auch ein bisschen mehr auf unser Bauchgefühl hören. Nicht immer alles zerdenken. Einfach mal machen. Spontan sein. Ins Kino gehen, obwohl man eigentlich arbeiten müsste. Ein Eis essen, obwohl man gerade Diät macht. (Okay, vielleicht nicht jeden Tag...aber ab und zu muss das sein!)
Also, Leute, lasst uns unsere Freiheit feiern! Mit all ihren Vor- und Nachteilen. Und wenn es mal zu viel wird, dann machen wir einfach eine Pause. Schalten den Fernseher ein, kuscheln uns in die Decke und vergessen für einen Moment, dass wir die Wahl zwischen 1000 Filmen haben. Denn manchmal ist die einfachste Entscheidung die beste.
Und hey, wenn ihr euch das nächste Mal verurteilt fühlt...denkt an Sartre. Und lächelt. Denn wir sind nicht allein. Wir sitzen alle im selben Boot. Verurteilt...zur Freiheit.
