Das Leben Im Kloster Mittelalter

Okay, stellt euch mal vor: Ihr seid ein junger Bursche im Mittelalter. Euer Vater hat entschieden, dass ihr… sagen wir mal… nicht so richtig für’s Handwerk taugt. Oder vielleicht seid ihr auch der jüngste Sohn und erbt sowieso nix. Was macht man da? Richtig! Ab ins Kloster. Ich hab mal gelesen, dass ein König seine nervige Schwiegermutter ins Kloster gesteckt hat, sozusagen als „Luxus-Verbannung“. War bestimmt ‘ne entspannte Zeit für ihn… aber wie war's für SIE?
Kommen wir also zum Thema: Das Leben im Kloster im Mittelalter. Keine Sorge, das wird jetzt keine staubtrockene Geschichtsstunde. Versprochen! Ich hab mich da mal ein bisschen reingefuchst und bin auf ziemlich spannende Sachen gestoßen. Ihr werdet überrascht sein! (Oder auch nicht. Aber lest trotzdem weiter!)
Beten, Arbeiten, Studieren – und gaaaanz viel Schweigen
Das Klischee vom Mönch, der den ganzen Tag nur betet, stimmt natürlich nur bedingt. Klar, Gebet war ein zentraler Bestandteil des Klosterlebens. Mehrmals täglich, zu festen Zeiten, versammelten sich die Mönche zum Gebet. Das nennt man dann die Stundengebete. Klingt anstrengend? Ist es wahrscheinlich auch gewesen. Aber da gab's ja noch mehr!
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Arbeit war mindestens genauso wichtig. Die Mönche waren fleißige Arbeiter. Sie bestellten Felder, pflegten den Garten, züchteten Vieh. Sie waren sozusagen die Selbstversorger schlechthin. Und das alles ohne Traktor und Co.! Respekt!
Handwerkliche Tätigkeiten standen ebenfalls hoch im Kurs. Da wurde gebraut, gebacken, geschneidert und repariert. Die Klöster waren oft kleine Wirtschaftszentren, die für sich selbst sorgten und manchmal sogar die umliegende Bevölkerung mitversorgten.

Und dann war da noch das Studium. Die Klöster waren im Mittelalter die Zentren der Bildung. Hier wurden alte Schriften abgeschrieben und bewahrt (die Mönche als die ersten Kopierer!), neue Texte verfasst und Wissen weitergegeben. Das war natürlich vor allem etwas für die klügeren Köpfe unter den Mönchen. Aber hey, irgendwer musste ja die Bücher schreiben, oder?
Regeln, Regeln, Regeln
Das Leben im Kloster war streng geregelt. Benedikt von Nursia hat da so eine Art „Kloster-Knigge“ geschrieben, die sogenannte Benediktinerregel. Die hat das Leben in vielen Klöstern maßgeblich bestimmt. Da stand zum Beispiel drin, wann gebetet, wann gearbeitet und wann gegessen werden sollte. Und natürlich auch, wie man sich zu verhalten hatte. Stillschweigen war zum Beispiel sehr wichtig. (Man stelle sich das mal in einer heutigen WG vor… Horror!)

Gehorsam gegenüber dem Abt war oberstes Gebot. Der Abt war der Chef im Kloster und hatte das Sagen. Und wehe dem, der sich nicht an die Regeln hielt! Da gab es schon mal Strafen. Von Bußgebeten bis hin zu – ich sag's mal vorsichtig – weniger angenehmen Tätigkeiten war alles dabei. Autsch!
Nicht alles war Gold, was glänzt
Klar, das Bild vom frommen Mönch, der sich nur für Gott und das Wissen interessiert, ist schon romantisch. Aber die Realität sah natürlich oft anders aus. Es gab auch im Klosterleben Neid, Eifersucht, Intrigen und Machtkämpfe. (Wer hätte das gedacht? Menschen sind halt Menschen, egal ob mit oder ohne Kutte.)

Und auch die Lebensbedingungen waren nicht immer rosig. Kälte, Hunger, Krankheiten – das alles war im Mittelalter allgegenwärtig, auch im Kloster. Und das mit dem Schweigen war bestimmt auch nicht immer leicht… besonders wenn man gerade einen echt guten Witz gehört hat! (Okay, vielleicht gab es im Mittelalter noch nicht so viele Witze, aber ihr wisst, was ich meine!)
Fazit: Eine faszinierende Welt
Trotzdem: Das Leben im Kloster im Mittelalter war eine faszinierende Welt. Eine Welt, in der Glaube, Arbeit, Bildung und Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielten. Eine Welt, die uns heute noch viel über das Leben und Denken der Menschen im Mittelalter verrät. Und vielleicht auch ein bisschen über uns selbst. Denn mal ehrlich: Wer von uns wünscht sich nicht manchmal ein bisschen mehr Ruhe und Besinnung im hektischen Alltag? Vielleicht sollten wir uns alle mal ein Beispiel an den mittelalterlichen Mönchen nehmen… zumindest für ein paar Minuten am Tag. Und vielleicht einfach mal die Klappe halten. (Sorry, war nicht so gemeint! 😉 )
