Der Bauer Und Der Teufel

Also, hört mal zu, Leute! Ich muss euch 'ne Geschichte erzählen. Eine uralte, deutsche Geschichte. Eine Geschichte über... naja... einen Bauern und den Teufel. Ja, genau, der Teufel. Mit Hörnern und allem Pipapo. (Okay, vielleicht nicht mit Hörnern, das ist Geschmackssache heutzutage).
Stellt euch vor: Ein stinknormaler Bauer, nennen wir ihn vielleicht Hans. Hans ackert den ganzen Tag seinen Acker ab, aber irgendwie... irgendwie kommt nie genug dabei rum. Er ist arm wie 'ne Kirchenmaus, und seine Frau meckert jeden Abend, dass der Eintopf immer dünner wird. Klingt vertraut, oder?
Eines Tages, während Hans also so vor sich hin pflügt (wahrscheinlich mit 'nem Gesichtsausdruck, der schlimmer ist als Montagmorgen), taucht plötzlich ein komischer Kauz auf. Schwarz gekleidet, irgendwie... unangenehm. Ihr ahnt es schon: Der Teufel! (Wahrscheinlich mit 'nem schlechten Bart und 'ner noch schlechteren Anmache).
Must Read
Der teuflische Deal
Der Teufel, immer ganz Geschäftsmann, bietet Hans einen Deal an. Und was für einen! Reichtum! Unendlicher Reichtum! Hans kann sich vorstellen, wie seine Frau aufhört zu meckern (ein unbezahlbarer Vorteil!), und wie er endlich mal 'ne gescheite Bratwurst essen kann. Der Teufel erklärt ihm: "Du bekommst alles, was über der Erde wächst, ich kriege alles, was darunter wächst."
Hans, der ja nicht doof ist (naja, ein bisschen vielleicht, sonst würde er sich ja nicht mit dem Teufel einlassen), denkt: "Super! Ich säe Weizen! Dann krieg ich die ganze Ernte, und der Teufel kriegt nur ein paar popelige Wurzeln." Er schlägt ein. Vertrag unterschrieben, Handschlag, BÄM! Deal!

Der Teufel grinst sich einen. Er hat natürlich was anderes im Sinn. Das seht ihr gleich.
Der Teufel wird ausgetrickst
Die Ernte kommt, und Hans' Acker ist voll mit goldenem Weizen. Der Teufel kriegt... tja, nichts als Wurzeln. Er ist stinksauer! So richtig sauer. Wahrscheinlich hat er sich danach erstmal 'ne Runde Heavy Metal angehört, um runterzukommen.
Nächstes Jahr ist der Teufel natürlich auf Revanche aus. Er kommt wieder zu Hans und sagt: "Okay, neues Spiel. Diesmal kriege ich alles, was über der Erde wächst, und du kriegst alles darunter."

Hans überlegt kurz. Kratzt sich am Kopf. Grinst dann aber verschmitzt. "Klar, Deal!"
Und was sät Hans? Kartoffeln! Stellt euch den Teufel vor, wie er da steht, mit 'nem Berg Kartoffelstauden. Nur Kartoffelstauden! Während Hans lachend seine dicken, fetten Kartoffeln aus der Erde holt. Episch!

Die Moral von der Geschicht'
Der Teufel ist natürlich not amused. Er hat die Nase gestrichen voll von diesem Bauern. Er verschwindet mit 'nem lauten Knall und lässt Hans mit seinem Reichtum zurück. Und Hans? Der hat wahrscheinlich noch 'ne extra fette Bratwurst gegessen.
Was lernen wir daraus? Erstens: Verträge mit dem Teufel sind immer scheiße. Zweitens: Bauern sind schlauer, als man denkt. Und drittens: Kartoffeln sind einfach geil. Punkt.
Es gibt natürlich noch viele andere Varianten dieser Geschichte. Mal geht's um Rüben, mal um Kohl. Aber die Quintessenz bleibt gleich: Der Teufel wird ausgetrickst. Und das ist doch irgendwie... befriedigend, oder?

Manchmal, wenn ich im Supermarkt stehe und Kartoffeln kaufe, muss ich an Hans denken. Und dann grinse ich. Denn ich weiß: Irgendwo da draußen lacht auch der Teufel – vielleicht aber eher aus Verzweiflung.
Und jetzt mal ehrlich: Wer von euch würde sich auf so einen Deal einlassen? Hand hoch! (Okay, ich seh' euch, ihr Risikofreudigen!)
Prost, auf Hans, den schlauen Bauern! Und auf den Teufel, der immer wieder reinfällt. Zum Lachen ist das!
