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De Mortuis Nihil Nisi Bene


De Mortuis Nihil Nisi Bene

Na, Kaffee schon fertig? Lass uns mal über was interessantes quatschen: "De Mortuis Nihil Nisi Bene". Klingt erstmal nach Latein-LK, oder? Aber keine Panik, ist eigentlich total simpel.

Im Grunde heißt das: Über Tote soll man nur Gutes sagen. Jep, that's it. Easy peasy, lemon squeezy! Aber warum eigentlich?

Stell dir vor, Oma Erna hat ihr Leben lang furchtbare Hüte getragen. Wirklich, furchtbar. Müssen wir das jetzt auf ihrer Beerdigung ausdiskutieren? Wohl eher nicht, oder? Bringt ja auch nix mehr. Oma Erna ist weg, die Hüte zum Glück auch (hoffentlich!).

Es geht um Respekt. Und zwar vor den Hinterbliebenen. Stell dir vor, dein Papa war, sagen wir mal, ein bisschen... exzentrisch. Musst du das jetzt vor allen Leuten ausbreiten? Eher nicht, oder? Es ist ihr Verlust, ihre Trauer. Da muss man nicht noch Öl ins Feuer gießen.

Aber Moment mal! Heißt das, wir dürfen gar nichts Schlechtes sagen? Niemals? Ist das nicht ein bisschen...realitätsfern? Naja, kommt drauf an. Die Wahrheit kann manchmal wehtun, das stimmt.

De mortuis nihil nisi bene?
De mortuis nihil nisi bene?

Es ist eher so eine Art... goldene Regel. Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, sag lieber gar nichts. Kennst du ja, oder? "Wenn man nichts Gutes sagen kann, soll man schweigen." Ist quasi dasselbe, nur auf Latein und mit mehr Pathos.

Denk mal an die ganzen Promis, die so von uns gehen. Da gibt's ja auch immer einen riesigen Hype. Plötzlich sind alle total lieb und nett. War der Typ nicht vorher noch der absolute Bad Boy? Egal! Jetzt ist er tot, jetzt wird geheiligt.

Ist das heuchlerisch? Vielleicht. Aber ist es schlimm? Hmm... vielleicht nicht. Es ist halt ein bisschen... menschlich. Keiner will auf 'ner Beerdigung hören, dass der Verstorbene ein richtiger Idiot war. Das versteht man doch, oder?

de mortuis nil/nihil nisi bene Rechtschreibung, Bedeutung, Definition
de mortuis nil/nihil nisi bene Rechtschreibung, Bedeutung, Definition

Klar, es gibt Ausnahmen. Wenn jemand wirklich Schlimmes getan hat, bevor er gestorben ist, dann ist es vielleicht wichtig, das anzusprechen. Gerade bei öffentlichen Personen. Aber selbst dann sollte man versuchen, respektvoll zu sein. Schwierig, ich weiß!

"De Mortuis Nihil Nisi Bene" ist also keine absolute Wahrheit, sondern eher eine Richtlinie. Ein Anstoß zum Nachdenken. Wie gehen wir mit dem Tod um? Wie reden wir über Menschen, die nicht mehr da sind?

De mortuis nihil nisi Bene. Nell’attività artistica di Carmelo Bene
De mortuis nihil nisi Bene. Nell’attività artistica di Carmelo Bene

Es ist eine Frage der Sensibilität. Und der Empathie. Stell dir vor, du wärst in der Situation der Hinterbliebenen. Was würdest du hören wollen? Wahrscheinlich eher nette Worte, oder?

Und mal ehrlich: Wer hat schon ein perfektes Leben geführt? Wir alle machen Fehler. Wir alle haben unsere Macken. Müssen wir das jetzt im Nachhinein bis ins kleinste Detail analysieren? Ich glaube nicht.

Also, was nehmen wir mit? "De Mortuis Nihil Nisi Bene" ist keine Gesetzestafel, sondern eher ein Denkanstoß. Ein Aufruf zur Güte. Und vielleicht auch ein bisschen zur Selbstzensur. Bevor du was Negatives sagst, denk lieber zweimal drüber nach. Lohnt es sich wirklich?

Feuilleton. De mortuis nil nisi bonum...
Feuilleton. De mortuis nil nisi bonum...

Und jetzt? Noch 'nen Kaffee? Oder lieber was Stärkeres? Nach so viel Latein und Tiefsinn hab ich mir was verdient, findest du nicht auch?

Also, prost auf Oma Erna und ihre furchtbaren Hüte! Mögen sie in Frieden ruhen...und mögen wir über Tote nur Gutes sagen. Meistens zumindest. 😉

Denn am Ende des Tages... wer sind wir denn, zu richten?

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