Das Problem Ist Nicht Das Problem Fluch Der Karibik

Kennst du das? Du stehst vor einem riesigen, scheinbar unlösbaren Problem. So richtig zum Haare raufen. Und je mehr du dich reinkniest, desto schlimmer wird's. Irgendwie erinnert mich das an meinen letzten IKEA-Besuch. Ich wollte nur eine Lampe kaufen... endete aber mit einem halben Umbau der Wohnung. War die Lampe wirklich das Problem? Eher mein unbändiger Drang, alles "noch ein bisschen schöner" zu machen. Genau das ist, worum es hier geht.
Der Fluch der vermeintlichen Probleme
Im Film "Fluch der Karibik" gibt es eine Szene, in der Jack Sparrow etwas total Geniales sagt: "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." Klingt erstmal nach esoterischem Geschwurbel, aber steckt so viel Wahrheit drin! Stell dir vor, du hast eine kaputte Glühbirne. Das Problem ist offensichtlich: Es ist dunkel! Aber ist das wirklich das Problem? Vielleicht ist das eigentliche Problem, dass du keine Ersatzbirne hast, oder dass du überhaupt keine Ahnung hast, wie man eine Glühbirne wechselt. Oder noch schlimmer: Dass du Angst hast, auf eine Leiter zu steigen.
Die Glühbirne ist nur die Spitze des Eisbergs. Und das gilt für fast alles im Leben.
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Alltags-Piraterie: Probleme entern
Übertragen wir das mal auf den Alltag. Dein Chef ist mal wieder schlecht gelaunt und lässt es an dir aus? Das Problem ist (scheinbar) der Chef. Aber ist es das wirklich? Vielleicht ist er gestresst, weil er Deadlines einhalten muss. Oder er hat privat Probleme. Oder (und das ist oft der Fall) er hat einfach keine Ahnung, wie man richtig führt. Das eigentliche Problem ist also vielleicht nicht seine schlechte Laune, sondern seine Inkompetenz. Und was kannst du dagegen tun? Vielleicht ein offenes Gespräch suchen (wenn du mutig bist!) oder einfach seine Launen ignorieren und deinen Job so gut wie möglich machen.
Oder nehmen wir mal die endlos lange Schlange an der Supermarktkasse. Das Problem: Die Schlange! Aber vielleicht ist das wahre Problem, dass du hungrig bist und deswegen die Geduld verlierst. Oder dass du innerlich unruhig bist und dich nicht entspannen kannst. Oder dass du einfach mal wieder vergessen hast, den Express-Check-out zu benutzen (ja, guilty!).

Der Trick ist, tiefer zu graben. Nicht nur an der Oberfläche kratzen.
Die "Was wäre wenn..."-Falle
Viele von uns verrennen sich in der "Was wäre wenn..."-Falle. "Was wäre, wenn ich den Job nicht bekomme?", "Was wäre, wenn ich durch die Prüfung falle?", "Was wäre, wenn ich nicht gut genug bin?". Diese Fragen sind wie kleine Piraten, die dein Gehirn entern und mit negativen Gedanken fluten. Aber das eigentliche Problem ist nicht die Angst vor dem Scheitern, sondern die Angst vor der Gefahr, die es mit sich bringt. Wir überbewerten das Risiko und vergessen dabei, dass Scheitern oft eine wertvolle Lektion ist. Und dass es meistens nicht so schlimm ist, wie wir denken.

Denk mal an deine letzte "Mega-Katastrophe". War sie wirklich so schlimm, wie du sie dir vorgestellt hast? Wahrscheinlich nicht. Und selbst wenn: Du hast es überlebt! Du bist stärker geworden!
Jack Sparrow's Weisheit im Alltag
Also, was können wir von Jack Sparrow lernen? Ganz einfach: Hinterfrage deine Probleme. Sei wie ein Detektiv, der einen komplizierten Fall lösen muss. Frag dich: Was steckt wirklich dahinter? Was ist die Wurzel des Übels? Und vor allem: Was kann ich dagegen tun?

Manchmal ist die Lösung einfacher, als wir denken. Manchmal müssen wir einfach nur unsere Perspektive ändern. Und manchmal müssen wir akzeptieren, dass wir manche Dinge nicht ändern können. Aber in jedem Fall hilft es, sich bewusst zu machen, dass das Problem nicht immer das Problem ist. Sondern vielleicht nur ein Symptom für etwas Tieferliegendes.
Also, das nächste Mal, wenn du vor einem scheinbar unlösbaren Problem stehst, denk an Jack Sparrow. Und frag dich: Was ist das eigentliche Problem? Und vor allem: Was mache ich jetzt damit?
