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Der Besuch Der Alten Dame Szenenanalyse Seite 35 40


Der Besuch Der Alten Dame Szenenanalyse Seite 35 40

Also, Leute, stellt euch vor, ihr sitzt mit mir im Café, Cappuccino dampft, und ich erzähl euch die abgefahrenste Geschichte. Es geht um Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame", genauer gesagt um die Szenen auf Seite 35 bis 40. Ja, ja, Schulzeit-Trauma, ich weiß. Aber keine Panik, wir machen das hier… unterhaltsam.

Erinnert ihr euch? Alfred Ill, der arme Kerl, hat's voll verbockt. Er ist der Dorfladenbesitzer und war früher mit Claire Zachanassian liiert – bevor er sie schwängerte und abservierte. Böser Alfred! Jetzt kommt die alte Dame zurück, steinreich, mit einem Angebot, das man eigentlich nicht ablehnen kann. Aber eben nur "eigentlich".

Seite 35: Die Katze ist aus dem Sack (oder eher der Jaguar?)

Die Szene beginnt mit der Enthüllung von Claires Angebot: Eine Milliarde für Güllen, aber nur, wenn jemand Alfred Ill umbringt! Ja, genau, Mord als Konjunkturprogramm. Dürrenmatt hatte schon einen speziellen Humor, muss man sagen. Stellt euch vor, die Gemeinderatssitzung: "Also, liebe Bürger, wir sind pleite. Aber keine Sorge, wir haben da so 'ne Idee…"

Der Bürgermeister, ein Schleimbeutel par excellence, versucht sich natürlich rauszureden. Er beteuert, dass Güllen moralisch gefestigt sei. Ha! Als ob! Wir alle wissen, dass Geld die Welt regiert, und eine Milliarde ist nun mal 'ne Ansage. Er will Claire überzeugen, dass sie die Summe einfach so spenden soll, ohne blutige Gegenleistung. Erfolg? Eher so semi.

Seite 36-38: Der Panikkaufrausch beginnt

Hier wird's richtig lustig-makaber. Ill merkt langsam, dass es ernst wird. Er rennt zum Bürgermeister, zum Polizisten, zum Pfarrer – alle beteuern ihre Unschuld und ihre moralische Integrität. Aber gleichzeitig... beginnt der Dorfladen, auf Kredit, mit den sauteuren Einkäufen. Neue Schuhe, Zigarren, und der Bürgermeister gönnt sich ein goldenes Gebiss! Gold! Was für ein subtiler Hinweis, dass etwas faul ist.

Szenenanalyse; Der Besuch der alten Dame (Friedrich Dürrenmatt) 3. Akt
Szenenanalyse; Der Besuch der alten Dame (Friedrich Dürrenmatt) 3. Akt

Der Dorfladen ist plötzlich voll mit Zeug, das sich kein Mensch leisten kann. Das ist wie Black Friday das ganze Jahr über, nur mit dem subtilen Unterschied, dass die Leute vielleicht bald einen Grund mehr haben, sich zu freuen… oder eben nicht. Ill wird klar: "Man braucht mich." Ein kleiner, aber feiner Satz, der die ganze Tragik der Situation zusammenfasst. Er ist das Opferlamm, das die Wirtschaft ankurbeln soll.

Ich stelle mir vor, wie Dürrenmatt sich das alles ausgedacht hat. Wahrscheinlich saß er in einem ähnlichen Café wie wir, nippte an seinem Kaffee und dachte: "Was wäre, wenn die Leute für Geld über Leichen gehen würden? Ah, das ist doch mal 'ne Geschichte!"

Der Besuch der alten Dame als Unterrichtsmaterial | RAAbits Online
Der Besuch der alten Dame als Unterrichtsmaterial | RAAbits Online

Seite 39-40: Das Netz zieht sich zu

Die Szene wird immer beklemmender. Ill sucht verzweifelt nach Hilfe. Er will die Stadt verlassen, aber der Zug hält natürlich nicht in Güllen. Zufall? Ich glaube nicht! Die Güllener haben sich quasi selbst in eine Falle manövriert. Sie wollen das Geld, aber keiner will der Mörder sein. Denkste! Das kollektive Schuldbewusstsein bahnt sich seinen Weg.

Er trifft den Lehrer, einen alten Freund, der ihm verspricht, ihm zu helfen. Aber auch der hat plötzlich neue Schuhe und eine dicke Zigarre im Mund. Und dann sagt er diesen fiesen Satz: "Ich bin schwach." Das ist der Punkt, an dem Ill endgültig klar wird, dass er verloren hat. Die Güllener haben sich bereits entschieden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

Analyse eines Gesprächs zwischen Claire und Ill in Dürrenmatts Drama
Analyse eines Gesprächs zwischen Claire und Ill in Dürrenmatts Drama

Wisst ihr, was das Schlimmste ist? Die Güllener sind keine Monster. Sie sind ganz normale Leute, die in einer schwierigen Situation stecken und eine einfache Lösung suchen. Aber diese "einfache" Lösung hat einen hohen Preis. Und Ill muss ihn bezahlen.

Und was lernen wir daraus? Geld verdirbt den Charakter. (Überraschung!) Und Dürrenmatt war ein verdammt guter Geschichtenerzähler. Also, lasst uns auf ihn anstoßen! Auf die alte Dame, auf Alfred Ill und auf die moralische Verkommenheit der Menschheit! Prost!

Der Besuch der alten Dame als Unterrichtsmaterial | RAAbits Online Der Besuch der alten Dame Szenenanalyse S. 44 bis S. 50 Analyse eines Gesprächs zwischen Claire und Ill in Dürrenmatts Drama Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt - Textanalyse und Der Besuch der alten Dame als Unterrichtsmaterial | RAAbits Online Der Besuch der alten Dame als Unterrichtsmaterial | RAAbits Online Genial Der Besuch Der Alten Dame Szenenanalyse Seite 7376

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