Citalopram Reduzieren Von 20 Mg Auf 10 Mg

Es war ein Dienstag. Ein ganz normaler Dienstag, dachte ich zumindest. Der Wecker klingelte, die Kaffeemaschine gurgelte, und ich griff wie jeden Morgen nach meiner kleinen, weißen Pille – 20 Milligramm Citalopram. Bis zu diesem Dienstag.
Irgendwie, und ich kann es bis heute nicht genau erklären, fühlte ich mich...anders. Nicht schlechter, nicht besser, einfach...anders. Als ob ein kleiner, unsichtbarer Gärtner in meinem Kopf heimlich ein paar Blumen umgetopft hätte. Irgendwie leichter. Luftiger. Und da kam mir der Gedanke.
Ein Gedanke, der so unschuldig begann, wie eine kleine Wolke am Himmel. Ein Gedanke, der aber schnell zu einem ausgewachsenen Gewitter im Gehirn mutierte: Was wäre, wenn…? Was wäre, wenn ich mal versuche, die Dosis zu reduzieren? Von 20 auf 10? Nur mal so, zum Spaß? Natürlich nicht! Das war ja Wahnsinn! Völlig verrückt! Aber…interessant…
Must Read
Der Rest des Tages verlief in einem seltsamen Schwebezustand. Ich versuchte, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, aber meine Gedanken tanzten Tango mit der Frage: Citalopram reduzieren von 20 mg auf 10 mg – ja oder nein? Es war wie mit dem berühmten verbotenen Apfel. Man weiß, dass man ihn nicht essen sollte, aber die Neugier nagt unaufhaltsam am Verstand.
Ich surfte im Internet. Natürlich! Google ist ja schließlich der beste Freund und Helfer, wenn es um medizinische Fragen geht (Ironiealarm!). Ich las Forenbeiträge, Erfahrungsberichte, wissenschaftliche Artikel (okay, vielleicht nur die Überschriften der Artikel). Und je mehr ich las, desto verwirrter war ich. Die Meinungen gingen so weit auseinander wie Nord- und Südpol. Die einen jubelten, die anderen warnten.

Am Abend stand ich dann vor der Entscheidung. Da lag sie, die kleine, weiße Pille. Wie ein kleiner, weißer Richter, der über mein Schicksal entscheiden sollte. 20 Milligramm. Und daneben lag eine zweite, mit einem Pillenteiler perfekt halbierte Pille. 10 Milligramm. Die Wahl war getroffen. Oder etwa doch nicht?
Ich schloss die Augen. Atmete tief durch. Und tat es. Ich nahm die halbierte Pille. 10 Milligramm Citalopram. Ein kleiner Schritt für die Medizin, ein großer Schritt für mich persönlich. Ein Sprung ins kalte Wasser, ohne Schwimmweste, aber mit einem kleinen Funken Hoffnung im Herzen.
Die nächsten Tage waren…interessant. War es Einbildung? War es der Placebo-Effekt? Oder spürte ich wirklich eine Veränderung? Ich beobachtete mich genau. Wie ein Wissenschaftler, der ein neues Bakterium unter dem Mikroskop untersucht. Waren meine Stimmungsschwankungen stärker? War ich schneller gereizt? Hatte ich Schlafstörungen? Ich führte ein kleines Tagebuch, um alles festzuhalten. Akribisch. Fast schon obsessiv.

Und was soll ich sagen? Es war…okay. Nicht himmelhoch jauchzend, aber auch nicht zu Tode betrübt. Ein paar kleine Stolpersteine gab es natürlich. Mal ein kurzer Anflug von Melancholie, mal ein unbegründetes Gefühl der Angst. Aber im Großen und Ganzen fühlte ich mich…gut. Vielleicht sogar ein bisschen besser als vorher. Leichter. Freier.
Das Ganze ist natürlich kein Freifahrtschein für Selbstmedikation. Wenn Ihr darüber nachdenkt, Citalopram zu reduzieren, sprecht unbedingt mit Eurem Arzt! Das ist das A und O. Ich bin kein Arzt, ich bin nur ein Mensch mit einer Geschichte. Eine Geschichte, die vielleicht Mut macht. Oder zumindest zum Nachdenken anregt.

Und was ist die Moral von der Geschichte? Vielleicht, dass man manchmal ein bisschen mutig sein muss. Dass man auf sein Bauchgefühl hören sollte. Dass man sich selbst vertrauen kann. Und dass auch ein kleiner, unsichtbarer Gärtner im Kopf manchmal weiß, was er tut. Oder vielleicht auch einfach nur, dass Dienstage manchmal überraschend sein können.
Ach ja, und ich? Ich nehme immer noch 10 Milligramm Citalopram. Und es ist okay. Mehr als okay. Es ist gut. Es ist mein persönlicher kleiner Triumph.
Disclaimer: Dies ist ein persönlicher Bericht und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt, bevor Sie Änderungen an Ihrer Medikation vornehmen.