Dass Ihr Da Wart Oder Ward

Kennt ihr das? Ihr sitzt da, schreibt 'ne WhatsApp-Nachricht, 'ne E-Mail oder sogar 'ne Postkarte (ja, die gibt's noch!) und plötzlich... BÄM! Ein kleines, gemeines Monster der deutschen Grammatik taucht auf: Dass, das, wart oder ward. Es ist wie dieser eine Mitbewohner, der immer die Spülmaschine falsch einräumt – nervig und unnötig kompliziert.
Fangen wir mal mit 'dass' und 'das' an. Stell dir vor, 'das' ist dein treuer Labrador, 'dass' ist sein ungeliebter Maulkorb. Du benutzt den Labrador ständig, den Maulkorb nur, wenn er wieder mal versucht, den Postboten zu fressen. 'Das' ist nämlich ein ganz normales Pronomen oder Artikel. Zum Beispiel: "Das Auto ist rot." Ganz einfach, oder? Kein Maulkorb nötig.
'Dass' hingegen ist eine Konjunktion, eine Art Bindewort. Es verbindet zwei Sätze miteinander. Denk dran, es kommt meistens nach Wörtern wie "Ich finde", "Ich glaube" oder "Ich weiß". "Ich finde, dass Deutsch manchmal echt ätzend sein kann." Siehst du? Zwei Sätze, verbunden durch den Maulkorb äh... 'dass'.
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Der Trick? Wenn du "dieses", "jenes" oder "welches" einsetzen kannst, dann brauchst du ein 'das' (ohne Doppel-S). Beispiel: "Das Auto, welches rot ist, gehört meinem Nachbarn." Aber Achtung! "Ich glaube, dass mein Nachbar ein rotes Auto hat." Hier geht's nicht ums Ersetzen, sondern ums Verbinden.
Und jetzt kommt der nächste Gegner: 'Wart' und 'ward'. Hier wird's richtig schräg. 'Wart' ist einfach die zweite Person Plural von "sein" im Präteritum. "Ihr wart gestern Abend im Kino." Stell dir vor, du redest mit deinen Freunden: "Ey Leute, ihr wart doch gestern im Kino, oder?"

'Ward'... Oh, 'ward'. Das ist der passive Konjunktiv II von "werden". Klingt kompliziert? Ist es auch! Du wirst es eher in alten Büchern oder besonders gestelzten Reden finden. "Es ward beschlossen..." oder "Ihm ward geholfen..." Mal ehrlich, wer redet denn heutzutage so? Es sei denn, du bist ein Ritter in einem Fantasy-Roman.
Denk an 'ward' als den staubigen Ritterhelm im Schrank deiner Oma. Nett anzusehen, aber im Alltag eher unpraktisch. Die Wahrscheinlichkeit, 'ward' korrekt zu benutzen, ist ungefähr so hoch wie ein Einhorn im Vorgarten zu finden.

Also, was lernen wir daraus? 'Dass' und 'das' sind wie Hund und Maulkorb – den Maulkorb nur bei Bedarf rausholen. Und 'wart' und 'ward'? 'Wart' ist dein Kumpel, 'ward' der kauzige Onkel, den man nur zu Familienfeiern sieht.
Wenn du also das nächste Mal vor diesem grammatikalischen Hindernis stehst, atme tief durch. Denk an den Labrador, den Maulkorb und den staubigen Ritterhelm. Und wenn alles nichts hilft, frag einfach Google. Die Suchmaschine ist dein bester Freund im Kampf gegen die deutsche Grammatik. Denn ganz ehrlich: Wer kann sich das schon alles merken?
Und falls du trotzdem mal daneben liegst? Macht nichts! Hauptsache, man versteht, was du sagen willst. Denn am Ende des Tages ist Kommunikation wichtiger als perfekte Grammatik. Oder, um es mit den Worten eines berühmten deutschen Philosophen zu sagen: "Passt scho'!"
