Club Der Toten Dichter Englisch

Erinnert ihr euch an diesen einen Englischlehrer, der irgendwie... anders war? Meiner hieß Mr. Davies, und er trug immer Cordhosen und las Gedichte vor, die niemand verstand. Aber er tat es mit so viel Leidenschaft, dass man ihm einfach zuhören musste. Einmal, ich schwöre, einmal zupfte er an seiner Krawatte und flüsterte irgendwas von "Carpe Diem" – mitten in einer Grammatikstunde über das Simple Past! Völlig irre. Und trotzdem... hat es irgendwie geklickt.
Dieser Mr. Davies-Moment bringt mich zu einem Thema, das wahrscheinlich jeder kennt, der jemals in einem Englischkurs saß: Der Club der toten Dichter. Oder, wie die Amis sagen, Dead Poets Society. Kennt ihr, oder? Robin Williams, der auf Tische springt und Schüler dazu auffordert, ihr eigenes Leben zu leben? Jaaa, genau der Film.
Aber was genau ist das eigentlich, dieser "Club"? Und warum zum Teufel reden Englischlehrer immer noch darüber? Lasst uns mal eintauchen.
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Was ist der Club der toten Dichter?
Ok, ganz basic: Der Club der toten Dichter ist, grob gesagt, eine fiktive Gruppe von Schülern an einer konservativen Eliteschule, die von ihrem Englischlehrer, John Keating (Robin Williams), dazu inspiriert werden, über den Tellerrand zu schauen. Keating bringt ihnen die Poesie näher, aber viel wichtiger noch, er bringt ihnen bei, selbstständig zu denken und ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Carpe Diem, der berühmte lateinische Spruch, ist das Leitmotiv des Clubs. Nutze den Tag! Mach was draus! Aber halt, nicht einfach nur irgendwas. Sondern das, was du wirklich willst. Klingt kitschig? Vielleicht. Aber es hat eine Message, die auch heute noch relevant ist. (Und ehrlich gesagt, wer von uns hat sich nicht mal in seinem Leben gewünscht, so einen Lehrer zu haben?)

Warum ist das im Englischunterricht so wichtig?
Gute Frage! Es geht um mehr als nur Poesie. Der Film, und das Buch, das darauf basiert, regen zum Nachdenken über wichtige Themen an:
- Individualität: Sei du selbst! Lass dich nicht von anderen verbiegen! (Klingt nach 08/15-Motivation, aber in der Schule kann das echt schwer sein, oder?)
- Konformität vs. Rebellion: Ist es immer gut, sich anzupassen? Oder muss man manchmal gegen den Strom schwimmen? (Spoiler: Der Film sagt, manchmal muss man rebellieren!)
- Die Bedeutung von Bildung: Geht es nur darum, Noten zu bekommen? Oder soll Bildung uns helfen, uns selbst und die Welt um uns herum zu verstehen? (Denkt mal drüber nach...)
- Die Kraft der Kunst: Poesie, Theater, Musik... all das kann unser Leben bereichern. Und uns helfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Und weil das Ganze eben in einer englischsprachigen Umgebung spielt, bietet der Film auch die perfekte Möglichkeit, um über englische Literatur und Kultur zu sprechen. Von Shakespeare bis Whitman ist alles dabei. (Plus, Robin Williams' Improvisationen sind einfach Gold wert, um die Aussprache zu üben!)

Der Film – mehr als nur Kitsch?
Klar, der Film ist sentimental. Er ist dramatisch. Und ja, er hat seine Schwächen. Aber er berührt trotzdem. Er regt zum Nachdenken an. Und er erinnert uns daran, dass das Leben mehr ist als nur ein Lehrplan und Noten.
Ich weiß noch, wie ich nach dem Film nach Hause gegangen bin und mir gedacht habe: "Was will ich eigentlich wirklich?". (Und dann habe ich erstmal eine Folge meiner Lieblingsserie geschaut. Aber immerhin, der Gedanke war da!)

Also, das nächste Mal, wenn euer Englischlehrer wieder vom Club der toten Dichter schwärmt, rollt nicht mit den Augen. Hört einfach mal zu. Vielleicht ist ja was dran. Carpe Diem, Leute! Und vergesst nicht, euren eigenen Reim zu finden.
Und jetzt mal ehrlich: Wer von euch hat versucht, auf einen Tisch zu steigen, nachdem er den Film gesehen hat? Hand hoch!
